Nigella
- Botanischer Name
- Nigella damascena
- Deutscher Name
- Jungfer im Grünen
- Familie
- Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
- Natürliche Verbreitung
- Makaronesien und Mittelmeerraum bis in den nordwestlichen Iran
- Einordnung
- Einjährige Pflanzenart und floristisch verwendete Fruchtkapsel
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Was ist Nigella?
Nigella bezeichnet eine Pflanzengattung mit mehreren Arten. Dieser Eintrag behandelt ausschließlich Nigella damascena, die im Deutschen als Jungfer im Grünen bekannt ist. Sie besitzt fein geteiltes Laub, zarte Blüten und auffällig geformte Früchte.
Für Trockenblumenkränze werden vor allem die verzweigten Stiele mit den sogenannten Samenkapseln verwendet. Botanisch handelt es sich um eine ungewöhnliche, aufgeblähte Frucht aus mehreren miteinander verbundenen Balgfrüchten. Durch ihre geschlossene Form wird sie in der Floristik meist einfach als Nigella-Kapsel bezeichnet.
Aussehen und Besonderheiten
Die Jungfer im Grünen bildet fein zerteilte, nahezu fadenförmige Blätter. Unterhalb jeder Blüte sitzt ein Kranz aus ähnlich fein gegliederten Hüllblättern. Diese umgeben die Blüte wie ein lockeres grünes Geflecht und erklären den deutschen Namen.
Die Blüten sind meist hell- bis kräftig blau. Gartenformen können außerdem weiße, rosafarbene oder violette Blüten tragen. Die deutlich sichtbaren farbigen Blütenteile sind botanisch keine Kronblätter, sondern fünf blütenblattähnliche Kelchblätter. Die eigentlichen Kronblätter sind klein und liegen näher am Zentrum der Blüte.
Nach dem Verblühen entwickelt sich eine eiförmige bis annähernd kugelige, deutlich aufgeblähte Frucht. Sie besteht gewöhnlich aus fünf miteinander verwachsenen Balgfrüchten. Die bleibenden Griffel bilden an ihrer Spitze mehrere schmale, hornartige Fortsätze.
Junge Kapseln sind grün und häufig von violetten, weinroten oder bronzefarbenen Streifen durchzogen. Beim Trocknen verändert sich ihre Farbe zu Graugrün, Beige oder Hellbraun. Die feinen Längslinien bleiben häufig sichtbar. Einige Sorten besitzen von Natur aus besonders dunkle, rötliche oder fast schwarze Kapseln.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Nigella-Kapseln verbinden eine kompakte Grundform mit feinen Linien und spitzen Fortsätzen. Dadurch wirken sie strukturreicher als runde Craspedia-Blüten und geschlossener als lockere Rispen oder Gräser.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als einzelne markante Kapseln zwischen feinen Gräsern
- in kleinen Gruppen für wiederkehrende Formen und einen ruhigen Rhythmus
- auf unterschiedlich langen Stielen für Tiefe und Bewegung
- entlang der äußeren Kranzlinie für einen locker auslaufenden Umriss
- als Übergang zwischen flächigen Blütenständen und filigranen Materialien
Lagurus bildet mit seiner weichen Oberfläche einen deutlichen Kontrast zu den festen Kapseln. Phalaris ergänzt die Gestaltung durch schmalere, geschlossene Ähren. Statice und Schleierkraut füllen Zwischenräume mit feinen Verzweigungen, während Achillea größere, flächige Bereiche schafft. Eukalyptus oder Ruscus können als ruhiger Blatthintergrund dienen.
Trocknung und Verarbeitung
Zum Trocknen werden die Stiele geschnitten, wenn die Kapseln vollständig entwickelt sind und ihre grünen, violetten oder bronzefarbenen Streifen noch gut sichtbar bleiben. Erfolgt die Ernte erst nach vollständiger Reife, können sich die Früchte bereits öffnen und Samen verlieren.
Die Stiele lassen sich in kleinen Bündeln kopfüber an einem trockenen, dunklen und gut belüfteten Ort aufhängen. Eine locker angebrachte Papiertüte kann ausfallende Samen auffangen, darf die Luftzirkulation jedoch nicht stark behindern.
Beim Wickeln sollte Nigella am Stiel gehalten werden. Die getrockneten Kapselwände können unter starkem Druck eindrücken, einreißen oder sich öffnen.
Pflege und Haltbarkeit
Getrocknete Nigella sollte ausschließlich in trockenen Innenräumen verwendet und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden.
Staub lässt sich vorsichtig mit schwacher, kühler Föhnluft entfernen. Die Kapseln sollten nicht zusammengedrückt oder häufig berührt werden. Farbveränderungen, kleine Bruchstellen und das Austreten einzelner Samen sind bei natürlichem Trockenmaterial möglich.