Trockenblumenkranz mit Pampas, Botao & Briza (31 cm)
46,50 €
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Was ist Briza?
Als Briza wird in der Trockenfloristik häufig das Große Zittergras Briza maxima bezeichnet. Es gehört zur Familie der Süßgräser und ist besonders an seinen großen, flachen und herabhängenden Ährchen zu erkennen. Die botanische Gattung Briza umfasst allerdings mehrere Arten. Dazu gehören beispielsweise auch das Gewöhnliche Zittergras Briza media und das Kleine Zittergras Briza minor.
Für den vorliegenden Eintrag ist Briza maxima gemeint, da diese Art im alten Text ausdrücklich genannt wird und wegen ihrer vergleichsweise großen Ährchen häufig als Schnitt- und Trockenmaterial verwendet wird. Floristisch verarbeitet werden die verzweigten Halme mit den daran hängenden Ährchen.
Aussehen und Besonderheiten
Das Große Zittergras bildet lockere, offene Rispen. An ihren feinen Seitenästen sitzen breite, eiförmige und seitlich abgeflachte Ährchen. Umgangssprachlich werden sie wegen ihrer Form manchmal als herz- oder tropfenförmig beschrieben. Botanisch handelt es sich jedoch nicht um einzelne Samen oder kleine Schirme, sondern um mehrblütige Ährchen.
Die Ährchen hängen an dünnen Stielen und können sich bereits bei leichter Luftbewegung bewegen. Darauf bezieht sich die deutsche Bezeichnung Zittergras. Auch getrocknet behalten die verzweigten Halme und hängenden Ährchen ihre lockere Linienführung.
Junge Ährchen können grünlich erscheinen. Während der Reife und Trocknung entwickeln sie meist helle Gelb-, Stroh-, Beige- oder Brauntöne. Je nach Entwicklungsstadium können außerdem rötliche oder dunklere Zeichnungen sichtbar sein.
Im Floristikhandel wird Briza zusätzlich gebleicht oder gefärbt angeboten. Weiße, pastellfarbene oder kräftig eingefärbte Varianten entsprechen daher nicht unbedingt der natürlichen Pflanzenfarbe. Die trockenen Halme und Ährchen sind leicht, können bei Druck jedoch knicken oder brechen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Briza wird vor allem als feines Akzent- und Bewegungsmaterial eingesetzt. Die kleinen Verzweigungen füllen Zwischenräume, ohne dabei eine geschlossene oder schwere Fläche zu bilden. Gleichzeitig bleiben die einzelnen Ährchen deutlich erkennbar.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als lockerer Übergang zwischen kompakten Blüten
- für feine Ausläufer am inneren oder äußeren Kranzrand
- als wiederkehrender Akzent in natürlich gestalteten Kränzen
- für leichte Höhenunterschiede innerhalb einer gebundenen Partie
- als Strukturkontrast zu runden oder flächigen Pflanzenteilen
Zusammen mit Hasenschwanzgras entstehen unterschiedliche, aber miteinander verwandte Grasformen: Briza wirkt flach und beweglich, während die Blütenstände des Hasenschwanzgrases kompakter erscheinen. Phalaris oder Getreideähren bringen kräftigere, aufrechte Linien hinzu. Eukalyptus bildet mit seinen größeren Blättern einen ruhigen Flächenkontrast zu den kleinen verzweigten Ährchen.
Briza sollte nicht zu dicht zwischen anderen Materialien verschwinden. Einzelne, etwas hervorstehende Halme oder kleine locker verteilte Gruppen lassen seine Form meist deutlicher erkennen. Bei kleinen Kränzen genügen oft wenige kurze Verzweigungen.
Trocknung und Verarbeitung
Zum Lufttrocknen können die Halme in kleinen, lockeren Bündeln an einem trockenen, lichtarmen und gut belüfteten Ort aufgehängt werden. Die Rispen sollten dabei nicht zusammengedrückt werden, damit die Ährchen ihre natürliche Stellung behalten.
Bei der Verarbeitung wird Briza am besten am kräftigeren unteren Halm angefasst und befestigt. Die dünnen Seitenzweige und trockenen Ährchen reagieren empfindlich auf Knicken und starken Druck. Lange Halme können passend gekürzt und mit feinem Draht in den Kranz eingearbeitet werden.
Was ist Hasenschwanzgras?
Hasenschwanzgras ist ein einjähriges Gras mit kompakten, eiförmigen Blütenständen. Diese erinnern durch ihre weiche Oberfläche und abgerundete Form an kleine Hasenschwänze. In der Floristik wird meist der vollständige getrocknete Halm mit dem endständigen Blütenstand verwendet.
Der botanische Name Lagurus ovatus bezieht sich ebenfalls auf das charakteristische Aussehen: Der Gattungsname leitet sich von griechischen Begriffen für Hase und Schwanz ab, während „ovatus“ die eiförmige Kontur beschreibt.
Aussehen und Besonderheiten
Die aufrechten oder leicht gebogenen Halme können je nach Standort etwa 5 bis 60 Zentimeter hoch werden. Auch die schmalen Blätter und Blattscheiden sind behaart. Für Trockenblumenkränze ist jedoch vor allem der dichte Blütenstand interessant.
Botanisch handelt es sich nicht um eine einzelne flauschige Ähre, sondern um eine kompakte Rispe aus zahlreichen dicht stehenden Ährchen. Lange, feine und seidig wirkende Haare an den Hüllspelzen erzeugen die samtige Oberfläche. Dünne Grannen ragen zwischen ihnen hervor und geben dem Blütenstand zusätzlich eine feine, leicht struppige Struktur.
Die Rispen sind gewöhnlich etwa 1 bis 7 Zentimeter lang und können länglich, eiförmig oder fast rund erscheinen. Junge Blütenstände zeigen häufig blassgrüne bis silbrig grüne Töne. Beim Reifen und Trocknen entwickeln sich Cremeweiß, helles Beige und warme Strohfarben.
Im Floristikhandel wird Hasenschwanzgras außerdem gebleicht oder in zahlreichen Pastell- und kräftigen Farbtönen angeboten. Rosa, Blau, Violett, Orange oder ein sehr gleichmäßiges Weiß sind daher meist das Ergebnis einer nachträglichen Behandlung. Bei gefärbter Ware können Intensität und Gleichmäßigkeit der Farbe unterschiedlich ausfallen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Hasenschwanzgras bringt eine weiche, kompakte Form in den Kranz. Die einzelnen Rispen bleiben gut erkennbar, wirken durch ihre feinen Haare aber weniger streng als feste Blütenköpfe oder Samenkapseln. Sie eignen sich besonders für fließende Übergänge zwischen unterschiedlichen Materialien.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- einzeln verteilt als kleine helle oder farbige Akzente
- in Gruppen für weiche, volumenbildende Bereiche
- entlang der Außenkante für eine locker auslaufende Kontur
- mit längeren Halmen für Höhe und Bewegung
- mit kurzen Stielen zur Füllung kleiner Zwischenräume
Pampasgras greift die weiche Oberfläche in einem deutlich größeren Maßstab auf. Phalaris bildet mit seinen glatten, länglichen Ähren einen klareren Kontrast. Glixia oder Schleierkraut ergänzen feine Verzweigungen und kleine helle Punkte.
Neben Gomphrena, Craspedia oder Strohblumen kann Hasenschwanzgras harte Konturen optisch abmildern. Naturbelassene Rispen verbinden Beige-, Braun- und Grüntöne, während gefärbte Varianten einzelne Farben eines Kranzes wiederholen können.
Trocknung und Verarbeitung
Hasenschwanzgras eignet sich gut zur Lufttrocknung. Geschnittene Halme können in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und vor direkter Sonne geschützten Ort aufgehängt werden.
Für eine aufrechte Verarbeitung sollten ausreichend lange Halme stehen bleiben. Nach dem Trocknen können sie gekürzt und einzeln oder in kleinen Gruppen mit Wickeldraht befestigt werden. Die Halme werden mit zunehmender Trockenheit spröder und sollten nicht scharf geknickt werden.
Pflege und Haltbarkeit
Getrocknetes Hasenschwanzgras sollte vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit und dauerhafter direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Naturbelassene und behandelte Farben können sich mit der Zeit verändern.
Was ist Pampasgras?
Pampasgras ist ein kräftiges, mehrjähriges Süßgras, das große, dichte Horste bildet und mit seinen langen Blütenrispen eine Höhe von bis zu etwa vier Metern erreichen kann. Der Name wird im Handel gelegentlich auch für ähnlich aussehende Ziergräser verwendet. Dieser Eintrag behandelt ausschließlich Cortaderia selloana.
In der Trockenfloristik werden die getrockneten Blütenrispen genutzt. Sie bestehen aus zahlreichen kleinen Ährchen, die an fein verzweigten Rispenästen sitzen. Ihre seidigen Haare erzeugen die weiche, federartige Oberfläche, für die Pampasgras bekannt ist.
Aussehen und Besonderheiten
Die Pflanze bildet lange, schmale, bogig überhängende Blätter mit rauen und scharf gezähnten Rändern. Über dem dichten Blattschopf stehen kräftige, aufrechte Halme mit großen, pyramiden- bis länglich geformten Blütenrispen. Diese können etwa 45 bis 90 Zentimeter lang werden.
Pampasgras ist überwiegend zweihäusig: Weibliche und männliche Blüten befinden sich meist auf unterschiedlichen Pflanzen. Die Ährchen weiblicher Pflanzen besitzen besonders lange, seidige Haare. Ihre Rispen wirken dadurch häufig dichter und flauschiger und werden bevorzugt als Zier- und Trockenmaterial verwendet.
Die natürlichen Blütenstände sind überwiegend silbrig weiß, cremefarben oder leicht rosa bis violett überhaucht. Außerdem gibt es Sorten mit deutlicher rosafarbenen Rispen. Beim Trocknen und Altern können die Farben heller, gelblicher oder beige werden.
Kräftiges Rosa, Blau, Schwarz oder andere intensive Farbtöne weisen in der Regel auf gefärbte Floristikware hin. Auch gebleichtes Pampasgras ist erhältlich und wirkt meist heller und gleichmäßiger als naturbelassenes Material.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Pampasgras bringt deutliches Volumen in einen Kranz und erzeugt eine weiche, lockere Oberfläche. Bereits wenige Rispenabschnitte können eine größere Fläche füllen. Das Material eignet sich deshalb besonders für Kränze, die üppig, natürlich oder bewusst asymmetrisch gestaltet werden sollen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als weicher Hintergrund für kompaktere Blüten und Fruchtstände
- entlang der äußeren Kranzlinie für einen locker auslaufenden Umriss
- in kleinen Gruppen als deutliches Volumenelement
- in unterschiedlichen Längen für Bewegung und räumliche Tiefe
- als heller Übergang zwischen kräftigen oder dunkleren Materialien
Lagurus führt die weiche Struktur in kleinerem Maßstab fort. Phalaris, Weizen oder Miscanthus ergänzen das Pampasgras durch schmalere, klarere Linien. Eukalyptus und Ruscus schaffen ruhigere Blattflächen, während Strohblumen, Craspedia oder gefärbte Statice kompakte Farbakzente setzen.
Da die Rispen viel Raum einnehmen, sollten sie bei kleineren Kränzen sparsam eingesetzt werden. Werden sie stark zusammengedrückt oder unter festere Materialien geklemmt, verliert ihre Oberfläche an Fülle.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Trocknung eignen sich Rispen, die vollständig aus dem Blattschopf hervorgetreten, aber noch nicht stark ausgereift sind. Sehr reife Blütenstände können deutlich mehr Samen und feine Pflanzenteile verlieren.
Die Halme lassen sich einzeln oder in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und lichtgeschützten Ort aufhängen. Wer Pampasgras selbst schneidet, sollte wegen der scharfen Blattränder feste Handschuhe und schützende Kleidung tragen.
Beim Verarbeiten wird das Material am Halm gehalten. Die Rispen sollten möglichst wenig gerieben oder wiederholt zusammengedrückt werden. Kürzere Abschnitte lassen sich mit Wickeldraht befestigen oder auf einer tragfähigen Kranzunterlage fixieren.
Was ist Statice?
Statice ist ein gebräuchlicher Floristik- und Handelsname für verschiedene Arten der Gattung Limonium. Dieser Artikel behandelt konkret Limonium sinuatum, eine besonders häufig als Schnitt- und Trockenblume kultivierte Art. Der frühere botanische Name Statice sinuata erklärt, warum die Bezeichnung Statice bis heute verwendet wird.
Auch der Name Strandflieder ist nicht eindeutig und kann verschiedene Limonium-Arten bezeichnen. Mit dem echten Flieder der Gattung Syringa und mit Lavendel ist die Pflanze botanisch nicht näher verwandt. Floristisch genutzt werden ihre verzweigten Blütenstiele mit zahlreichen kleinen, dauerhaft sichtbaren Blütenkelchen.
Aussehen und Besonderheiten
Die grünen Blätter stehen überwiegend in einer bodennahen Rosette. Sie sind länglich und deutlich gelappt, ihre Ränder erscheinen dadurch wellig oder eingeschnitten. Für Trockenarrangements spielen die Blätter meist keine Rolle, da hauptsächlich die langen Blütenstiele verarbeitet werden.
Die aufrechten Stiele verzweigen sich im oberen Bereich mehrfach. Ein auffälliges Merkmal sind ihre schmalen, blattähnlichen Flügel, die längs an den Stängeln verlaufen. An den Enden der Verzweigungen sitzen kurze, dicht besetzte Ähren mit zahlreichen kleinen Blüten.
Die dauerhaft sichtbare Farbe stammt überwiegend nicht von den eigentlichen Blütenblättern, sondern vom trichter- bis röhrenförmigen Kelch. Die kleinere Blütenkrone ist meist weiß bis blassgelb und fällt vergleichsweise früh ab. Der farbige, papierartige Kelch bleibt dagegen erhalten und prägt das Aussehen der getrockneten Statice.
Kultivierte Sorten können blaue, violette, rosafarbene, weiße, gelbe, apricotfarbene oder rötliche Kelche bilden. Diese Farben müssen daher nicht automatisch auf eine nachträgliche Behandlung hinweisen. Zusätzlich wird gebleichte oder gefärbte Handelsware angeboten. Bei ungewöhnlich gleichmäßigen oder intensiven Farbtönen lässt sich die Behandlung ohne Lieferantenangabe nicht sicher beurteilen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Statice bildet verzweigte Flächen aus vielen kleinen Farbpunkten. Sie kann Zwischenräume füllen, ohne so geschlossen und schwer zu wirken wie ein großer kompakter Blütenkopf. Je nach Länge der verwendeten Stiele entsteht eine dichte Farbfläche oder eine locker über die Kranzkontur hinausragende Struktur.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- in kurzen Abschnitten als farbiger Füller zwischen größeren Blüten
- in kleinen Gruppen für wiederkehrende Farbakzente
- als Übergang zwischen kompakten Blütenständen und feinen Gräsern
- entlang der äußeren Kranzlinie für einen locker auslaufenden Rand
- Ton in Ton oder als deutlicher Kontrast zu neutralen Naturmaterialien
Lagurus setzt mit seiner weichen Oberfläche einen ruhigen Gegenpol zu den festen Kelchen. Craspedia und Strohblumen ergänzen Statice durch klar begrenzte, kompakte Formen. Achillea bringt breitere, flächige Blütenstände hinzu. Phalaris und andere Gräser schaffen längere Linien und unterbrechen die fein verzweigten Farbflächen.
Trocknung und Verarbeitung
Statice eignet sich für die Lufttrocknung. Dafür können die unteren Blätter entfernt und die Stiele in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufgehängt werden. Ein trockener, gut belüfteter und möglichst lichtgeschützter Ort hilft dabei, Feuchtigkeitsprobleme und ein unnötig schnelles Verblassen zu vermeiden.
Beim Wickeln sollten die Stiele an einem kräftigeren Abschnitt gehalten werden. Vollständig getrocknete Verzweigungen können bei engem Biegen oder wiederholtem Ausrichten brechen. Auch einzelne Kelche können sich durch Druck oder Reibung lösen.
Botanische Zuordnung: Keine einzelne Art; typische Beispiele sind Lagurus ovatus, Briza maxima, Setaria italica, Cortaderia selloana und Miscanthus sinensis
Gebräuchliche Namen: Hasenschwanzgras, Zittergras, Kolbenhirse, Pampasgras und Chinaschilf
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Natürliche Verbreitung: Je nach Art unter anderem Makaronesien, Mittelmeerraum, Südamerika sowie Ost- und Südostasien
Einordnung: Pflanzengruppe und Sammelbezeichnung für floristisch verwendete Halme und Blütenstände
Was sind verschiedene Gräser?
„Verschiedene Gräser“ ist keine botanische Bezeichnung für eine einzelne Art. Im Floristikhandel und in Produktbeschreibungen dient der Ausdruck als Sammelbegriff für unterschiedliche getrocknete Süßgräser. Verwendet werden hauptsächlich ihre Halme und Blütenstände.
Zu den typischen Beispielen gehören Hasenschwanzgras, Großes Zittergras, Kolbenhirse, Pampasgras und Chinaschilf. Sie gehören zwar alle zur Familie der Süßgräser, unterscheiden sich aber deutlich in Größe, Form und Wirkung. Welche Arten in einem konkreten Kranz enthalten sind, lässt sich anhand der Sammelbezeichnung allein nicht bestimmen.
Aussehen und Besonderheiten
Gräser bestehen meist aus schlanken Halmen, schmalen Blättern und unterschiedlich aufgebauten Blütenständen. Gerade diese Vielfalt macht sie für Trockenblumenkränze interessant:
- Lagurus ovatus bildet dichte, eiförmige Blütenstände mit einer weichen, flauschigen Oberfläche.
- Briza maxima trägt flache, herz- bis eiförmige Ährchen, die locker an feinen Verzweigungen hängen.
- Setaria italica besitzt kompakte, längliche Rispen mit einer borstig wirkenden Oberfläche.
- Cortaderia selloana entwickelt große, dichte und federartige Blütenrispen.
- Miscanthus sinensis bildet verzweigte Rispen, die sich beim Reifen lockern und häufig eine silbrige oder beige Farbwirkung annehmen.
Frisch geschnittene Gräser können grün, cremefarben, rötlich oder silbrig erscheinen. Während der Reife und Trocknung verändern sich viele Arten zu Beige-, Stroh-, Gold- oder Brauntönen. Sorte, Erntezeitpunkt und Trocknung beeinflussen das spätere Erscheinungsbild.
Zusätzlich werden Gräser gebleicht oder gefärbt angeboten. Reinweiße, schwarze oder sehr kräftig bunte Varianten sind in der Regel behandelt. Auch natürlich wirkende Ware kann aufgehellt oder anderweitig bearbeitet worden sein, ohne dass dies später eindeutig erkennbar ist.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Gräser können im Kranz sehr unterschiedliche gestalterische Aufgaben übernehmen. Feine Halme schaffen Linien und lockern kompakte Blütenflächen auf. Verzweigte Rispen füllen Zwischenräume, während größere federartige Blütenstände Volumen und einen deutlichen Schwerpunkt bilden.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- kurze Halme als feine Übergänge zwischen größeren Blüten
- wiederkehrende Grasgruppen für einen gleichmäßigen Rhythmus
- über die Kranzkontur hinausragende Spitzen für eine lockerere Silhouette
- kompakte Rispen als Kontrast zu runden Blütenköpfen
- große, weich erscheinende Blütenstände für mehr Volumen
Hasenschwanzgras lässt sich beispielsweise mit Statice oder Schleierkraut zu einer kleinteiligen, weichen Struktur verbinden. Zittergras bringt eine offenere Linienführung zwischen kompakte Strohblumen oder Craspedia. Kolbenhirse setzt längliche, klar erkennbare Formen. Pampasgras und Chinaschilf eignen sich besonders für größere Kränze, da ihre ausladenden Rispen kleinere Materialien schnell verdecken können.
Trocknung und Verarbeitung
Viele Gräser eignen sich für die Lufttrocknung. Dafür werden trockene, unbeschädigte Halme in kleinen Bündeln kopfüber an einem lichtgeschützten und gut belüfteten Ort aufgehängt. Untere Blätter können vorher entfernt werden, wenn sie für die spätere Gestaltung nicht benötigt werden.
Was ist Rauer Sonnenhut?
Der Raue Sonnenhut ist eine aufrecht wachsende, verzweigte Pflanzenart aus der Gattung Rudbeckia. Er wird häufig einjährig kultiviert, ist botanisch jedoch meist zweijährig oder kurzlebig mehrjährig. Unter günstigen Bedingungen kann er bereits im ersten Jahr blühen.
Der deutsche Name Sonnenhut ist nicht eindeutig. Er wird sowohl für Arten der Gattung Rudbeckia als auch für den Purpursonnenhut und weitere Arten der Gattung Echinacea verwendet. Dieser Artikel behandelt ausschließlich Rudbeckia hirta. In der Trockenfloristik sind vor allem die dunklen, kegelförmigen Fruchtstände interessant, die nach dem Verblühen zurückbleiben.
Aussehen und Besonderheiten
Stängel und Blätter des Rauen Sonnenhuts sind mit kurzen, steifen Haaren besetzt und fühlen sich entsprechend rau an. Die grünen Blätter können länglich, lanzettlich oder eiförmig sein. Ihr Rand ist je nach Position an der Pflanze nahezu glatt oder deutlich gezähnt.
Was wie eine einzelne große Blüte aussieht, ist botanisch ein Blütenkorb. Außen sitzen meist gelbe bis orangefarbene Zungenblüten. Sie umgeben eine gewölbte bis eiförmige Mitte aus zahlreichen kleinen Röhrenblüten. Diese zentrale Scheibe ist gewöhnlich dunkelbraun bis purpurbraun. Zuchtformen können zusätzlich rostrote, mahagonifarbene oder mehrfarbige Zungenblüten sowie grünliche Blütenmitten besitzen.
Beim Verblühen welken die Zungenblüten und fallen schließlich ab. Zurück bleibt der feste, dicht aufgebaute Fruchtstand. Seine kompakte, leicht stachelige Oberfläche und die dunkelbraune bis fast schwarze Farbe machen ihn als Trockenmaterial deutlich strukturstärker als die frische Blüte.
Luftgetrocknete vollständige Blüten behalten ihre ursprüngliche Strahlenform und kräftige Farbe nicht immer. Die Zungenblüten können sich zusammenziehen, verdrehen, verblassen oder abfallen. Für dauerhaft trockene Gestaltungen werden deshalb häufig die ausgereiften Fruchtstände ohne Zungenblüten verwendet. Gebleichte, gefärbte oder anderweitig aufgehellte Sonnenhutköpfe sind behandelte Handelsware und besitzen diese Farben nicht von Natur aus.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Die getrockneten Fruchtstände des Rauen Sonnenhuts bringen kompakte, deutlich begrenzte Formen in den Kranz. Durch ihre dunkle Farbe und raue Oberfläche bilden sie einen kräftigen Gegensatz zu hellen Blüten, weichen Gräsern und glatten Blättern.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als einzelne dunkle Ankerpunkte in locker gebundenen Kränzen
- in kleinen Gruppen für eine wiederkehrende, kegelförmige Struktur
- als Kontrast zu hellen oder gebleichten Pflanzenmaterialien
- für spätsommerliche und herbstliche Gestaltungen in Braun-, Beige- und Ockertönen
- mit längerem Stiel für eine leicht über die Kranzkontur hinausragende Form
Schafgarbe ergänzt die kompakten Köpfe durch flächige, fein gegliederte Blütenstände. Disteln greifen ihre raue und feste Struktur auf, unterscheiden sich jedoch durch stärker ausgeprägte Spitzen. Phalaris, Miscanthus und andere Gräser bringen längere Linien und Bewegung hinzu. Eukalyptus oder Ruscus schaffen daneben ruhigere Blattflächen. Einzelne erhaltene gelbe oder orangefarbene Zungenblüten können außerdem einen deutlichen Farbkontrast bilden, sind jedoch empfindlicher als die reifen Fruchtstände.
Trocknung und Verarbeitung
Für robuste Trockenarrangements können die Fruchtstände möglichst lange an der Pflanze ausreifen. Geeignet sind feste Köpfe, deren Zungenblüten bereits vertrocknet oder abgefallen sind und die keine sichtbare Feuchtigkeit mehr enthalten.
Was ist Sorghumhirse?
Sorghumhirse ist ein hochwachsendes Gras, das weltweit in zahlreichen Kulturformen angebaut wird. Die Art umfasst sowohl kultivierte als auch verwilderte beziehungsweise wild wachsende Formen. Die heute angebaute Unterart Sorghum bicolor subsp. bicolor wird botanisch als Kulturpflanze aus dem afrikanischen Sahel eingeordnet.
In der Trockenfloristik werden hauptsächlich die verzweigten Rispen am oberen Ende des Stängels verwendet. Je nach Sorte und Reifezustand können sie noch überwiegend aus Ährchen bestehen oder bereits zahlreiche deutlich sichtbare Körner tragen.
Aussehen und Besonderheiten
Sorghum bildet kräftige, aufrechte Halme mit langen, schmalen und leicht überhängenden Blättern. An der Spitze sitzt eine verzweigte Rispe. Ihre Form unterscheidet sich je nach Kulturform deutlich: Manche Rispen sind locker aufgebaut und besitzen weit abstehende Seitenzweige, andere wirken dicht, kompakt und nahezu kolbenförmig.
Die einzelnen Blüten sind klein und unscheinbar. Nach der Bestäubung entwickeln sich rundliche bis leicht abgeflachte Früchte, die umgangssprachlich als Sorghumkörner bezeichnet werden. Sie sitzen zusammen mit trockenen Spelzen an den feinen Rispenästen und erzeugen die körnige, deutlich gegliederte Oberfläche des Materials.
Reife Körner können von Natur aus weiß, cremefarben, blassgelb, rot, braun oder dunkel purpurbraun sein. Zusammen mit den beige bis braun trocknenden Rispenzweigen entsteht eine breite Auswahl an natürlichen Erd- und Getreidetönen. Die genaue Wirkung hängt sowohl von der Kornfarbe als auch von Farbe und Länge der umgebenden Spelzen ab.
Sehr helle, reinweiße oder ungewöhnlich kräftig gefärbte Sorghumrispen sind meist gebleicht, gefärbt oder anderweitig behandelt. Solche Varianten besitzen ihre Farbe nicht von Natur aus.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Sorghumhirse bringt eine kompakte, körnige Struktur in den Kranz. Im Unterschied zu weichen Gräsern bilden die fruchttragenden Rispen deutlich abgegrenzte Flächen. Locker verzweigte Sorten wirken dagegen luftiger und können über die eigentliche Kranzkontur hinausragen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- in kurzen Abschnitten zum Füllen größerer Zwischenräume
- als kompakter Gegenpol zu feinen und weich gebogenen Gräsern
- mit längerem Stiel für aufrechte oder nach außen weisende Linien
- als wiederkehrender Braun-, Creme- oder Rotton in natürlichen Gestaltungen
- in kleinen Gruppen, um die körnige Struktur stärker hervorzuheben
Weizen und Phalaris greifen den Charakter eines Getreidegrases auf, unterscheiden sich jedoch durch ihre schmaleren Ähren beziehungsweise eiförmigen Blütenstände. Lagurus schafft mit seiner weichen Oberfläche einen deutlichen Haptikkontrast. Disteln und Sonnenhut-Fruchtstände ergänzen Sorghum durch weitere feste, dunklere Strukturen. Eukalyptus oder Ruscus können daneben größere und ruhigere Blattflächen bilden.
Trocknung und Verarbeitung
Sollen Sorghumrispen selbst getrocknet werden, eignen sich gut entwickelte Rispen mit bereits ausgeprägten Körnern. Zu früh geschnittenes Material kann sich beim Trocknen stärker verändern, während sehr reife Rispen möglicherweise schon beim Schneiden Körner verlieren.
Die Halme können in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, dunklen und gut belüfteten Ort aufgehängt werden. Dadurch bleiben die Stiele vergleichsweise gerade. Vor der Verarbeitung sollte das Material vollständig durchgetrocknet sein.
Beim Teilen und Wickeln empfiehlt es sich, den kräftigeren Rispenstiel zu halten. Druck auf die feinen Verzweigungen kann Ästchen, Spelzen oder Körner lösen. Besonders dichte Rispen sollten nicht stark gequetscht oder mehrfach nachgebogen werden.
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Auf einen Blick
- Durchmesser: ca. 31 cm
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- Materialien: Strohrömer, Wickelband, Wickeldraht
- Trockenblumen & Naturmaterialien: Pampasgras, Echinacea (Sonnenhut), Schleierkraut, Briza, Botao, Hasenschwanzgras, Sorghumhirse, Statice, verschiedene Gräser
- Technik: vollständig von Hand gewickelt
- Stil: Natürlich, rustikal, wildblumen-inspiriert
- Verwendung: Tür-, Wand- oder Tischdeko – ideal für Jahreszeitenwechsel oder als Geschenk
Weitere Hinweise
- Nur für Innenräume oder geschützte Außenbereiche geeignet
- Trockenblumen bitte vor Wasser, Feuchtigkeit und direkter Sonne schützen
- Naturmaterialien variieren leicht in Form und Farbe – jedes Stück ist ein Unikat
- Beim Versand können sich einzelne Pflanzenteile lösen – das beeinträchtigt nicht die Gesamtoptik
- Enthält echte Pflanzenbestandteile – bei Allergien bitte beachten
- Abgebildete Dekoration nicht im Lieferumfang enthalten, sofern nicht ausdrücklich genannt
Produktsicherheit
Herstellerinformationen
Andrea Rusche
Leiteweg 8
95448 Bayreuth
Email: info@farbenkranz.de
Verantwortliche Person in der EU
Andrea Rusche
Leiteweg 8
95448 Bayreuth
Email: info@farbenkranz.de
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