Trockenblumenkränze sind längst keine verstaubte Deko mehr – sie sind echte Raumgestalter. Aber: Nicht jeder Kranz passt zu jedem Stil. Ein minimalistischer Japandi-Raum braucht etwas völlig anderes als ein gemütliches Cottage-Wohnzimmer. Und die richtige Kombination aus Blumen, Kranzform und Wandfarbe macht den Unterschied zwischen „nett“ und „wow“.
Dieser Artikel zeigt dir, welche Trockenblumen zu den beliebtesten Einrichtungsstilen passen, wie du Kränze gezielt inszenierst und welche Wandfarben besonders gut mit Trockenblumen harmonieren.
Welche Trockenblumen passen zu deinem Einrichtungsstil? Der Überblick
Bevor es ins Detail geht, hier die wichtigste Orientierung auf einen Blick:
| Einrichtungsstil | Empfohlene Trockenblumen | Kranzform | Passende Wandfarben |
|---|---|---|---|
| Japandi / Wabi-Sabi | Zweige (Hasel, Magnolie), Banksia, Lotus, gebleichter Ruscus, Lunaria | Asymmetrischer Metallring (Hoop), viel Negativraum | Creme, Greige, Anthrazit |
| Scandi 2.0 / Lagom | Weizen, Hafer, Eukalyptus, Schleierkraut, Craspedia | Lockerer Strohrömer im Wild-Garden-Look | Gebrochenes Weiß, Salbei, Hellblau |
| Modern Boho / Soft Industrial | Pampasgras, Palm Spears, Lagurus, Strohblumen, Protea | Üppig, voluminös, gerne mit Makramee-Details | Terrakotta, Senfgelb, Rostrot, Oliv |
| Nostalgic Lens / Cottage Core | Rosen, Hortensien, Lavendel, Zittergras, Mohnkapseln | Kompakt und rund, Herzformen, Samtbänder | Flieder, Rosa, Puder, Vintage-Weiß |
| Dark Interior | Goldgelber Weizen (Kontrast) oder braunes Pampasgras (Harmonie) | Großformatiger Solitär-Kranz | Deep Ocean, Mocha Mousse, Waldgrün |
Diese Tabelle ist dein Schnelleinstieg. In den folgenden Abschnitten findest du zu jedem Stil die ausführlichen Empfehlungen – mit konkreten Pflanzen, Kranzformen und Inszenierungstipps.
Japandi und Wabi-Sabi: Skulpturale Reduktion mit Zweigen und Strukturpflanzen
Japandi verbindet japanische Ästhetik mit skandinavischem Funktionalismus. Seit 2024 hat sich der Stil spürbar weiterentwickelt: Er ist dunkler, erdiger und stärker vom Wabi-Sabi-Gedanken geprägt. Wabi-Sabi würdigt die Schönheit im Unvollkommenen und Vergänglichen – und genau das macht ihn zum perfekten Partner für Trockenblumen.
Dunkle Hölzer wie Walnuss oder geölte Eiche, Stein und Leinen bestimmen den Raum. Üppigkeit wird hier als Lärm empfunden. Die Devise: weniger Blüte, mehr Struktur.
Passende Trockenblumen für Japandi
Im Japandi-Stil geht es nicht um die Blüte, sondern um den Zweig, die Linie, die Form. Diese Trockenblumen passen:
Zweige und Äste bilden das Herzstück. Korkenzieherhasel mit ihren verdrehten Formen, getrocknete Magnolienzweige oder Baumwollzweige – die Struktur des Holzes selbst ist hier das Designelement.
Strukturelle Exoten wie Banksia, Protea und Lotus-Kapseln wirken im getrockneten Zustand fast wie aus Holz geschnitzt. Sie verkörpern den Wabi-Sabi-Gedanken der natürlichen Alterung perfekt.
Gräser kommen nur einzeln und linear zum Einsatz. Ein hochgewachsener Stiel Pampasgras (nicht buschig, sondern grafisch) oder Chinaschilf (Miscanthus) setzt einen ruhigen Akzent.
Gebleichter Ruscus bietet einen starken grafischen Kontrast zu dunklen Wänden. Lunaria (Silberblatt) mit seiner transluzenten, papierartigen Textur erinnert an japanische Shoji-Wände und passt damit hervorragend in dieses Konzept.
Wenn du im Japandi-Umfeld mit viel Negativraum arbeitest, können asymmetrische Formen besonders spannend sein. Inspiration dafür findest du zum Beispiel beim Konzept des Broken Wreath, bei dem der Kreis bewusst unterbrochen wird und Linien wichtiger sind als Fülle – eine Idee, die die stille, reduzierte Bildsprache dieses Wohnstils wunderbar aufgreift.
Der richtige Kranz: Asymmetrische Hoops mit Negativraum
Klassische, voll gebundene Kränze sind für den Japandi-Stil oft zu massiv. Besser geeignet sind sogenannte Hoops – Metallringe in Schwarz oder mattem Messing, die asymmetrisch und minimalistisch gebunden werden.
Der entscheidende Punkt: Der Negativraum (die leere Fläche im Ring) ist genauso wichtig wie das florale Material. Ein Japandi-Kranz darf bewusst unfertig wirken. Ein Ast, der weit über den Rand hinausragt und die perfekte Kreisform bricht, ist hier gewollt.
So platzierst du Trockenblumen im Japandi-Raum
Der Kranz hängt als Solitär – niemals in einer Gruppe oder als Teil einer Gallery Wall. Er braucht Raum zum Atmen. Ideal ist eine Wand in Betonoptik, dunkelgrauem Lehmputz oder schlichtem Greige. Ringsherum: nichts. Die Stille um den Kranz herum ist Teil der Inszenierung.
Auch einzelne Zweige in einer schlichten Keramikvase (kein Glas, kein Metall) auf einem niedrigen Sideboard aus dunklem Holz passen perfekt in dieses Konzept.
Scandi 2.0 und Lagom: Wiesencharme in hellen Räumen
Während Japandi ins Dunkle tendiert, bleibt der skandinavische Stil lichtdurchflutet – entwickelt sich aber weiter. Das reine Hygge-Gefühl (Kerzen, Kuscheldecken, maximale Gemütlichkeit) weicht dem Lagom-Prinzip: „genau das richtige Maß“. Balance und Funktionalität stehen im Mittelpunkt.
Die Farbpalette dreht sich um gebrochenes Weiß, inspiriert von der Pantone-Farbe des Jahres 2026 „Cloud Dancer“ – ein wolkiges, weiches Weiß, das Klarheit ausstrahlt. Dazu kommen zarte Salbei- und Hellblautöne. Der Raum fühlt sich offen und ruhig an.
Passende Trockenblumen für den skandinavischen Stil
Hier darf es verspielter und wiesenhafter sein. Die Trockenblumen sollen an einen skandinavischen Mittsommer erinnern, der für die Ewigkeit konserviert wurde.
Getreide ist die erste Wahl. Weizen (Triticum), Hafer (Avena) und Gerste symbolisieren die tiefe Verbindung zu Natur und Ernte. Besonders Hafer, mit seinen fein zitternden Rispen, bringt eine Leichtigkeit in Arrangements, die starren Minimalismus spürbar auflockert.
Wiesenblumen wie getrocknete Kamille, Craspedia (Trommelstöckchen) für sanfte gelbe Akzente, Lavendel und Phalaris ergänzen das Getreide mit Farbe und Abwechslung.
Konservierter Eukalyptus bringt das typische kühle Grün ein, das hervorragend zu hellem Birken- oder Eschenholz passt.
Schleierkraut (Gypsophila) in großen Mengen ist das Statement dieses Stils. Es wirkt wie Wolken und greift das „Cloud Dancer“-Thema auf. Eine Vase voller Schleierkraut auf einer hellen Fensterbank – mehr braucht es manchmal nicht.
Im skandinavisch geprägten Ambiente spielt Schleierkraut häufig die Hauptrolle, weil seine vielen kleinen Blüten wie ein feiner, heller Schleier erscheinen. Wer tiefer eintauchen möchte, findet im Beitrag über wolkenartige Kränze aus Schleierkraut zahlreiche Beispiele dafür, wie üppig oder locker dieser Look interpretiert werden kann.
Der richtige Kranz: Lockerer Wild-Garden-Look auf Strohrömer
Strohrömer-Kränze sind die ideale Basis für den Scandi-Stil, solange sie locker im „Wild Garden Style“ gebunden werden. Sie dürfen auf keinen Fall gepresst oder zu perfekt wirken. Die Kombination aus goldenem Weizen und weißem Schleierkraut ist die Quintessenz dieses Stils – hell, luftig und unaufdringlich.
So platzierst du Trockenblumen im Scandi-Raum
An hellen, weiß geölten Holztüren oder über schlichten Kaminen kommen diese Kränze besonders gut zur Geltung. Auch liegend als Tischdekoration mit einer schlichten Blockkerze in der Mitte funktionieren sie wunderbar.
Der Unterschied zum Japandi-Kranz: Im skandinavischen Stil ist der Kranz Teil des familiären Lebens, nicht nur Kunstobjekt. Er darf auf dem Esstisch stehen, an der Küchentür hängen oder neben einem Stapel Bücher liegen – ungezwungen und selbstverständlich.
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Zum ShopModern Boho und Soft Industrial: Volumen trifft auf raue Materialien
Der Boho-Stil hat sich verändert. Die unbeschwerte Hippie-Attitüde früherer Jahre ist einem reiferen, fast schon maskulinen Ausdruck gewichen. Häufig verschmilzt er mit Elementen des Industrial Styles: Roher Beton, Stahl und offene Leitungen treffen auf weiche, organische Textilien und Pflanzen. Das Ergebnis – Soft Industrial oder Industrial Boho – ist warm, texturreich und lebendig.
Die Farbpalette ist gesättigt und erdig: Terrakotta, Rostrot, Senfgelb und warmes Braun dominieren. Rattan, Cord und grobes Leinen bei Möbeln und Textilien verstärken den haptischen Charakter.
Passende Trockenblumen für Modern Boho
Dieser Stil verlangt nach Volumen, Drama und Textur. Trockenblumen sind hier essenziell, um die Härte von Industrial-Elementen – etwa schwarzen Metallregalen oder Betonwänden – zu brechen.
Pampasgras bleibt der Klassiker, allerdings eher in natürlichen Beige- oder Brauntönen als in reinem Weiß. Es liefert das nötige Volumen und die „Fluffiness“, die dieser Stil braucht.
Palmblätter wie Palm Spears und Sun Palms bringen architektonische, fächerartige Formen ins Spiel. Auch in Terrakotta oder Schwarz gefärbt korrespondieren sie gut mit Rattan-Möbeln und dem grafischen Anspruch des Industrial Styles.
Farbgeber sind getrocknete Strohblumen (Helichrysum) in Orange und Rot, gefärbter Lagurus in Rosttönen sowie Setaria. Sie bringen die warme Farbpalette direkt in die Arrangements.
Exoten wie Protea Compacta Rosette oder Luffa setzen mit ihren ungewöhnlichen Oberflächenstrukturen besondere Akzente.
Für Boho- oder Soft-Industrial-Räume, in denen Half-Wreaths und lockere Kompositionen dominieren, lohnt sich ein Blick auf die speziellen Anforderungen dieser Bauweise. Der Artikel über Halbkränze mit flacher Rückseite für die Wandmontage zeigt, wie diese Formate präsentiert werden können und warum sie an rauen Wänden oder neben Regalen besonders lässig wirken.
Der richtige Kranz: Half-Wreaths, Makramee-Details und „Lion’s Mane“
Im Boho-Stil sind Half-Wreaths auf Holzringen beliebt, oft kombiniert mit Makramee-Details. Der Einsatz von textilen Elementen wie Häkelblumen oder Wollbändern im Kranz verbindet die botanische mit der textilen Ebene, die den Boho-Stil ausmacht (Teppiche, Kissen, gewebte Wandbehänge).
Auch üppige, wild gebundene Kränze – manchmal als „Lion’s Mane“ bezeichnet – passen hier perfekt. Sie dürfen voluminös, asymmetrisch und fast ein wenig chaotisch wirken.
So platzierst du Trockenblumen im Boho-Raum
Hier sind große Installationen gefragt. Statt einzelner Bilder werden ganze Palmwedel oder Pampas-Wedel fächerförmig an die Wand gebracht. Kränze kannst du in Gruppen (Clustern) hängen, um eine regelrechte Texturwand zu erzeugen.
Auch Bodenkränze funktionieren: Ein großer, robuster Kranz, lässig an die Wand gelehnt neben einem Rattan-Sessel oder unter einem schwarzen Industrieregal, wirkt entspannt und stilsicher zugleich.
Nostalgic Lens und Cottage Core: Romantik mit Gartenblumen
Als emotionale Gegenbewegung zur Dominanz von Technologie und KI erstarkt der Trend, den man als „Nostalgic Lens“ oder verfeinerten Cottage Core beschreibt. Es ist die Rückbesinnung auf Omas Garten, das Landleben und handwerkliche Traditionen – aber mit modernem Twist. Kein verstaubter Kitsch, sondern gelebtes „Heritage“.
Die Farbpalette ist sanft und romantisch: Flieder, Rosa, Puder und gebrochenes Vintage-Weiß. Materialien wie Samt, Leinen und handbemalte Keramik bestimmen den Raum.
Passende Trockenblumen für den Cottage-Stil
Hier kommen die klassischen Blühblumen zum Einsatz – Pflanzen, die auch getrocknet Farbe behalten. Es darf bunt, kleinteilig und detailverliebt sein.
Klassiker wie Rosen (ganze Köpfe oder Knospen), Hortensien (Hydrangea), Lavendel und Rittersporn (Delphinium) bilden die Basis. Sie bringen genau die Romantik mit, die dieser Stil verlangt.
Wiesenblumen wie Statice (Strandflieder), Gomphrena (Kugelamarant) und Rodanthe ergänzen die Klassiker mit Textur und Abwechslung.
Zittergras (Briza) verdient besondere Erwähnung: Es wirkt zart und nostalgisch, fast wie aus einem alten Poesiealbum. Perfekt für diesen Stil.
Getrocknete Früchte und Kapseln sind ein aktueller Trend innerhalb dieses Stils. Mohnkapseln, kleine Zieräpfel oder Artischocken bringen eine interessante Dimension und erinnern an Ernte und Landleben.
Der richtige Kranz: Üppige Herzen, Biedermeier-Formen und Samtbänder
Voll gebundene, üppige Kränze auf Strohrömer sind hier die erste Wahl. Herzformen treffen den emotionalen Nerv des Trends besonders gut und eignen sich auch hervorragend als Geschenk.
Kombinationen mit Bändern aus Samt oder Seide sind fast Pflicht – sie unterstreichen den romantischen, handwerklichen Charakter. Auch der klassische Biedermeier-Stil (kompakte, runde Formen in konzentrischen Ringen angeordnet) erlebt innerhalb dieses Trends ein Comeback.
So platzierst du Trockenblumen im Nostalgic-Lens-Raum
Dieser Stil lebt von Details und persönlichen Momenten. Kränze hängen an der Innenseite von Vitrinenschränken, an Garderobenhaken im Flur oder ganz klassisch als Türkranz, der „Willkommen zu Hause“ signalisiert.
Auch kleinere Arrangements in Vintage-Gefäßen – alte Milchkannen, Emailletöpfe, handgetöpferte Vasen – gehören hierher. Die Inszenierung darf improvisiert und persönlich wirken.
Dark Interior: Trockenblumen vor dunklen Wänden inszenieren
Parallel zu den hellen, neutralen Farbwelten hat sich ein Gegentrend etabliert: das Dark Interior. Ganze Räume werden in satten, dunklen Tönen gestrichen – Wände, Decken, sogar Fußleisten. „Deep Ocean“ (ein fast schwarzes Blau), Waldgrün und „Mocha Mousse“ (ein tiefes Braun) sind die Farben dieser Bewegung.
Trockenblumen spielen hier eine besondere Rolle, weil sie dem Raum Wärme und Natürlichkeit geben, ohne die dunkle Atmosphäre zu brechen.
Wenn dunkle Wandfarben die Bühne bilden, gewinnen natürliche Brauntöne und warme Nuancen zusätzliche Tiefe. Der Trendbericht zur Raw Umber Revolution zeigt, warum braune Trockenblumen aktuell so viel Aufmerksamkeit bekommen und wie vielfältig dieses Spektrum wahrgenommen wird.
Kontrast-Strategie: Helle Blumen auf dunklem Grund
Wer ein starkes Statement setzen will, arbeitet mit Kontrast. Ein goldgelber Weizenkranz auf einer nachtblauen Wand oder weißes Schleierkraut vor Waldgrün – diese Kombinationen ziehen den Blick sofort an. Die hellen Blumen leuchten vor dem dunklen Hintergrund regelrecht auf.
Besonders gut funktionieren goldgelbe Elemente wie Craspedia und Weizen, aber auch zartes Flieder (Lavendel), das vor dunklen Wänden eine ganz neue Intensität entwickelt.
Harmonie-Strategie: Erdtöne auf Erdtönen
Wer es subtiler mag, setzt auf Ton-in-Ton. Ein Kranz in Creme-, Beige- und sanften Terrakotta-Tönen vor einer braunen „Mocha Mousse“-Wand erzeugt Wärme und Tiefe, ohne laut zu werden. Diese Harmonie-Strategie schafft ein „Cocooning“-Gefühl – der Raum hüllt dich förmlich ein.
Naturholz-Ringe oder Weidenkränze fügen sich bei dunklen Wänden organischer ein als Metallringe, die hier schnell kühl wirken können.
Wandfarben und Trockenblumen: Welche Kombination passt?
Da die meisten Trockenblumenkränze vor einer Wand hängen, lohnt sich ein genauer Blick auf die gängigsten Wandfarben und ihre floralen Partner.
| Wandfarbe | Florale Strategie | Besonders gut geeignet |
|---|---|---|
| Cloud Dancer (gebrochenes Weiß) | White-on-White: Monochromie erzeugt ein reliefartiges Schattenspiel | Gebleichter Ruscus, weißer Lagurus, Lunaria |
| Mocha Mousse (tiefes Braun) | Harmonie mit Creme und Beige oder Kontrast mit Gold und Flieder | Weizen, Craspedia, Lavendel, Pampasgras in Naturtönen |
| Deep Ocean (dunkles Blau) | Helle Akzente setzen, um Düsternis zu vermeiden | Weißes Schleierkraut, goldgelber Weizen, heller Eukalyptus |
| Terrakotta | Natürliche Harmonie – beide stammen aus dem gleichen Farbspektrum | Pampasgras, Strohblumen, Palm Spears, Lagurus natur |
| Salbeigrün | Skandinavische Frische mit floralen Naturtönen | Getreide, Kamille, Eukalyptus, Craspedia |
Ein besonderer Tipp: Die „White-on-White“-Inszenierung. Ein Kranz aus gebleichtem Ruscus, weißem Lagurus und Lunaria vor einer „Cloud Dancer“-Wand verschwindet nicht – er erzeugt ein feines Schattenspiel, das extrem edel und beruhigend wirkt. Diese Monochromie ist eine der spannendsten Deko-Ideen für helle, ruhige Räume.
Trockenblumenkränze als Wandkunst und Raumteiler
Trockenblumenkränze können mehr als „nur“ an der Wand hängen. Hier drei Einsatzmöglichkeiten, die über klassische Deko hinausgehen:
Der Kranz als Wandkunst: Der Trend geht weg von kleinteiligen Gallery Walls hin zu großformatiger Statement Art. Ein Trockenblumenkranz ab 40–50 cm Durchmesser übernimmt die Funktion eines Gemäldes – etwa über dem Sofa oder dem Sideboard. Mit unsichtbarer Aufhängung wirkt er, als würde er schweben. Alternativ kannst du ein breites Samtband nutzen, das farblich auf die Wand abgestimmt ist und den vertikalen Raum zusätzlich strukturiert.
Der florale Raumtrenner: In offenen Grundrissen lassen sich Trockenblumen architektonisch nutzen. Ein Ast, der von der Decke hängt und an dem mehrere kleine Kränze oder Trockenblumenbündel in unterschiedlichen Höhen befestigt sind, funktioniert als luftiger, semitransparenter Raumteiler – etwa zwischen Wohn- und Arbeitsbereich. Auch große Bodenkränze, lässig an die Wand gelehnt, können Flächen in Fluren strukturieren.
Trockenblumen im Badezimmer: Das Bad entwickelt sich immer mehr zum persönlichen Wellness-Retreat. Hier eignen sich vor allem Eukalyptus und Lavendel: Beide Pflanzen geben bei leichter Feuchtigkeit dezente Duftnoten ab und schaffen so eine angenehme Atmosphäre. Ein Eukalyptus-Kranz neben der Dusche (nicht direkt im Wasserstrahl) ist eine einfache, aber wirkungsvolle Idee. Wichtig: Konservierte (stabilisierte) Pflanzen sind im Badezimmer normalen Trockenblumen vorzuziehen, da sie mit Feuchtigkeit besser umgehen. Empfindliche Sorten wie Pampasgras sind für Feuchträume weniger geeignet.
Wer Trockenblumen im Bad einsetzen möchte, findet im speziellen Ratgeber zu Trockenblumen im Badezimmer viele Hinweise dazu, welche Materialien dort optisch stimmig bleiben und wie sich der Spa-ähnliche Charakter des Raumes unterstreichen lässt.
Welcher Stil passt zu dir?
Falls du dir nicht sicher bist, welche Richtung die richtige für dich ist, helfen diese Fragen:
Du magst es ruhig und reduziert? Dann schau dir den Japandi-Stil an. Wenige, bewusst gewählte Trockenblumen mit grafischem Charakter – Zweige, Hoops, viel leere Fläche.
Du liebst Licht und Leichtigkeit? Der skandinavische Stil mit Getreide, Schleierkraut und lockeren Arrangements passt zu dir. Besonders, wenn deine Räume hell sind und du viel mit Naturholz arbeitest.
Du willst Wärme, Textur und ein bisschen Drama? Modern Boho ist dein Stil. Pampasgras, Palmblätter, üppige Kränze – hier darf es voluminös und wild sein.
Du sehnst dich nach Romantik und Nostalgie? Nostalgic Lens gibt dir Rosen, Hortensien und Lavendel in detailverliebten Arrangements. Herzformen und Samtbänder inklusive.
Deine Wände sind dunkel und du willst sie betonen? Dann arbeite mit der Kontrast- oder Harmonie-Strategie für dunkle Interiors – je nachdem, ob du einen Blickfang oder ein Cocooning-Gefühl suchst.
Natürlich musst du dich nicht für einen einzigen Stil entscheiden. Viele Wohnungen mischen Elemente: ein Japandi-Schlafzimmer, ein Boho-Wohnzimmer, ein Cottage-Flur. Die Trockenblumen können dann in jedem Raum eine andere Geschichte erzählen.
Häufige Fragen
Welche Trockenblumen passen zu einem minimalistischen Einrichtungsstil? Für minimalistische Räume (Japandi, Scandi) eignen sich Pflanzen mit klaren Linien und dezenter Farbgebung: Zweige wie Korkenzieherhasel, gebleichter Ruscus, Lunaria, einzelne Gräser und Getreide wie Weizen oder Hafer. Der Kranz sollte asymmetrisch und nicht zu voll gebunden sein – Negativraum ist hier gewünscht.
Welche Trockenblumen eignen sich für bunte, warme Einrichtungsstile? Für Boho- und Cottage-Stile sind farbintensive Trockenblumen ideal: Strohblumen in Orange und Rot, gefärbter Lagurus, Rosen, Hortensien, Craspedia und Lavendel. Pampasgras in Naturtönen bringt zusätzlich Volumen. Die Kränze dürfen hier üppig und wild gebunden sein.
Kann ich Trockenblumen mit verschiedenen Einrichtungsstilen mischen? Ja – solange du die Grundprinzipien des jeweiligen Stils beachtest. In einem reduzierten Raum sollte auch der Kranz reduziert sein, in einem warmen, texturreichen Raum darf er voluminöser ausfallen. Die Farbpalette deiner Trockenblumen sollte sich immer an den vorhandenen Farben im Raum orientieren.
Welche Trockenblumen funktionieren auf dunklen Wänden? Auf dunklen Wänden funktionieren zwei Strategien: Kontrast mit hellen, leuchtenden Blumen (weißes Schleierkraut, goldgelber Weizen, heller Eukalyptus) oder Harmonie mit Erdtönen (Pampasgras in Braun, Creme-Arrangements). Goldgelbe Elemente wie Craspedia und Weizen haben vor dunklen Wänden besonders viel Leuchtkraft.
Passen Trockenblumenkränze ins Badezimmer? Ja, mit Einschränkungen. Eukalyptus und Lavendel eignen sich am besten, da sie mit leichter Feuchtigkeit gut umgehen können. Konservierte (stabilisierte) Pflanzen sind normalen Trockenblumen im Bad vorzuziehen. Empfindliche Sorten wie Pampasgras solltest du dort vermeiden, da sie bei Feuchtigkeit ihre Form verlieren können.
Wie groß sollte ein Trockenblumenkranz sein? Das hängt von der Inszenierung ab. Als Wandkunst über dem Sofa oder Sideboard eignen sich große Kränze ab 40–50 cm Durchmesser. Für Türen, Garderoben oder als Tischdekoration reichen 25–35 cm. Grundregel: Der Kranz sollte zur Fläche passen, auf der er hängt – nicht zu klein (wirkt verloren) und nicht zu groß (wirkt erdrückend).
