Trockenblumenkranz mit Holzperlen – 27 cm
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Was ist Eukalyptus?
Eukalyptus bezeichnet eine artenreiche Pflanzengattung mit mehreren Hundert anerkannten Arten. Für die Floristik werden hauptsächlich beblätterte Zweige verwendet. Sie sind als frische Schnittware, luftgetrocknetes Material oder konservierte Floristikware erhältlich.
Auf Lieferantenetiketten stehen häufig Bezeichnungen wie „Silver Dollar“, „Cinerea“, „Populnea“ oder „Parvifolia“. Diese Handelsnamen erlauben nicht immer eine eindeutige botanische Zuordnung. Eucalyptus cinerea und Eucalyptus populnea sind anerkannte Arten. „Silver Dollar“ wird dagegen für unterschiedliche rundblättrige Eukalyptusarten verwendet, während „Parvifolia“ häufig nur als Handelsbezeichnung erscheint.
Aussehen und Besonderheiten
Die Blattform unterscheidet sich je nach Art und Entwicklungsstadium deutlich. Junge Eukalyptusblätter stehen häufig paarweise gegenüber und können rundlich, herzförmig oder breit eiförmig sein. Ältere Blätter vieler Arten sind schmaler, länglich bis lanzettförmig und erscheinen wechselständig am Zweig.
Besonders rundblättrige Formen bilden im Kranz gleichmäßige, ruhige Flächen. Schmalblättriger Eukalyptus wirkt dagegen stärker linear und lockert die Außenkontur auf. Eucalyptus cinerea besitzt beispielsweise rundliche, blaugrün bis graugrün bereifte Jugendblätter und länglichere ältere Blätter.
Die natürlichen Farbtöne reichen von Grün und Graugrün bis zu mattem Blaugrün. Ein heller, silbrig wirkender Überzug kann durch eine natürliche Wachsschicht entstehen. Beim Lufttrocknen werden die Farben häufig gedeckter und können sich in Richtung Grau, Braungrün oder Beige verändern.
Konservierter Eukalyptus bleibt meist biegsamer und fühlt sich weicher oder leicht ledrig an. Bei intensivem Grün, Rosa, Rot, Orange, Schwarz oder gleichmäßigen Pastelltönen handelt es sich in der Regel um gefärbte beziehungsweise mit farbigen Konservierungslösungen behandelte Ware.
Die Blätter besitzen Öldrüsen und können beim Berühren einen charakteristischen Geruch abgeben. Wie deutlich dieser wahrnehmbar bleibt, hängt jedoch von Art, Alter, Trocknung und Behandlung ab.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Eukalyptus kann im Kranz sowohl Fülle als auch eine klare Linienführung erzeugen. Seine gedeckten Blattfarben verbinden kräftige Blüten mit hellen Gräsern und schaffen ruhigere Übergänge.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als flächige Grundlage unter kleineren Blüten und Gräsern
- zur Gestaltung einer gleichmäßigen Blattkante entlang des Kranzes
- mit längeren Zweigspitzen für eine lockere, natürliche Außenlinie
- als Übergang zwischen kräftigen Farben und neutralen Naturtönen
- in kleinen wiederkehrenden Gruppen zur Gliederung des Kranzverlaufs
Hirse ergänzt Eukalyptus durch feine Rispen oder kompakte Kolben. Fallender Amaranthus bringt Bewegung zwischen die klarer geordneten Blätter. Achillea setzt flächige Blütenstände neben die runden oder länglichen Blattformen. Glixia und Schleierkraut bilden feine Verzweigungen, während Strohblumen deutlichere Farbakzente hinzufügen.
Rundblättriger Eukalyptus eignet sich besonders für ruhig aufgebaute Kränze. Schmalblättrige Zweige können dagegen stärker aus dem Kranz herausgeführt werden und eine bewegtere Silhouette bilden.
Trocknung und Verarbeitung
Eukalyptuszweige können in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und lichtarmen Ort aufgehängt werden. Beim Lufttrocknen werden die Blätter fester und spröder. Sie können sich außerdem leicht einrollen oder ihre Farbe verändern.
Bei konservierter Ware wird häufig ein Verfahren auf Glycerinbasis verwendet. Dabei wird ein Teil der Pflanzenfeuchtigkeit durch eine konservierende Lösung ersetzt. Das Material bleibt dadurch meist geschmeidiger als gewöhnlich getrockneter Eukalyptus. Konservierung und Lufttrocknung sind daher zwei unterschiedliche Verarbeitungsarten.
Was ist Pampasgras?
Pampasgras ist ein kräftiges, mehrjähriges Süßgras, das große, dichte Horste bildet und mit seinen langen Blütenrispen eine Höhe von bis zu etwa vier Metern erreichen kann. Der Name wird im Handel gelegentlich auch für ähnlich aussehende Ziergräser verwendet. Dieser Eintrag behandelt ausschließlich Cortaderia selloana.
In der Trockenfloristik werden die getrockneten Blütenrispen genutzt. Sie bestehen aus zahlreichen kleinen Ährchen, die an fein verzweigten Rispenästen sitzen. Ihre seidigen Haare erzeugen die weiche, federartige Oberfläche, für die Pampasgras bekannt ist.
Aussehen und Besonderheiten
Die Pflanze bildet lange, schmale, bogig überhängende Blätter mit rauen und scharf gezähnten Rändern. Über dem dichten Blattschopf stehen kräftige, aufrechte Halme mit großen, pyramiden- bis länglich geformten Blütenrispen. Diese können etwa 45 bis 90 Zentimeter lang werden.
Pampasgras ist überwiegend zweihäusig: Weibliche und männliche Blüten befinden sich meist auf unterschiedlichen Pflanzen. Die Ährchen weiblicher Pflanzen besitzen besonders lange, seidige Haare. Ihre Rispen wirken dadurch häufig dichter und flauschiger und werden bevorzugt als Zier- und Trockenmaterial verwendet.
Die natürlichen Blütenstände sind überwiegend silbrig weiß, cremefarben oder leicht rosa bis violett überhaucht. Außerdem gibt es Sorten mit deutlicher rosafarbenen Rispen. Beim Trocknen und Altern können die Farben heller, gelblicher oder beige werden.
Kräftiges Rosa, Blau, Schwarz oder andere intensive Farbtöne weisen in der Regel auf gefärbte Floristikware hin. Auch gebleichtes Pampasgras ist erhältlich und wirkt meist heller und gleichmäßiger als naturbelassenes Material.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Pampasgras bringt deutliches Volumen in einen Kranz und erzeugt eine weiche, lockere Oberfläche. Bereits wenige Rispenabschnitte können eine größere Fläche füllen. Das Material eignet sich deshalb besonders für Kränze, die üppig, natürlich oder bewusst asymmetrisch gestaltet werden sollen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als weicher Hintergrund für kompaktere Blüten und Fruchtstände
- entlang der äußeren Kranzlinie für einen locker auslaufenden Umriss
- in kleinen Gruppen als deutliches Volumenelement
- in unterschiedlichen Längen für Bewegung und räumliche Tiefe
- als heller Übergang zwischen kräftigen oder dunkleren Materialien
Lagurus führt die weiche Struktur in kleinerem Maßstab fort. Phalaris, Weizen oder Miscanthus ergänzen das Pampasgras durch schmalere, klarere Linien. Eukalyptus und Ruscus schaffen ruhigere Blattflächen, während Strohblumen, Craspedia oder gefärbte Statice kompakte Farbakzente setzen.
Da die Rispen viel Raum einnehmen, sollten sie bei kleineren Kränzen sparsam eingesetzt werden. Werden sie stark zusammengedrückt oder unter festere Materialien geklemmt, verliert ihre Oberfläche an Fülle.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Trocknung eignen sich Rispen, die vollständig aus dem Blattschopf hervorgetreten, aber noch nicht stark ausgereift sind. Sehr reife Blütenstände können deutlich mehr Samen und feine Pflanzenteile verlieren.
Die Halme lassen sich einzeln oder in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und lichtgeschützten Ort aufhängen. Wer Pampasgras selbst schneidet, sollte wegen der scharfen Blattränder feste Handschuhe und schützende Kleidung tragen.
Beim Verarbeiten wird das Material am Halm gehalten. Die Rispen sollten möglichst wenig gerieben oder wiederholt zusammengedrückt werden. Kürzere Abschnitte lassen sich mit Wickeldraht befestigen oder auf einer tragfähigen Kranzunterlage fixieren.
Handelsname: Glixia, teilweise auch Glyxia oder Sternblume
Botanische Zuordnung: Häufig Comanthera elegans, älteres Synonym Syngonanthus elegans
Familie: Eriocaulaceae
Natürliche Verbreitung: Comanthera elegans kommt natürlich im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais vor
Einordnung: Floristik- und Handelsname mit nicht immer eindeutiger botanischer Zuordnung
Was ist Glixia?
Glixia ist ein Handelsname für eine feine Trockenblume mit langen, dünnen Stielen und kleinen, sternförmig wirkenden Blütenköpfen. Die Bezeichnung wird im europäischen Floristikhandel häufig mit Comanthera elegans verbunden. Diese Art wurde früher botanisch als Syngonanthus elegans geführt.
Nicht jede als Glixia verkaufte Ware ist jedoch eindeutig gekennzeichnet. Im Handel erscheinen außerdem Bezeichnungen wie Glixia Big, Glixia Marcela oder Glixia Conca. Ohne botanische Lieferantenangabe kann deshalb nicht sicher vorausgesetzt werden, dass alle Varianten derselben Art angehören.
Aussehen und Besonderheiten
Glixia besitzt sehr feine, beinahe drahtartig wirkende Stiele. An ihren Enden sitzen kleine, kompakte Blütenköpfe. Bei Comanthera elegans handelt es sich botanisch nicht um einzelne sternförmige Blüten: Zahlreiche winzige Einzelblüten stehen dicht zusammen und werden von hellen Hüllblättern umgeben. Vor allem diese Hüllblätter erzeugen die typische sternartige Kontur.
Durch die langen Stiele und die voneinander getrennten Blütenköpfe bleibt viel freier Raum zwischen den einzelnen Punkten. Das Material wirkt deshalb luftig und fein, ohne eine geschlossene Fläche zu bilden.
Naturbelassene Trockenware zeigt gewöhnlich Cremeweiß, gebrochenes Weiß und helle Stroh- oder Beigetöne. Gleichmäßig rosa, blau, grün, orange, violett oder kräftig weiß angebotene Glixia wurde in der Regel gefärbt, gebleicht oder anderweitig behandelt. Die jeweilige Handelsfarbe sagt daher nichts über die natürliche Blütenfarbe aus.
Die Bezeichnung „Miniatur-Gänseblümchen“ beschreibt zwar den optischen Eindruck, ist botanisch aber irreführend. Die häufig zugeordnete Comanthera elegans gehört nicht zu den Korbblütlern und ist mit Gänseblümchen oder Kamille nicht näher verwandt.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Glixia setzt kleine, klar erkennbare Punkte auf sehr feinen Stielen. Sie eignet sich besonders, wenn ein Kranz aufgelockert werden soll, ohne zusätzliches Volumen oder große Blütenflächen einzubringen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- vereinzelt zwischen größeren Blüten für feine helle Akzente
- in kleinen Gruppen für eine wiederkehrende Punktstruktur
- entlang der Außenkante für eine lockere, leicht auslaufende Kontur
- mit kurzen Stielen als Füllung in kleinen Zwischenräumen
- mit längeren Stielen für Höhe und eine unregelmäßige Kranzsilhouette
Schleierkraut führt die feine Punktstruktur mit stärker verzweigten Blütenständen fort. Hasenschwanzgras bringt einen weichen, flauschigen Kontrast zu den kleinen festen Köpfen. Phalaris oder Flachs ergänzen Glixia mit größeren, deutlicher abgegrenzten Formen.
Neben Strohblumen oder Craspedia wirkt Glixia zurückhaltender und kann freie Bereiche zwischen den größeren Blütenköpfen verbinden. Gefärbte Varianten eignen sich außerdem, um einzelne Farbtöne eines Kranzes in kleinen Abständen zu wiederholen.
Verarbeitung
Glixia wird für Trockenblumenkränze gewöhnlich bereits als fertige Trockenware verarbeitet. Die dünnen Stiele lassen sich einzeln einsetzen oder zu kleinen Gruppen zusammenfassen.
Beim Zuschneiden und Wickeln sollte das Material am unteren Stiel gehalten werden. Starkes Knicken oder Zusammendrücken kann die Stiele brechen oder die kleinen Blütenköpfe beschädigen. Für kompakte Kränze lassen sich einzelne Stiele zwischen stabileren Materialien befestigen, die ihnen zusätzlichen Halt geben.
Botanische Zuordnung: Keine einzelne Art; typische Beispiele sind Lagurus ovatus, Briza maxima, Setaria italica, Cortaderia selloana und Miscanthus sinensis
Gebräuchliche Namen: Hasenschwanzgras, Zittergras, Kolbenhirse, Pampasgras und Chinaschilf
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Natürliche Verbreitung: Je nach Art unter anderem Makaronesien, Mittelmeerraum, Südamerika sowie Ost- und Südostasien
Einordnung: Pflanzengruppe und Sammelbezeichnung für floristisch verwendete Halme und Blütenstände
Was sind verschiedene Gräser?
„Verschiedene Gräser“ ist keine botanische Bezeichnung für eine einzelne Art. Im Floristikhandel und in Produktbeschreibungen dient der Ausdruck als Sammelbegriff für unterschiedliche getrocknete Süßgräser. Verwendet werden hauptsächlich ihre Halme und Blütenstände.
Zu den typischen Beispielen gehören Hasenschwanzgras, Großes Zittergras, Kolbenhirse, Pampasgras und Chinaschilf. Sie gehören zwar alle zur Familie der Süßgräser, unterscheiden sich aber deutlich in Größe, Form und Wirkung. Welche Arten in einem konkreten Kranz enthalten sind, lässt sich anhand der Sammelbezeichnung allein nicht bestimmen.
Aussehen und Besonderheiten
Gräser bestehen meist aus schlanken Halmen, schmalen Blättern und unterschiedlich aufgebauten Blütenständen. Gerade diese Vielfalt macht sie für Trockenblumenkränze interessant:
- Lagurus ovatus bildet dichte, eiförmige Blütenstände mit einer weichen, flauschigen Oberfläche.
- Briza maxima trägt flache, herz- bis eiförmige Ährchen, die locker an feinen Verzweigungen hängen.
- Setaria italica besitzt kompakte, längliche Rispen mit einer borstig wirkenden Oberfläche.
- Cortaderia selloana entwickelt große, dichte und federartige Blütenrispen.
- Miscanthus sinensis bildet verzweigte Rispen, die sich beim Reifen lockern und häufig eine silbrige oder beige Farbwirkung annehmen.
Frisch geschnittene Gräser können grün, cremefarben, rötlich oder silbrig erscheinen. Während der Reife und Trocknung verändern sich viele Arten zu Beige-, Stroh-, Gold- oder Brauntönen. Sorte, Erntezeitpunkt und Trocknung beeinflussen das spätere Erscheinungsbild.
Zusätzlich werden Gräser gebleicht oder gefärbt angeboten. Reinweiße, schwarze oder sehr kräftig bunte Varianten sind in der Regel behandelt. Auch natürlich wirkende Ware kann aufgehellt oder anderweitig bearbeitet worden sein, ohne dass dies später eindeutig erkennbar ist.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Gräser können im Kranz sehr unterschiedliche gestalterische Aufgaben übernehmen. Feine Halme schaffen Linien und lockern kompakte Blütenflächen auf. Verzweigte Rispen füllen Zwischenräume, während größere federartige Blütenstände Volumen und einen deutlichen Schwerpunkt bilden.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- kurze Halme als feine Übergänge zwischen größeren Blüten
- wiederkehrende Grasgruppen für einen gleichmäßigen Rhythmus
- über die Kranzkontur hinausragende Spitzen für eine lockerere Silhouette
- kompakte Rispen als Kontrast zu runden Blütenköpfen
- große, weich erscheinende Blütenstände für mehr Volumen
Hasenschwanzgras lässt sich beispielsweise mit Statice oder Schleierkraut zu einer kleinteiligen, weichen Struktur verbinden. Zittergras bringt eine offenere Linienführung zwischen kompakte Strohblumen oder Craspedia. Kolbenhirse setzt längliche, klar erkennbare Formen. Pampasgras und Chinaschilf eignen sich besonders für größere Kränze, da ihre ausladenden Rispen kleinere Materialien schnell verdecken können.
Trocknung und Verarbeitung
Viele Gräser eignen sich für die Lufttrocknung. Dafür werden trockene, unbeschädigte Halme in kleinen Bündeln kopfüber an einem lichtgeschützten und gut belüfteten Ort aufgehängt. Untere Blätter können vorher entfernt werden, wenn sie für die spätere Gestaltung nicht benötigt werden.
Was ist Flachs?
Flachs oder Lein ist eine einjährige, aufrecht wachsende Pflanze mit schmalen Blättern und feinen, meist blauen Blüten. Es gibt zahlreiche Kulturformen, die sich unter anderem in Wuchshöhe, Verzweigung und Kapselbildung unterscheiden.
In der Trockenfloristik werden gewöhnlich nicht die kurzlebigen Blüten, sondern die verzweigten Stiele mit ihren kugeligen Fruchtkapseln verwendet. Diese Floristikware wird ebenfalls kurz als Flachs bezeichnet.
Aussehen und Besonderheiten
Flachs besitzt schlanke, glatte Stängel, die sich vor allem im oberen Bereich verzweigen. Die schmalen, ungeteilten Blätter sitzen direkt am Stängel. Faserflachs wächst meist höher und weniger verzweigt, während für die Samengewinnung gezüchtete Formen häufig kürzer und stärker verzweigt sind.
Die Blüten bestehen aus fünf Kronblättern und sitzen an feinen Stielen. Am bekanntesten sind hell- bis himmelblaue Blüten, daneben kommen bei Kulturformen auch weiße oder rosafarbene Varianten vor. Für getrocknete Kränze spielen die Blüten jedoch eine geringere Rolle, da ihre dünnen Kronblätter abfallen und die charakteristischen Kapseln erst nach der Blüte entstehen.
Die Früchte sind annähernd kugelige Kapseln, die aus mehreren Kammern bestehen und bis zu zehn flache Samen enthalten können. Zunächst sind die Kapseln grün. Mit zunehmender Reife und beim Trocknen verändern sie sich zu Strohgelb, Beige, Grau- oder Hellbraun.
Die kleinen Kapseln sitzen einzeln an den Enden der fein verzweigten Stiele. Dadurch entsteht eine Verbindung aus geraden Linien und regelmäßig verteilten, runden Punkten. Die Oberfläche trockener Kapseln ist matt und kann feine Rippen oder Teilungslinien zeigen.
Weißer, kräftig grüner, blauer, schwarzer oder pastellfarbener Flachs aus dem Floristikhandel wurde gewöhnlich gebleicht oder gefärbt. Blaue Fruchtkapseln sind keine Folge der natürlichen blauen Blütenfarbe.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Flachs bringt feine Linien und kleine, klar abgegrenzte Kapseln in den Kranz. Wiederholt eingearbeitete Fruchtstände erzeugen einen ruhigen Rhythmus, ohne so viel Fläche einzunehmen wie größere Blüten oder Blätter.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als lockerer Übergang zwischen kompakten Blüten und feinen Gräsern
- mit längeren Stielen zur Betonung der äußeren Kranzlinie
- in kleinen wiederkehrenden Gruppen für einen gleichmäßigen Rhythmus
- mit kurzen Stielabschnitten als punktuelle Füllung kleiner Zwischenräume
- als verzweigtes Material für asymmetrische und natürlich aufgebaute Kränze
Neben Pampasgras bilden die kleinen, festen Kapseln einen deutlichen Kontrast zu den weichen, volumenreichen Rispen. Strohblumen und Craspedia ergänzen größere runde Formen, während Schleierkraut, Glixia oder Statice feinere Blütenpunkte hinzufügen. Eukalyptus kann die offenen Flachsstrukturen mit ruhigeren Blattflächen verbinden.
Naturfarbener Flachs eignet sich besonders für Gestaltungen in Beige-, Braun- und gedeckten Grüntönen. Gefärbte Varianten können dagegen die Farben anderer Kranzmaterialien wiederholen oder bewusst einzelne Akzente setzen.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Trocknung werden Stiele verwendet, an denen sich bereits feste Fruchtkapseln gebildet haben. Ein Schnitt vor dem vollständigen Öffnen der reifen Kapseln kann verhindern, dass sich während der Trocknung zu viele Samen lösen.
Die Stiele lassen sich nach dem Entfernen überflüssiger Blätter in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufhängen. Der Trocknungsplatz sollte gut belüftet, trocken und lichtarm sein.
Was ist Lederfarn?
Für die Floristik werden die vollständigen Wedel einschließlich ihres Stiels verwendet. Frischer grüner Lederfarn ist ein verbreitetes Schnittgrün. Für Trockenblumenkränze wird außerdem konservierte, gebleichte oder gefärbte Handelsware angeboten. Diese Varianten unterscheiden sich deutlich in Farbe, Haptik und Biegsamkeit.
Aussehen und Besonderheiten
Die Wedel besitzen eine breite, dreieckige bis eiförmige Grundform. Ihre Blattfläche ist zwei- bis dreifach gefiedert und dadurch in zahlreiche kleinere Fiederabschnitte unterteilt. Trotz dieser feinen Gliederung wirkt der Wedel geschlossen und flächig.
Natürliches Lederfarnlaub ist kräftig grün bis gelbgrün. Die Oberseite kann deutlich glänzen, während die Unterseite meist heller und matter erscheint. Die feste, ledrige Beschaffenheit der Wedel erklärt den deutschen Namen.
Auf der Unterseite fruchtbarer Wedel können kleine, runde Sporenlager sichtbar sein. Sie erscheinen als regelmäßig verteilte Punkte und werden von rundlichen Schutzhüllen bedeckt. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Bestandteil des Farns und nicht um Flecken oder Verschmutzungen.
Beim gewöhnlichen Lufttrocknen bleibt das satte Grün nicht zuverlässig erhalten. Die Wedel können nachdunkeln, sich bräunlich verfärben und spröder werden. Konservierte Ware ist meist weicher und biegsamer, ihre genaue Beschaffenheit hängt jedoch vom verwendeten Verfahren ab.
Cremefarbener oder weißer Lederfarn ist nicht naturfarben, sondern gebleicht. Zusätzlich gibt es gefärbte Varianten in unterschiedlichen Farbtönen. Bleichen, Konservieren und Färben sind verschiedene Behandlungsschritte und sollten nicht gleichgesetzt werden.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Lederfarn erzeugt eine deutlich erkennbare Blattfläche. Er eignet sich deshalb weniger für kleine Farbpunkte als für Struktur, Umriss und ruhige Hintergrundbereiche.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als flächige Unterlage hinter Blüten und Gräsern
- entlang der äußeren Kranzlinie für einen farnartig gegliederten Umriss
- mit einzelnen längeren Wedeln für auslaufende Formen
- in kürzeren Abschnitten zum Füllen größerer Zwischenräume
- als Gegenform zu runden Blütenköpfen und weichen Grasrispen
Gebleichter Lederfarn lässt sich mit Pampasgras, Lagurus oder hellen Trockenblumen zu einer zurückhaltenden Gestaltung in Creme- und Beigetönen kombinieren. Grüner oder entsprechend gefärbter Farn bildet neben Eukalyptus und Ruscus unterschiedliche Blattgrößen und Oberflächen. Zusammen mit Craspedia, Mohnkapseln oder kompakten Achillea-Blütenständen entsteht ein Kontrast zwischen gegliederten Farnwedeln und geschlossenen Formen.
Da bereits ein einzelner Wedel viel Fläche einnimmt, sollte die Größe an den Kranz angepasst werden. Bei kleineren Kränzen lassen sich einzelne Wedelabschnitte gezielter einsetzen als vollständige große Wedel.
Trocknung und Verarbeitung
Lederfarn kann an der Luft getrocknet werden, wird dabei jedoch meist spröder und verliert häufig seine natürliche grüne Farbe. Bei einer Konservierung mit Glycerin bleibt Laub grundsätzlich flexibler, kann sich ohne zusätzliche Färbung aber braun verfärben. Die Behandlung gekaufter Floristikware lässt sich allein anhand ihres Aussehens nicht immer sicher bestimmen.
Beim Wickeln sollte der Wedel am stabilen Stiel oder an der kräftigen Mittelachse gehalten werden. Die einzelnen Fiederabschnitte können trotz ihrer festen Oberfläche unter Druck knicken oder einreißen. Gebleichte Ware kann empfindlicher sein als unbehandeltes frisches Schnittgrün.
Pflege und Haltbarkeit
Konservierter, gebleichter oder getrockneter Lederfarn sollte trocken aufbewahrt und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden. Feuchtigkeit kann die Oberfläche, Farbe und Form behandelter Ware verändern.
Was ist Phalaris?
Phalaris ist der botanische Name einer ganzen Gattung innerhalb der Süßgräser. In der Trockenfloristik bezeichnet „Phalaris“ meist das Kanariengras Phalaris canariensis. Der Artname verweist auf die Kanarischen Inseln, die zu seinem natürlichen Verbreitungsgebiet gehören.
Verwendet werden die langen Halme mit ihren kompakten, eiförmigen Blütenständen. Was auf den ersten Blick wie eine kleine Ähre aussieht, ist botanisch eine sehr dichte Rispe aus zahlreichen Ährchen. Die klar begrenzte Form macht Phalaris zu einem auffälligen, aber nicht flächigen Gestaltungselement.
Aussehen und Besonderheiten
Kanariengras wächst einjährig und bildet aufrechte oder leicht aufsteigende Halme. Je nach Standort können diese etwa 20 bis 120 Zentimeter hoch werden. Die schmalen, flachen Blätter sitzen entlang des Halms.
Der dichte Blütenstand ist überwiegend eiförmig bis kurz länglich und ungefähr 1,5 bis 6 Zentimeter lang. Seine eng anliegenden Ährchen erzeugen eine geschlossene, schuppenartige Oberfläche. Die Hüllspelzen sind zunächst weißlich bis blassgrün und besitzen charakteristische dunklere grüne Längsstreifen.
Während der Trocknung verändert sich die natürliche Farbe meist von Grün oder Grünweiß zu Strohgelb, Beige und hellem Braun. Je nach Erntezeitpunkt können die grünen Streifen noch sichtbar bleiben oder mit der Zeit deutlich verblassen.
Im Floristikhandel ist Phalaris außerdem in gebleichter und gefärbter Form erhältlich. Pastellfarben, kräftiges Rosa, Blau, Violett, Orange oder Schwarz gehören nicht zur natürlichen Farbpalette. Bei behandelter Ware können die Färbung und Oberflächenwirkung abhängig vom verwendeten Verfahren unterschiedlich gleichmäßig ausfallen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Phalaris bringt kleine, klar umrissene Formen und eine ruhige Wiederholung in einen Trockenblumenkranz. Die kompakten Blütenstände setzen deutlichere Punkte als fein verzweigte Füllmaterialien, bleiben jedoch zurückhaltender als große Blüten.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als wiederkehrende Akzente entlang der Kranzform
- in kleinen Gruppen für einen klaren farblichen Schwerpunkt
- auf unterschiedlich langen Halmen für Höhe und Bewegung
- als Übergang zwischen großen Blüten und feinen Gräsern
- in gefärbter Form zur Aufnahme einzelner Farben des Kranzes
Pampasgras oder Lagurus ergänzen Phalaris durch weichere und lockerere Oberflächen. Craspedia greift die geschlossene Form auf, setzt mit ihren kugeligen Köpfen aber einen stärkeren Akzent. Statice und Schleierkraut bilden einen fein verzweigten Kontrast, während Eukalyptus oder Ruscus größere, ruhigere Blattflächen hinzufügen.
Bei kleinen Kränzen können bereits einzelne Halme als deutlich sichtbare Akzente ausreichen. Mehrere dicht nebeneinander angeordnete Blütenstände erzeugen dagegen eine kompaktere und geordnetere Wirkung. Die langen Halme lassen sich außerdem gut nutzen, um die runde Kranzform stellenweise bewusst zu überschreiten.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Trocknung eignen sich gut entwickelte, unbeschädigte Blütenstände, deren Ährchen noch fest sitzen. Je nach Schnittzeitpunkt bleibt das Material zunächst grünlicher oder entwickelt während der Trocknung schneller strohfarbene Töne.
Überschüssige Blätter können entfernt und die Halme anschließend in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufgehängt werden. Der Platz sollte trocken, gut belüftet und möglichst lichtarm sein. Dadurch kann die Feuchtigkeit entweichen, ohne dass das Material unnötig stark dem Licht ausgesetzt wird.
Nicht vorrätig
Trockenblumenkranz mit Holzperlen – Natürlich. Modern. Einzigartig.
Dieser handgefertigte Kranz mit einem Außendurchmesser von ca. 27 cm vereint Naturmaterialien mit dezenten Boho-Elementen. Die Kombination aus weichem Pampasgras, strukturreichem Lederfarn und zartem Eukalyptus wird durch Holzperlen und Juteschnur stilvoll ergänzt. Das Ergebnis ist ein Trockenblumenkranz, der Natürlichkeit und Leichtigkeit mit einem Hauch Individualität verbindet.
Handarbeit trifft auf Harmonie
Gebunden auf einem feinen Drahtring, gehalten von Juteschnur und stabilisiert mit Draht, entsteht ein luftiges Design, das gleichzeitig fest im Detail verwurzelt ist. Glixia, Flachs und Phalaris bringen Textur, während die Farbpalette dezent und natürlich bleibt – ideal für moderne Räume mit klarer Formensprache.
Auf einen Blick
- Außendurchmesser ca. 27 cm, Innendurchmesser ca. 15 cm
- Materialien: Drahtring, Draht, Juteschnur, Holzperlen
- Trockenblumen: Pampasgras, Lederfarn, Eucalyptus, Phalaris, Flachs, Glixia, verschiedene Gräser
- Jeder Kranz wird mit Liebe und Sorgfalt von Hand gefertigt – kein Stück gleicht dem anderen
Weitere Hinweise
- Mit Liebe handgemacht: Jeder Trockenblumenkranz wird in liebevoller Handarbeit gefertigt – kleine Abweichungen in Form, Farbe und Blütenanordnung machen jedes Stück zu einem Unikat.
- Pflegeleicht, aber sensibel: Bitte schütze den Kranz vor direktem Sonnenlicht, hoher Luftfeuchtigkeit und Wasser. Zum Entstauben genügt ein sanfter Staubwedel oder leichtes Ausschütteln.
- Transportsicherheit: Trockenblumen sind empfindlich. Es kann beim Versand vorkommen, dass einzelne Blätter oder Blüten leicht abfallen – das ist ganz normal und beeinträchtigt nicht die Optik.
- Bildschirmdarstellung & Deko: Farben können je nach Bildschirm leicht variieren. Abgebildete Dekoration ist nicht im Lieferumfang enthalten, sofern nicht ausdrücklich angegeben.
- Enthält echte Trockenblumen: Für Allergiker oder Personen mit Sensibilität gegenüber Pflanzenstoffen oder Naturpollen kann das Produkt ungeeignet sein.
Produktsicherheit
Herstellerinformationen
Andrea Rusche
Leiteweg 8
95448 Bayreuth
Email: info@farbenkranz.de
Verantwortliche Person in der EU
Andrea Rusche
Leiteweg 8
95448 Bayreuth
Email: info@farbenkranz.de
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