Trockenblumenherz in Regenbogenfarben – 24 × 23 cm
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Was ist Eukalyptus?
Eukalyptus bezeichnet eine artenreiche Pflanzengattung mit mehreren Hundert anerkannten Arten. Für die Floristik werden hauptsächlich beblätterte Zweige verwendet. Sie sind als frische Schnittware, luftgetrocknetes Material oder konservierte Floristikware erhältlich.
Auf Lieferantenetiketten stehen häufig Bezeichnungen wie „Silver Dollar“, „Cinerea“, „Populnea“ oder „Parvifolia“. Diese Handelsnamen erlauben nicht immer eine eindeutige botanische Zuordnung. Eucalyptus cinerea und Eucalyptus populnea sind anerkannte Arten. „Silver Dollar“ wird dagegen für unterschiedliche rundblättrige Eukalyptusarten verwendet, während „Parvifolia“ häufig nur als Handelsbezeichnung erscheint.
Aussehen und Besonderheiten
Die Blattform unterscheidet sich je nach Art und Entwicklungsstadium deutlich. Junge Eukalyptusblätter stehen häufig paarweise gegenüber und können rundlich, herzförmig oder breit eiförmig sein. Ältere Blätter vieler Arten sind schmaler, länglich bis lanzettförmig und erscheinen wechselständig am Zweig.
Besonders rundblättrige Formen bilden im Kranz gleichmäßige, ruhige Flächen. Schmalblättriger Eukalyptus wirkt dagegen stärker linear und lockert die Außenkontur auf. Eucalyptus cinerea besitzt beispielsweise rundliche, blaugrün bis graugrün bereifte Jugendblätter und länglichere ältere Blätter.
Die natürlichen Farbtöne reichen von Grün und Graugrün bis zu mattem Blaugrün. Ein heller, silbrig wirkender Überzug kann durch eine natürliche Wachsschicht entstehen. Beim Lufttrocknen werden die Farben häufig gedeckter und können sich in Richtung Grau, Braungrün oder Beige verändern.
Konservierter Eukalyptus bleibt meist biegsamer und fühlt sich weicher oder leicht ledrig an. Bei intensivem Grün, Rosa, Rot, Orange, Schwarz oder gleichmäßigen Pastelltönen handelt es sich in der Regel um gefärbte beziehungsweise mit farbigen Konservierungslösungen behandelte Ware.
Die Blätter besitzen Öldrüsen und können beim Berühren einen charakteristischen Geruch abgeben. Wie deutlich dieser wahrnehmbar bleibt, hängt jedoch von Art, Alter, Trocknung und Behandlung ab.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Eukalyptus kann im Kranz sowohl Fülle als auch eine klare Linienführung erzeugen. Seine gedeckten Blattfarben verbinden kräftige Blüten mit hellen Gräsern und schaffen ruhigere Übergänge.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als flächige Grundlage unter kleineren Blüten und Gräsern
- zur Gestaltung einer gleichmäßigen Blattkante entlang des Kranzes
- mit längeren Zweigspitzen für eine lockere, natürliche Außenlinie
- als Übergang zwischen kräftigen Farben und neutralen Naturtönen
- in kleinen wiederkehrenden Gruppen zur Gliederung des Kranzverlaufs
Hirse ergänzt Eukalyptus durch feine Rispen oder kompakte Kolben. Fallender Amaranthus bringt Bewegung zwischen die klarer geordneten Blätter. Achillea setzt flächige Blütenstände neben die runden oder länglichen Blattformen. Glixia und Schleierkraut bilden feine Verzweigungen, während Strohblumen deutlichere Farbakzente hinzufügen.
Rundblättriger Eukalyptus eignet sich besonders für ruhig aufgebaute Kränze. Schmalblättrige Zweige können dagegen stärker aus dem Kranz herausgeführt werden und eine bewegtere Silhouette bilden.
Trocknung und Verarbeitung
Eukalyptuszweige können in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und lichtarmen Ort aufgehängt werden. Beim Lufttrocknen werden die Blätter fester und spröder. Sie können sich außerdem leicht einrollen oder ihre Farbe verändern.
Bei konservierter Ware wird häufig ein Verfahren auf Glycerinbasis verwendet. Dabei wird ein Teil der Pflanzenfeuchtigkeit durch eine konservierende Lösung ersetzt. Das Material bleibt dadurch meist geschmeidiger als gewöhnlich getrockneter Eukalyptus. Konservierung und Lufttrocknung sind daher zwei unterschiedliche Verarbeitungsarten.
Was ist Flachs?
Flachs oder Lein ist eine einjährige, aufrecht wachsende Pflanze mit schmalen Blättern und feinen, meist blauen Blüten. Es gibt zahlreiche Kulturformen, die sich unter anderem in Wuchshöhe, Verzweigung und Kapselbildung unterscheiden.
In der Trockenfloristik werden gewöhnlich nicht die kurzlebigen Blüten, sondern die verzweigten Stiele mit ihren kugeligen Fruchtkapseln verwendet. Diese Floristikware wird ebenfalls kurz als Flachs bezeichnet.
Aussehen und Besonderheiten
Flachs besitzt schlanke, glatte Stängel, die sich vor allem im oberen Bereich verzweigen. Die schmalen, ungeteilten Blätter sitzen direkt am Stängel. Faserflachs wächst meist höher und weniger verzweigt, während für die Samengewinnung gezüchtete Formen häufig kürzer und stärker verzweigt sind.
Die Blüten bestehen aus fünf Kronblättern und sitzen an feinen Stielen. Am bekanntesten sind hell- bis himmelblaue Blüten, daneben kommen bei Kulturformen auch weiße oder rosafarbene Varianten vor. Für getrocknete Kränze spielen die Blüten jedoch eine geringere Rolle, da ihre dünnen Kronblätter abfallen und die charakteristischen Kapseln erst nach der Blüte entstehen.
Die Früchte sind annähernd kugelige Kapseln, die aus mehreren Kammern bestehen und bis zu zehn flache Samen enthalten können. Zunächst sind die Kapseln grün. Mit zunehmender Reife und beim Trocknen verändern sie sich zu Strohgelb, Beige, Grau- oder Hellbraun.
Die kleinen Kapseln sitzen einzeln an den Enden der fein verzweigten Stiele. Dadurch entsteht eine Verbindung aus geraden Linien und regelmäßig verteilten, runden Punkten. Die Oberfläche trockener Kapseln ist matt und kann feine Rippen oder Teilungslinien zeigen.
Weißer, kräftig grüner, blauer, schwarzer oder pastellfarbener Flachs aus dem Floristikhandel wurde gewöhnlich gebleicht oder gefärbt. Blaue Fruchtkapseln sind keine Folge der natürlichen blauen Blütenfarbe.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Flachs bringt feine Linien und kleine, klar abgegrenzte Kapseln in den Kranz. Wiederholt eingearbeitete Fruchtstände erzeugen einen ruhigen Rhythmus, ohne so viel Fläche einzunehmen wie größere Blüten oder Blätter.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als lockerer Übergang zwischen kompakten Blüten und feinen Gräsern
- mit längeren Stielen zur Betonung der äußeren Kranzlinie
- in kleinen wiederkehrenden Gruppen für einen gleichmäßigen Rhythmus
- mit kurzen Stielabschnitten als punktuelle Füllung kleiner Zwischenräume
- als verzweigtes Material für asymmetrische und natürlich aufgebaute Kränze
Neben Pampasgras bilden die kleinen, festen Kapseln einen deutlichen Kontrast zu den weichen, volumenreichen Rispen. Strohblumen und Craspedia ergänzen größere runde Formen, während Schleierkraut, Glixia oder Statice feinere Blütenpunkte hinzufügen. Eukalyptus kann die offenen Flachsstrukturen mit ruhigeren Blattflächen verbinden.
Naturfarbener Flachs eignet sich besonders für Gestaltungen in Beige-, Braun- und gedeckten Grüntönen. Gefärbte Varianten können dagegen die Farben anderer Kranzmaterialien wiederholen oder bewusst einzelne Akzente setzen.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Trocknung werden Stiele verwendet, an denen sich bereits feste Fruchtkapseln gebildet haben. Ein Schnitt vor dem vollständigen Öffnen der reifen Kapseln kann verhindern, dass sich während der Trocknung zu viele Samen lösen.
Die Stiele lassen sich nach dem Entfernen überflüssiger Blätter in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufhängen. Der Trocknungsplatz sollte gut belüftet, trocken und lichtarm sein.
Handelsname: Glixia, teilweise auch Glyxia oder Sternblume
Botanische Zuordnung: Häufig Comanthera elegans, älteres Synonym Syngonanthus elegans
Familie: Eriocaulaceae
Natürliche Verbreitung: Comanthera elegans kommt natürlich im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais vor
Einordnung: Floristik- und Handelsname mit nicht immer eindeutiger botanischer Zuordnung
Was ist Glixia?
Glixia ist ein Handelsname für eine feine Trockenblume mit langen, dünnen Stielen und kleinen, sternförmig wirkenden Blütenköpfen. Die Bezeichnung wird im europäischen Floristikhandel häufig mit Comanthera elegans verbunden. Diese Art wurde früher botanisch als Syngonanthus elegans geführt.
Nicht jede als Glixia verkaufte Ware ist jedoch eindeutig gekennzeichnet. Im Handel erscheinen außerdem Bezeichnungen wie Glixia Big, Glixia Marcela oder Glixia Conca. Ohne botanische Lieferantenangabe kann deshalb nicht sicher vorausgesetzt werden, dass alle Varianten derselben Art angehören.
Aussehen und Besonderheiten
Glixia besitzt sehr feine, beinahe drahtartig wirkende Stiele. An ihren Enden sitzen kleine, kompakte Blütenköpfe. Bei Comanthera elegans handelt es sich botanisch nicht um einzelne sternförmige Blüten: Zahlreiche winzige Einzelblüten stehen dicht zusammen und werden von hellen Hüllblättern umgeben. Vor allem diese Hüllblätter erzeugen die typische sternartige Kontur.
Durch die langen Stiele und die voneinander getrennten Blütenköpfe bleibt viel freier Raum zwischen den einzelnen Punkten. Das Material wirkt deshalb luftig und fein, ohne eine geschlossene Fläche zu bilden.
Naturbelassene Trockenware zeigt gewöhnlich Cremeweiß, gebrochenes Weiß und helle Stroh- oder Beigetöne. Gleichmäßig rosa, blau, grün, orange, violett oder kräftig weiß angebotene Glixia wurde in der Regel gefärbt, gebleicht oder anderweitig behandelt. Die jeweilige Handelsfarbe sagt daher nichts über die natürliche Blütenfarbe aus.
Die Bezeichnung „Miniatur-Gänseblümchen“ beschreibt zwar den optischen Eindruck, ist botanisch aber irreführend. Die häufig zugeordnete Comanthera elegans gehört nicht zu den Korbblütlern und ist mit Gänseblümchen oder Kamille nicht näher verwandt.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Glixia setzt kleine, klar erkennbare Punkte auf sehr feinen Stielen. Sie eignet sich besonders, wenn ein Kranz aufgelockert werden soll, ohne zusätzliches Volumen oder große Blütenflächen einzubringen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- vereinzelt zwischen größeren Blüten für feine helle Akzente
- in kleinen Gruppen für eine wiederkehrende Punktstruktur
- entlang der Außenkante für eine lockere, leicht auslaufende Kontur
- mit kurzen Stielen als Füllung in kleinen Zwischenräumen
- mit längeren Stielen für Höhe und eine unregelmäßige Kranzsilhouette
Schleierkraut führt die feine Punktstruktur mit stärker verzweigten Blütenständen fort. Hasenschwanzgras bringt einen weichen, flauschigen Kontrast zu den kleinen festen Köpfen. Phalaris oder Flachs ergänzen Glixia mit größeren, deutlicher abgegrenzten Formen.
Neben Strohblumen oder Craspedia wirkt Glixia zurückhaltender und kann freie Bereiche zwischen den größeren Blütenköpfen verbinden. Gefärbte Varianten eignen sich außerdem, um einzelne Farbtöne eines Kranzes in kleinen Abständen zu wiederholen.
Verarbeitung
Glixia wird für Trockenblumenkränze gewöhnlich bereits als fertige Trockenware verarbeitet. Die dünnen Stiele lassen sich einzeln einsetzen oder zu kleinen Gruppen zusammenfassen.
Beim Zuschneiden und Wickeln sollte das Material am unteren Stiel gehalten werden. Starkes Knicken oder Zusammendrücken kann die Stiele brechen oder die kleinen Blütenköpfe beschädigen. Für kompakte Kränze lassen sich einzelne Stiele zwischen stabileren Materialien befestigen, die ihnen zusätzlichen Halt geben.
Bezeichnung: Hagebutte
Botanische Zuordnung: Früchte verschiedener Arten der Gattung Rosa; häufig von der Hunds-Rose Rosa canina
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Natürliche Verbreitung: Abhängig von der Rosenart; Rosa canina ist von Madeira und Nordwestafrika über Europa bis Zentralasien und Pakistan natürlich verbreitet
Einordnung: Sammelnussfrucht, Scheinfrucht und floristisch verwendetes Naturmaterial
Was ist die Hagebutte?
Als Hagebutten werden die Früchte verschiedener Wild-, Strauch- und Gartenrosen bezeichnet. Es handelt sich daher nicht um eine bestimmte Pflanzenart. Besonders häufig werden sie mit der Hunds-Rose Rosa canina verbunden, doch auch zahlreiche andere Rosenarten bilden auffällige Hagebutten.
Botanisch ist die Hagebutte keine Beere. Der bei der Reife meist fleischige, auffällig gefärbte Blütenbecher umschließt zahlreiche kleine Nüsschen. Diese sind die eigentlichen Einzelfrüchte. Die gesamte Einheit wird als Sammelnussfrucht und zugleich als Scheinfrucht bezeichnet.
Aussehen und Besonderheiten
Form, Größe und Farbe unterscheiden sich deutlich zwischen den einzelnen Rosenarten und Sorten. Hagebutten können rund, oval, eiförmig, birnenförmig oder länglich sein. Manche sitzen einzeln an langen Stielen, andere erscheinen in dicht verzweigten Fruchtständen.
Die Hunds-Rose entwickelt gewöhnlich zahlreiche orangefarbene bis orangerote Hagebutten. Andere Rosen können korallenrote, tiefrote, weinrote oder sehr dunkle Früchte hervorbringen. Auch ihre Größe variiert von kleinen, perlenartigen Punkten bis zu auffälligen, fast kirschgroßen Früchten.
Frische Hagebutten besitzen häufig eine glatte bis leicht glänzende Oberfläche. Während des Trocknens verlieren sie Feuchtigkeit, wodurch sie schrumpfen, Falten bilden und matter werden können. Auch eine Veränderung von kräftigem Rot zu dunkleren Rot-, Braun- oder Orangetönen ist möglich.
Gleichmäßig goldene, weiße oder ungewöhnlich kräftig gefärbte Hagebutten wurden üblicherweise lackiert, gefärbt oder anderweitig behandelt. Bei künstlichen Dekofrüchten handelt es sich nicht um botanisches Trockenmaterial.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Hagebutten bringen klar abgegrenzte, kompakte Formen und kräftige Farbpunkte in einen Kranz. Besonders interessant sind ganze verzweigte Stiele, weil sie neben der Farbe auch eine natürliche Linienführung erzeugen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- einzeln verteilt als kleine rote oder orangefarbene Akzente
- in kurzen Seitentrieben als kompakte Fruchtgruppen
- entlang der Außenkante für eine locker auslaufende Kontur
- mit längeren Zweigen für Höhe und Bewegung
- als Kontrast zu feinen, hellen oder flächigen Trockenmaterialien
Getreide, Hirse und naturfarbene Gräser können die warme Fruchtfarbe mit hellen Beige- und Brauntönen begleiten. Eukalyptus oder Ruskus bilden größere, ruhigere Blattflächen und schaffen einen deutlichen Grün-Rot-Kontrast.
Disteln ergänzen Hagebutten durch feste, kantige Strukturen. Neben Amaranthus oder dunkel gefärbten Trockenblumen entstehen kräftige Rot- und Beerentöne. In zurückhaltenden Kränzen können bereits wenige Früchte ausreichen, um wiederkehrende Farbpunkte zu setzen.
Trocknung und Verarbeitung
Für floristische Arbeiten eignen sich feste, unbeschädigte Früchte ohne weiche oder feuchte Stellen. Ganze Zweige sollten luftig verarbeitet oder an einem trockenen und gut belüfteten Ort getrocknet werden. Sehr reife, weiche Früchte können leichter schrumpfen oder verderben.
Anders als papierartige Trockenblumen behalten Hagebutten beim Lufttrocknen nicht zuverlässig ihre frische, pralle Form. Das Ergebnis hängt von Rosenart, Reifegrad, Fruchtgröße und Umgebungsbedingungen ab.
Beim Wickeln können kurze Seitentriebe mit ausreichend langem Stiel verwendet werden. Kräftigere, verholzte Zweige benötigen meist stabilen Wickeldraht. Bereits trockene Früchte sollten nicht stark gedrückt werden, da sie brechen oder sich vom Stiel lösen können.
Was ist Phalaris?
Phalaris ist der botanische Name einer ganzen Gattung innerhalb der Süßgräser. In der Trockenfloristik bezeichnet „Phalaris“ meist das Kanariengras Phalaris canariensis. Der Artname verweist auf die Kanarischen Inseln, die zu seinem natürlichen Verbreitungsgebiet gehören.
Verwendet werden die langen Halme mit ihren kompakten, eiförmigen Blütenständen. Was auf den ersten Blick wie eine kleine Ähre aussieht, ist botanisch eine sehr dichte Rispe aus zahlreichen Ährchen. Die klar begrenzte Form macht Phalaris zu einem auffälligen, aber nicht flächigen Gestaltungselement.
Aussehen und Besonderheiten
Kanariengras wächst einjährig und bildet aufrechte oder leicht aufsteigende Halme. Je nach Standort können diese etwa 20 bis 120 Zentimeter hoch werden. Die schmalen, flachen Blätter sitzen entlang des Halms.
Der dichte Blütenstand ist überwiegend eiförmig bis kurz länglich und ungefähr 1,5 bis 6 Zentimeter lang. Seine eng anliegenden Ährchen erzeugen eine geschlossene, schuppenartige Oberfläche. Die Hüllspelzen sind zunächst weißlich bis blassgrün und besitzen charakteristische dunklere grüne Längsstreifen.
Während der Trocknung verändert sich die natürliche Farbe meist von Grün oder Grünweiß zu Strohgelb, Beige und hellem Braun. Je nach Erntezeitpunkt können die grünen Streifen noch sichtbar bleiben oder mit der Zeit deutlich verblassen.
Im Floristikhandel ist Phalaris außerdem in gebleichter und gefärbter Form erhältlich. Pastellfarben, kräftiges Rosa, Blau, Violett, Orange oder Schwarz gehören nicht zur natürlichen Farbpalette. Bei behandelter Ware können die Färbung und Oberflächenwirkung abhängig vom verwendeten Verfahren unterschiedlich gleichmäßig ausfallen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Phalaris bringt kleine, klar umrissene Formen und eine ruhige Wiederholung in einen Trockenblumenkranz. Die kompakten Blütenstände setzen deutlichere Punkte als fein verzweigte Füllmaterialien, bleiben jedoch zurückhaltender als große Blüten.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als wiederkehrende Akzente entlang der Kranzform
- in kleinen Gruppen für einen klaren farblichen Schwerpunkt
- auf unterschiedlich langen Halmen für Höhe und Bewegung
- als Übergang zwischen großen Blüten und feinen Gräsern
- in gefärbter Form zur Aufnahme einzelner Farben des Kranzes
Pampasgras oder Lagurus ergänzen Phalaris durch weichere und lockerere Oberflächen. Craspedia greift die geschlossene Form auf, setzt mit ihren kugeligen Köpfen aber einen stärkeren Akzent. Statice und Schleierkraut bilden einen fein verzweigten Kontrast, während Eukalyptus oder Ruscus größere, ruhigere Blattflächen hinzufügen.
Bei kleinen Kränzen können bereits einzelne Halme als deutlich sichtbare Akzente ausreichen. Mehrere dicht nebeneinander angeordnete Blütenstände erzeugen dagegen eine kompaktere und geordnetere Wirkung. Die langen Halme lassen sich außerdem gut nutzen, um die runde Kranzform stellenweise bewusst zu überschreiten.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Trocknung eignen sich gut entwickelte, unbeschädigte Blütenstände, deren Ährchen noch fest sitzen. Je nach Schnittzeitpunkt bleibt das Material zunächst grünlicher oder entwickelt während der Trocknung schneller strohfarbene Töne.
Überschüssige Blätter können entfernt und die Halme anschließend in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufgehängt werden. Der Platz sollte trocken, gut belüftet und möglichst lichtarm sein. Dadurch kann die Feuchtigkeit entweichen, ohne dass das Material unnötig stark dem Licht ausgesetzt wird.
Was ist die Rispenhortensie?
Die Rispenhortensie ist ein sommergrüner Strauch oder kleiner Baum. Im Gegensatz zu Hortensien mit annähernd kugelförmigen Blütenständen bildet sie verzweigte, meist kegelförmige Rispen. Für die Trockenfloristik werden die vollständigen Blütenstände oder kleinere abgetrennte Abschnitte verwendet.
Die Rispen setzen sich aus zahlreichen kleinen fertilen Blüten und größeren sterilen Schaublüten zusammen. Das Verhältnis dieser beiden Blütentypen unterscheidet sich zwischen den Sorten. Deshalb können die Blütenstände locker und durchscheinend oder ausgesprochen dicht und volumenreich erscheinen.
Aussehen und Besonderheiten
Die Blütenrispen stehen überwiegend am Ende der Triebe und sind kegelförmig bis pyramidal aufgebaut. Viele feine Verzweigungen tragen die kleinen fertilen Blüten und die auffälligeren Schaublüten. Was bei diesen Schaublüten wie große Blütenblätter aussieht, sind vergrößerte Kelchblätter.
Die natürliche Ausgangsfarbe liegt überwiegend zwischen Grünlichweiß, Cremeweiß und Weiß. Bei zahlreichen Gartensorten verändert sich die Farbe mit zunehmender Reife zu Rosa, Altrosa oder rötlichen Tönen. Andere Sorten bleiben heller oder entwickeln ausgeprägtere Grün-, Beige- und Braunnuancen. Der genaue Farbverlauf hängt daher von der Sorte und dem Schnittzeitpunkt ab.
Beim Trocknen verlieren die Farben meist an Leuchtkraft. Aus Weiß, Rosa oder Grün entstehen häufig gedeckte Creme-, Altrosa-, Salbei-, Beige- oder Hellbrauntöne. Diese Veränderungen gehören zum natürlichen Alterungs- und Trocknungsprozess. Später geschnittene Rispen zeigen gewöhnlich stärker ausgeprägte Vintagefarben als junge Blütenstände.
Im Handel können Rispenhortensien zusätzlich gebleicht, gefärbt oder konserviert angeboten werden. Sehr kräftige, ungewöhnliche oder vollkommen gleichmäßige Farbtöne sollten deshalb nicht automatisch als natürliche Blütenfarbe eingeordnet werden.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Rispenhortensien bilden größere, weiche Flächen und bringen deutlich mehr Volumen in den Kranz als schmale Gräser oder kleine Einzelblüten. Gleichzeitig bleibt durch die verzweigte Rispenform eine erkennbare Gliederung erhalten.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als größerer Schwerpunkt in einem asymmetrisch gestalteten Kranz
- in kleineren Abschnitten zum Füllen breiterer Zwischenräume
- entlang der Kranzform für einen weichen, fließenden Übergang
- am äußeren Rand für eine locker auslaufende Kontur
- als ruhige Fläche zwischen kleinteiligen und stark strukturierten Materialien
Achillea kann die flächige Wirkung mit kleineren, klarer begrenzten Blütenständen fortführen. Pampasgras oder Lagurus ergänzen die Rispenhortensie durch weichere Oberflächen, während Phalaris und Weizen schmalere Formen hinzufügen. Eukalyptus, Ruscus oder Farn schaffen ruhigere Blattflächen und können die gedeckten Grün-, Rosa- und Beigetöne aufgreifen.
Für kleinere Kränze wird der große Blütenstand meist in einzelne Verzweigungen geteilt. Bei größeren Kränzen können umfangreichere Rispenabschnitte als deutliches Volumenelement eingesetzt werden.
Trocknung und Verarbeitung
Rispenhortensien sollten für die Lufttrocknung nicht während ihres sehr jungen, weichen Blütenstadiums geschnitten werden. Geeigneter sind Rispen, die bereits teilweise an der Pflanze ausgereift sind. Die Schaublüten fühlen sich dann fester und leicht papierartig an und zeigen häufig schon erste Grün-, Rosa- oder Beigetöne.
Nach dem Schnitt werden die Blätter entfernt. Die Stiele können einzeln kopfüber aufgehängt oder aufrecht in eine Vase mit wenig Wasser gestellt werden. Das Wasser wird nicht nachgefüllt, sodass die Blütenstände langsam trocknen. Der Standort sollte trocken, lichtarm und gut belüftet sein.
Was ist eine Rose?
Als Rosen werden die Arten der Pflanzengattung Rosa sowie zahlreiche daraus entstandene Sorten und Hybriden bezeichnet. Die Gattung gehört zu den Rosengewächsen und umfasst aufrecht wachsende, bogig überhängende oder kletternde Sträucher. Ihre Triebe sind häufig mit Stacheln besetzt.
In der Floristik werden vor allem die Blüten und Knospen verarbeitet. Auch die später entstehenden Hagebutten können als eigenständiges Naturmaterial verwendet werden. Handelsübliche Schnitt- und Trockenrosen lassen sich meist keiner einzelnen Wildart zuordnen, da es sich überwiegend um gezüchtete Sorten oder Hybriden handelt.
Aussehen und Besonderheiten
Rosenblüten unterscheiden sich stark in Größe und Form. Wildrosen besitzen häufig einfache, offene Blüten mit gut sichtbaren Staubblättern. Bei vielen Kulturrosen sind dagegen zahlreiche Blütenblätter dicht angeordnet. Die Formen reichen von flach und schalenförmig bis zu kugeligen, rosettenartigen oder pomponartigen Blüten.
Auch die Farbpalette ist breit. Sie umfasst unter anderem Weiß, Creme, Gelb, Apricot, Orange, Rosa, Rot und dunkles Bordeaux. Manche Sorten zeigen Farbverläufe oder unterschiedlich gefärbte Innen- und Außenseiten der Blütenblätter.
Während der Trocknung verlieren Rosen einen Teil ihres Volumens. Die Blütenblätter werden dünn und papierartig, während sich die Blütenform je nach Trocknungsmethode stärker zusammenziehen oder weitgehend erhalten kann. Helle Farben entwickeln häufig gedeckte Creme- und Beigetöne. Rosa kann dunkler oder leicht mauvefarben werden, während rote Blüten oft in Richtung Dunkelrot, Bordeaux oder Violett nachdunkeln.
Zusätzlich werden gebleichte oder künstlich gefärbte Rosen angeboten. Diese können deutlich heller oder farbintensiver erscheinen als natürlich getrocknete Blüten und sollten von deren natürlichen Farbveränderungen unterschieden werden.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Getrocknete Rosen eignen sich besonders als deutlich erkennbare Haupt- und Akzentblüten. Ihre kompakte Form schafft ruhige Flächen zwischen feinen Gräsern und locker verzweigten Materialien. Schon wenige größere Rosen können die Blickführung eines Kranzes bestimmen.
Kleinere Blüten und Rosenknospen lassen sich dichter verteilen und wirken dabei zurückhaltender als vollständig geöffnete Blüten. Je nach gewünschter Gestaltung bieten sich beispielsweise folgende Kombinationen an:
- Cremefarbene Rosen mit Pampasgras, Phalaris und Hasenschwanzgras für einen hellen Kranz in Naturtönen
- Rosa Rosen mit Schleierkraut, Glixia oder Broom Bloom für eine feinere, locker aufgebaute Gestaltung
- Dunkelrote Rosen mit Eukalyptus, Ruskus und naturfarbenen Gräsern für deutliche Farbkontraste
- Einzelne größere Blüten als Schwerpunkt in einem asymmetrisch gewickelten Kranz
- Kleine Rosenknospen als Übergang zwischen kräftigen Blüten und filigranen Füllmaterialien
Durch ihre runde bis rosettenartige Form setzen Rosen einen klaren Gegenpol zu langen, linearen Materialien wie Weizen, Phalaris oder verschiedenen Gräsern. In dichter Anordnung entstehen kompakte Blütenbereiche, während einzeln gesetzte Rosen stärker als Blickpunkte hervortreten.
Trocknung und Verarbeitung
Rosen können an der Luft oder mithilfe eines Trockenmittels getrocknet werden. Bei dicht gefüllten Blüten kann Silicagel die Blütenblätter während der Trocknung stützen und dadurch helfen, die räumliche Form besser zu bewahren. Luftgetrocknete Rosen ziehen sich meist stärker zusammen und erhalten eine bewusst trockenere, unregelmäßigere Erscheinung.
Für die Verarbeitung im Kranz müssen die empfindlichen Blütenköpfe vorsichtig befestigt werden. Besonders vollständig geöffnete, getrocknete Blüten können bei Druck einzelne Blütenblätter verlieren.
Was ist Schleierkraut?
Schleierkraut ist eine krautige, mehrjährige Pflanze mit aufrechten und stark verzweigten Stängeln. An den feinen Verzweigungen sitzen zahlreiche kleine Blüten, die zusammen einen lockeren, rispenartigen Blütenstand bilden.
Für die Floristik werden die verzweigten Blütenstiele im Ganzen oder in kleineren Abschnitten verwendet. Unter dem deutschen Namen Schleierkraut können allerdings auch andere Arten und Zuchtformen der Gattung Gypsophila angeboten werden. Dieser Artikel behandelt ausdrücklich Gypsophila paniculata.
Aussehen und Besonderheiten
Die dünnen Stängel verzweigen sich mehrfach und tragen schmale, blaugrüne bis graugrüne Blätter. Im oberen Bereich entsteht ein weit verzweigter Blütenstand mit sehr vielen kleinen Einzelblüten. Durch die großen Abstände zwischen den feinen Zweigen wirkt das Material leicht und durchscheinend.
Die Wildform besitzt überwiegend weiße, gelegentlich sehr blass rosafarbene Blüten. Sie bestehen aus fünf kleinen Blütenblättern. Bei floristisch verwendeten Sorten kommen neben einfachen auch halbgefüllte und gefüllte Blüten vor. Gefüllte Sorten erscheinen etwas kompakter und bilden deutlichere kleine Blütenpunkte.
Beim Trocknen kann sich reines Weiß zu Cremeweiß, Elfenbein oder hellem Beige verändern. Rosafarbene Sorten entwickeln häufig mattere Altrosa- und Pudertöne. Einzelne Blüten können bräunlich werden oder sich vom Stiel lösen.
Im Handel ist Schleierkraut außerdem gebleicht, gefärbt oder anderweitig behandelt erhältlich. Rosa, Gelb, Orange, Rot, Blau, Lila und weitere kräftige oder auffallend gleichmäßige Farbtöne entstehen gewöhnlich durch eine nachträgliche Behandlung. Auch die Beweglichkeit und Oberflächenwirkung der Zweige kann sich dadurch verändern.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Schleierkraut schafft feine Übergänge und füllt Zwischenräume, ohne größere Blüten oder strukturstarke Materialien vollständig zu verdecken. Die zahlreichen kleinen Blütenpunkte verbinden einzelne Gestaltungselemente optisch miteinander.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- zwischen größeren Blüten zum lockeren Schließen kleiner Lücken
- entlang der äußeren Kranzlinie für eine weich auslaufende Kontur
- in kleinen Gruppen für wiederkehrende Blütenpunkte
- als feine Grundlage unter stärker abgegrenzten Materialien
- in gefärbter Form zur Wiederholung einzelner Farbtöne im Kranz
Craspedia, Gomphrena oder Strohblumen setzen zwischen den feinen Verzweigungen klar begrenzte Formen. Pampasgras und Lagurus ergänzen Schleierkraut durch weichere, kompaktere Oberflächen. Phalaris oder Weizen schaffen geradlinigere Akzente, während Eukalyptus und Ruscus größere, ruhigere Blattflächen hinzufügen.
Für kleine Kränze lassen sich die verzweigten Stiele in kurze Abschnitte teilen. Bei größeren Kränzen können längere Zweige verwendet werden, um eine lockere Kontur oder fließende Übergänge zu gestalten.
Trocknung und Verarbeitung
Zum Trocknen eignen sich Stiele, bei denen der überwiegende Teil der Blüten bereits geöffnet ist. Überschüssige Blätter werden entfernt und die Stängel anschließend in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufgehängt. Der Standort sollte trocken, dunkel und gut belüftet sein.
Vollständig getrocknetes Schleierkraut ist leicht und empfindlich. Beim Wickeln sollte es möglichst an einem kräftigeren Stängelabschnitt gehalten werden. Starker Druck, häufiges Nachjustieren und enges Biegen können die feinen Verzweigungen brechen oder Blüten ablösen.
Pflege und Haltbarkeit
Getrocknetes Schleierkraut sollte ausschließlich in trockenen Innenräumen verwendet und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden.
Was ist Craspedia?
Unter dem Namen Craspedia wird in der Floristik meist eine Trockenblume mit kugeligen gelben Blütenständen und langen, geraden Stielen angeboten. Der heute akzeptierte botanische Name der im alten Artikel gemeinten Art lautet Pycnosorus globosus. Die frühere Bezeichnung Craspedia globosa wird im Pflanzen- und Floristikhandel weiterhin häufig verwendet.
Floristisch verarbeitet werden hauptsächlich die langen Blütenstiele mit den daran sitzenden kugeligen Köpfen. Die Laubblätter sind bei fertiger Schnitt- und Trockenware meist entfernt. Im Englischen wird die Art wegen ihres Aussehens unter anderem Billy Buttons oder Drumsticks genannt.
Aussehen und Besonderheiten
Was auf den ersten Blick wie eine einzelne kugelige Blüte aussieht, ist botanisch ein zusammengesetzter Blütenstand. Eine Kugel besteht aus zahlreichen kleinen Teilköpfchen, die wiederum mehrere gelbe Röhrenblüten enthalten. Dadurch entsteht die gleichmäßige, fein strukturierte Oberfläche.
Die kugeligen Blütenstände erreichen bei der Wildart ungefähr acht Millimeter bis dreieinhalb Zentimeter Durchmesser. Sie sitzen einzeln auf aufrechten, überwiegend unverzweigten Stielen. Diese klare Trennung zwischen geradem Stiel und rundem Kopf macht Craspedia auch in getrockneter Form leicht erkennbar.
Die natürliche Blütenfarbe ist Gelb. Während der Trocknung kann sie etwas gedeckter oder senfgelber werden. Im Floristikhandel werden außerdem gefärbte Varianten angeboten. Rosa, Orange, Rot, Blau, Schwarz oder andere ungewöhnliche Farbtöne entsprechen daher nicht der natürlichen Färbung.
Getrocknete Craspedia behält ihre kugelige Grundform vergleichsweise gut. Die Oberfläche kann jedoch bei Druck beschädigt werden oder einzelne kleine Bestandteile verlieren. Auch die langen Stiele lassen sich zwar gut ausrichten, können bei starkem Knicken aber brechen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Craspedia ist vor allem ein punktförmiges Akzentmaterial. Ihre runden Köpfe heben sich deutlich von länglichen Gräsern, verzweigten Füllmaterialien und größeren Blattformen ab. Bereits wenige Blütenstände können deshalb innerhalb eines Kranzes gut sichtbar sein.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als einzelne gelbe Farbpunkte zwischen gedeckten Naturtönen
- als kleine Gruppe innerhalb einer asymmetrisch gebundenen Partie
- für wiederkehrende runde Formen entlang des Kranzverlaufs
- zur Gliederung zwischen lockeren Gräsern und flächigen Blättern
- mit unterschiedlich langen Stielen für kleine Höhenabstufungen
Hasenschwanzgras bildet mit seinen weichen, ovalen Blütenständen einen sanften Formkontrast zu den festen Kugeln. Eukalyptus oder Ruskus ergänzen größere, ruhigere Blattflächen. Briza und Broom Bloom bringen feine Verzweigungen und Bewegung zwischen die klar abgegrenzten Blütenköpfe. Neben Strohblumen können Farbe und kompakte Form wiederholt werden, ohne dass beide Materialien gleich aussehen.
Bei kleinen Kränzen genügen meist wenige kurze Stiele. Werden zu viele Kugeln dicht nebeneinandergesetzt, können sie schnell eine geschlossene Punktfläche bilden und ihre Wirkung als einzelne Akzente verlieren.
Trocknung und Verarbeitung
Craspedia eignet sich zum Lufttrocknen. Die Stiele können einzeln oder in kleinen Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und lichtarmen Ort aufgehängt werden. Die Blütenköpfe sollten dabei nicht aneinandergepresst werden.
Für einen Kranz lassen sich die Stiele auf die gewünschte Länge kürzen und mit feinem Wickeldraht befestigen. Beim Einarbeiten sollte der Stiel gehalten werden, damit kein unnötiger Druck auf den kugeligen Blütenstand entsteht. Ein zusätzliches Fixierspray ist normalerweise nicht erforderlich und kann Oberfläche oder Farbe verändern.
Bezeichnung: Hirse
Botanische Zuordnung: In der Floristik häufig Rispenhirse Panicum miliaceum oder Kolbenhirse Setaria italica
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Natürliche Verbreitung: Je nach Art unterschiedlich; Panicum miliaceum wird botanisch dem Gebiet vom indischen Subkontinent bis Myanmar zugeordnet, Setaria italica gilt als Kulturpflanze chinesischen Ursprungs
Einordnung: Sammelbezeichnung, Floristikname und getrockneter Fruchtstand verschiedener Hirsearten
Was ist Hirse?
Floristisch verwendet werden die vollständigen Halme mit ihren ausgereiften Blüten- beziehungsweise Fruchtständen. Beide Arten gehören zur Familie der Süßgräser, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Form: Rispenhirse erscheint locker verzweigt, während Kolbenhirse einen dichten, kompakten und kolbenähnlichen Fruchtstand bildet.
Aussehen und Besonderheiten
Die Rispenhirse trägt einen länglichen bis eiförmigen, stark verzweigten Blütenstand. An seinen feinen Seitenästen sitzen zahlreiche kleine Ährchen. Mit zunehmender Reife kann sich die Rispe durch deren Gewicht nach unten neigen. Je nach Sorte bleibt sie relativ kompakt oder entwickelt eine offenere, weiter ausgebreitete Form.
Die sogenannte Kolbenhirse bildet botanisch keinen echten Kolben, sondern eine sehr dichte, ährenähnliche Rispe. Sie kann aufrecht stehen oder sich im reifen Zustand bogenförmig neigen. Zwischen den dicht angeordneten Ährchen befinden sich zahlreiche feine Borsten, die dem Fruchtstand seine raue, leicht bürstenartige Oberfläche geben.
Unreife Hirse zeigt überwiegend grüne Farbtöne. Während der Reife und Trocknung entwickeln sich je nach Art und Sorte Creme, Gelb, Beige, Strohbraun oder dunklere Brauntöne. Die Körner der Rispenhirse können ebenfalls unterschiedlich gefärbt sein.
Im Floristikhandel wird Hirse außerdem gebleicht oder gefärbt angeboten. Gleichmäßiges Weiß sowie intensive Rosa-, Orange-, Blau- oder Violetttöne sind üblicherweise das Ergebnis einer nachträglichen Behandlung.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Hirse bringt viele kleine Einzelformen und eine deutlich erkennbare Linienführung in einen Trockenblumenkranz. Welche gestalterische Funktion sie übernimmt, hängt vor allem von der verwendeten Art ab.
Rispenhirse eignet sich beispielsweise:
- als lockeres Füllmaterial zwischen größeren Blüten
- für verzweigte Linien und bewegte Außenkanten
- zur Verbindung kompakter und luftiger Kranzbereiche
- mit kurzen Seitentrieben zur Füllung kleiner Zwischenräume
Kolbenhirse setzt dagegen kräftigere, längliche Akzente. Einzelne Fruchtstände können sichtbar aus dem Kranz herausgeführt oder in kleinen Gruppen angeordnet werden. Durch ihre kompakte Form bilden sie einen deutlichen Kontrast zu feinen Gräsern und verzweigten Blütenständen.
Phalaris ergänzt Hirse mit kleineren, klar abgegrenzten Ähren. Hasenschwanzgras bringt eine weichere Oberfläche hinzu, während Achillea mit ihren flächigen Blütenständen eine ruhigere Gegenform schafft. Eukalyptus oder Ruskus können größere Blattflächen ergänzen und die kleinteilige Struktur der Hirse optisch einrahmen.
Trocknung und Verarbeitung
Hirse lässt sich wie andere Gräser und Samenstände an einem trockenen, gut belüfteten und lichtarmen Ort lufttrocknen. Die Halme werden dafür in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufgehängt. Dichte Fruchtstände sollten nicht zusammengedrückt werden, damit Luft zwischen den einzelnen Halmen zirkulieren kann.
Vollständig getrocknete Halme können spröde werden und sollten beim Wickeln nicht scharf geknickt werden. Sehr reife Fruchtstände können außerdem einzelne Körner oder Pflanzenteile verlieren. Die Aussage, Hirse riesele grundsätzlich kaum, lässt sich daher nicht verallgemeinern.
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Buntes Trockenblumenherz mit Strohblumen, Rosen und Eucalyptus
Bei diesem Trockenblumenherz steht die Farbe im Mittelpunkt. Unterschiedliche Blüten, Gräser und Zweige treffen auf einer gesteckten Herzform zusammen und bilden eine abwechslungsreiche Komposition in einer bunten Regenbogen-Farbwelt.
Strohblumen, Glixia, Rispenhortensie, Schleierkraut, Hagebutten und Rosen werden durch Hafer, Phalaris, Eucalyptus, Craspedia und Flachs ergänzt. Pinker Draht setzt zwischen den natürlichen Pflanzenformen einen zusätzlichen farbigen Akzent.
Details auf einen Blick
- Form: Herz
- Maße: 24 × 23 cm
- Tiefe: 9 cm
- Farben: bunt, Regenbogen
- Basis: Steckschwammunterlage in Herzform, Biolit
- Materialien: Draht, Strohblumen, Glixia, Rispenhortensie, Schleierkraut, Hagebutten, Rosen, Hirse, Phalaris, Eucalyptus, Craspedia und Flachs
- Technik: auf Steckschwammunterlage gesteckt
Viele Blüten und Strukturen in einer Herzform
Die Mischung aus kompakten Blütenköpfen, lockeren Rispen und feinen Gräsern sorgt für eine deutlich strukturierte Oberfläche. Strohblumen, Rosen und Craspedia treten stärker hervor, während Schleierkraut und Glixia kleinere Blütenakzente setzen. Eucalyptus, Hirse, Phalaris und Flachs bringen zusätzliche Linien und unterschiedliche Formen in die Gestaltung.
Farbenfrohe Dekoration mit Regenbogencharakter
Mit 24 × 23 cm und einer Tiefe von 9 cm wirkt das Herz deutlich plastischer als flach gewickelte Varianten. Die bunte Gestaltung kann als floraler Akzent an einer Wand oder auf einer ausreichend großen Ablagefläche in trockenen Innenräumen eingesetzt werden.
Weitere Hinweise
- Nur für trockene Innenräume geeignet
- Bitte vor Feuchtigkeit, Wasser und direkter Sonne schützen
- Leichte Farb- und Strukturabweichungen sind materialbedingt möglich
- Einzelne Pflanzenteile oder Dekoelemente können sich beim Versand lösen – das beeinträchtigt nicht die Gesamtwirkung
- Enthält echte Pflanzenbestandteile – bei Allergien bitte beachten
Produktsicherheit
Herstellerinformationen
Andrea Rusche
Leiteweg 8
95448 Bayreuth
Email: info@farbenkranz.de
Verantwortliche Person in der EU
Andrea Rusche
Leiteweg 8
95448 Bayreuth
Email: info@farbenkranz.de
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