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Blumen-Lexikon

Silberblatt

Botanischer Name
Jacobaea maritima
Deutsche Namen
Silber-Greiskraut, Weißfilziges Greiskraut, Aschenpflanze; im Handel auch Silberblatt
Familie
Korbblütler (Asteraceae)
Natürliche Verbreitung
Westlicher und zentraler Mittelmeerraum
Einordnung
Immergrüner Halbstrauch und floristisch verwendetes Blattmaterial

Was ist Silberblatt?

Unter dem Namen Silberblatt wird in der Floristik häufig das silbergraue Laub von Jacobaea maritima angeboten. Die Pflanze wurde früher der Gattung Senecio zugeordnet und ist deshalb weiterhin oft als Senecio cineraria im Handel zu finden.

Der Name Silberblatt ist nicht eindeutig. Er wird ebenfalls für Lunaria annua verwendet, deren silbrig durchscheinende Fruchtstände als Silbertaler bekannt sind. Dieser Artikel behandelt ausschließlich das Silber-Greiskraut Jacobaea maritima, bei dem die belaubten Stängel floristisch genutzt werden.

Aussehen und Besonderheiten

Das Silber-Greiskraut wächst als kompakter, verzweigter Halbstrauch. Seine wechselständig angeordneten Blätter sind länglich und je nach Sorte unterschiedlich stark gelappt oder eingeschnitten. Manche Sorten besitzen vergleichsweise breite, nur leicht gelappte Blätter, während andere deutlich feinere und fast spitzenartig wirkende Formen entwickeln.

Die Blätter sind eigentlich grün, werden aber von einer dichten, filzigen Behaarung überzogen. Diese feinen weißen Haare erzeugen die charakteristische silbergraue bis silbrigweiße Oberfläche und eine weiche, samtartige Haptik. Es handelt sich somit nicht um eine metallisch glänzende Blattfarbe.

Ältere Pflanzen können gelbe, margeritenähnliche Blütenkörbchen bilden. In der Floristik und im Gartenbau wird die Pflanze jedoch hauptsächlich wegen ihres auffälligen Laubes verwendet.

Beim natürlichen Trocknen können sich die Blätter zusammenziehen, wellen oder einrollen. Die Oberfläche kann matter werden und neben Silber- und Grautönen auch grünliche, beige oder bräunliche Bereiche entwickeln. Wie gut Form und Farbe erhalten bleiben, hängt von der Sorte, dem Entwicklungsstand und der verwendeten Trocknungs- oder Konservierungsmethode ab.

Verwendung in Trockenblumenkränzen

Silberblatt bringt helle, geschlossene Blattflächen in den Kranz. Die grauweiße Oberfläche schafft einen deutlichen Kontrast zu grünen Zweigen und kräftigen Blütenfarben. Gleichzeitig bilden die gelappten Blattränder eine feinere Kontur als rundes oder vollständig geschlossenes Laub.

Mögliche Einsatzbereiche sind:

  • als heller Hintergrund für kleinere farbige Blüten
  • in kurzen Abschnitten zum Schließen breiter Zwischenräume
  • entlang der äußeren Kranzlinie für eine unregelmäßig gelappte Kontur
  • als wiederkehrender Silber- oder Grauton in zurückhaltenden Gestaltungen
  • zwischen kompakten Blütenständen und feinen Gräsern als strukturierender Übergang

Eukalyptus und Ruscus ergänzen das Silberblatt durch größere grüne oder behandelte Blattflächen. Craspedia und Gomphrena setzen davor kleine, deutlich abgegrenzte Farbpunkte. Amaranthus bildet mit seinen längeren Blütenständen einen Kontrast zur kompakten Blattform. Schleierkraut, Phalaris und andere Gräser können die vergleichsweise geschlossenen Flächen optisch auflockern.

Trocknung und Verarbeitung

Frische Stängel sind nicht automatisch mit dauerhaftem Trockenmaterial gleichzusetzen. Soll Silberblatt selbst getrocknet werden, empfiehlt sich deshalb zunächst ein Probestück. Die Stängel können in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und lichtgeschützten Ort aufgehängt werden.

Während des Trocknens können sich Blattform, Farbe und Festigkeit deutlich verändern. Bereits getrocknete oder anderweitig konservierte Handelsware kann sich ebenfalls unterschiedlich verhalten. Beim Teilen und Wickeln sollte das Material am Stängel gehalten werden. Druck auf die Blattfläche und starkes Reiben können die filzige Oberfläche oder die gelappten Blattränder beschädigen.

Pflege und Haltbarkeit

Getrocknetes oder konserviertes Silberblatt sollte ausschließlich in trockenen Innenräumen verwendet und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden.

Staub lässt sich vorsichtig mit einem weichen Pinsel oder schwacher, kühler Föhnluft entfernen. Häufiges Berühren und Nachjustieren sollten vermieden werden. Mit der Zeit können die Blätter matter werden, sich weiter verfärben, einrollen oder an den Rändern brechen.

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