Rose
- Botanischer Name
- Rosa
- Familie
- Rosengewächse (Rosaceae)
- Natürliche Verbreitung
- Gemäßigte und subtropische Gebiete der Nordhalbkugel
- Einordnung
- Gattung
Was ist eine Rose?
Als Rosen werden die Arten der Pflanzengattung Rosa sowie zahlreiche daraus entstandene Sorten und Hybriden bezeichnet. Die Gattung gehört zu den Rosengewächsen und umfasst aufrecht wachsende, bogig überhängende oder kletternde Sträucher. Ihre Triebe sind häufig mit Stacheln besetzt.
In der Floristik werden vor allem die Blüten und Knospen verarbeitet. Auch die später entstehenden Hagebutten können als eigenständiges Naturmaterial verwendet werden. Handelsübliche Schnitt- und Trockenrosen lassen sich meist keiner einzelnen Wildart zuordnen, da es sich überwiegend um gezüchtete Sorten oder Hybriden handelt.
Aussehen und Besonderheiten
Rosenblüten unterscheiden sich stark in Größe und Form. Wildrosen besitzen häufig einfache, offene Blüten mit gut sichtbaren Staubblättern. Bei vielen Kulturrosen sind dagegen zahlreiche Blütenblätter dicht angeordnet. Die Formen reichen von flach und schalenförmig bis zu kugeligen, rosettenartigen oder pomponartigen Blüten.
Auch die Farbpalette ist breit. Sie umfasst unter anderem Weiß, Creme, Gelb, Apricot, Orange, Rosa, Rot und dunkles Bordeaux. Manche Sorten zeigen Farbverläufe oder unterschiedlich gefärbte Innen- und Außenseiten der Blütenblätter.
Während der Trocknung verlieren Rosen einen Teil ihres Volumens. Die Blütenblätter werden dünn und papierartig, während sich die Blütenform je nach Trocknungsmethode stärker zusammenziehen oder weitgehend erhalten kann. Helle Farben entwickeln häufig gedeckte Creme- und Beigetöne. Rosa kann dunkler oder leicht mauvefarben werden, während rote Blüten oft in Richtung Dunkelrot, Bordeaux oder Violett nachdunkeln.
Zusätzlich werden gebleichte oder künstlich gefärbte Rosen angeboten. Diese können deutlich heller oder farbintensiver erscheinen als natürlich getrocknete Blüten und sollten von deren natürlichen Farbveränderungen unterschieden werden.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Getrocknete Rosen eignen sich besonders als deutlich erkennbare Haupt- und Akzentblüten. Ihre kompakte Form schafft ruhige Flächen zwischen feinen Gräsern und locker verzweigten Materialien. Schon wenige größere Rosen können die Blickführung eines Kranzes bestimmen.
Kleinere Blüten und Rosenknospen lassen sich dichter verteilen und wirken dabei zurückhaltender als vollständig geöffnete Blüten. Je nach gewünschter Gestaltung bieten sich beispielsweise folgende Kombinationen an:
- Cremefarbene Rosen mit Pampasgras, Phalaris und Hasenschwanzgras für einen hellen Kranz in Naturtönen
- Rosa Rosen mit Schleierkraut, Glixia oder Broom Bloom für eine feinere, locker aufgebaute Gestaltung
- Dunkelrote Rosen mit Eukalyptus, Ruskus und naturfarbenen Gräsern für deutliche Farbkontraste
- Einzelne größere Blüten als Schwerpunkt in einem asymmetrisch gewickelten Kranz
- Kleine Rosenknospen als Übergang zwischen kräftigen Blüten und filigranen Füllmaterialien
Durch ihre runde bis rosettenartige Form setzen Rosen einen klaren Gegenpol zu langen, linearen Materialien wie Weizen, Phalaris oder verschiedenen Gräsern. In dichter Anordnung entstehen kompakte Blütenbereiche, während einzeln gesetzte Rosen stärker als Blickpunkte hervortreten.
Trocknung und Verarbeitung
Rosen können an der Luft oder mithilfe eines Trockenmittels getrocknet werden. Bei dicht gefüllten Blüten kann Silicagel die Blütenblätter während der Trocknung stützen und dadurch helfen, die räumliche Form besser zu bewahren. Luftgetrocknete Rosen ziehen sich meist stärker zusammen und erhalten eine bewusst trockenere, unregelmäßigere Erscheinung.
Für die Verarbeitung im Kranz müssen die empfindlichen Blütenköpfe vorsichtig befestigt werden. Besonders vollständig geöffnete, getrocknete Blüten können bei Druck einzelne Blütenblätter verlieren.
Pflege und Haltbarkeit
Getrocknete Rosen sollten vor Wasser und hoher Luftfeuchtigkeit geschützt werden. Dauerhafte direkte Sonneneinstrahlung kann die Farben mit der Zeit aufhellen oder verändern.
Staub lässt sich vorsichtig mit einem weichen Pinsel oder einem schwachen Luftstrom entfernen. Die Blüten sollten möglichst wenig berührt oder zusammengedrückt werden, da trockene Blütenblätter brechen und sich lösen können. Solche Veränderungen gehören zu den natürlichen Eigenschaften getrockneter Pflanzen.