Trockenblumenkranz mit Farn & Hortensie – 25 cm
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Was sind Hortensien?
Der Name Hortensie bezeichnet die gesamte Gattung Hydrangea mit zahlreichen Arten und Sorten. Dieser Eintrag behandelt gezielt die Gartenhortensie Hydrangea macrophylla, deren große runde oder flache Blütenstände besonders häufig in Gärten, Schnittblumenarrangements und der Trockenfloristik zu finden sind.
Floristisch wird der vollständige getrocknete Blütenstand mit einem Stück Stiel verwendet. Größere Blütenstände lassen sich außerdem vorsichtig in kleinere Gruppen teilen und dadurch an unterschiedliche Kranzgrößen anpassen.
Aussehen und Besonderheiten
Gartenhortensien bilden große Blütenstände aus zahlreichen kleinen Einzelblüten. Je nach Sorte erscheinen sie in zwei grundlegenden Formen: Ballhortensien besitzen dicht gefüllte, rundliche Blütenstände, während Tellerhortensien flacher aufgebaut sind. Bei ihnen umgibt ein Kranz auffälliger Schaublüten die kleineren fruchtbaren Blüten in der Mitte.
Was umgangssprachlich wie große Blütenblätter aussieht, sind überwiegend vergrößerte Kelchblätter steriler oder nahezu steriler Einzelblüten. Ihre breiten Flächen und die dichte Anordnung erzeugen das typische üppige Erscheinungsbild.
Das Farbspektrum umfasst Weiß, Rosa, Rot, Violett, Blau und Grün sowie zahlreiche Zwischentöne. Bei manchen rosa oder blau blühenden Sorten beeinflussen Bodenreaktion und Aluminiumverfügbarkeit die Blütenfarbe. Der pH-Wert allein erklärt den Farbwechsel daher nicht vollständig. Außerdem reagieren nicht alle Sorten gleich; weiße und grüne Blüten bleiben von diesem Effekt weitgehend unberührt.
Mit zunehmender Reife verändern viele Hortensienblüten ihre Farbe bereits am Strauch. Aus Blau, Rosa oder Weiß können gedeckte Grün-, Rot-, Violett- und Beigetöne entstehen. Beim Trocknen werden die Kelchblätter papierartig und matter. Sie können sich zusammenziehen, an den Rändern einrollen oder weiter nachdunkeln.
Im Floristikhandel werden neben naturgetrockneten Hortensien auch gefärbte, gebleichte oder konservierte Varianten angeboten. Besonders gleichmäßige oder ungewöhnlich intensive Farben weisen häufig auf eine entsprechende Behandlung hin.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Hortensien erzeugen im Kranz größere, zusammenhängende Farbflächen. Anders als feine Gräser oder kleine Blütenpunkte bringen sie deutliches Volumen und eine weiche, flächige Struktur in die Gestaltung.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als großer, zusammenhängender Schwerpunkt im Kranz
- in kleineren Teilstücken zur Wiederholung einer Farbe
- als Füllmaterial zwischen kräftigen Blüten und lockeren Gräsern
- für weiche Übergänge zwischen kompakten und filigranen Bereichen
- entlang der Innen- oder Außenkante für eine geschlossene Kranzform
Schleierkraut und Glixia ergänzen die großen Hortensienflächen mit kleinen Blüten und feinen Verzweigungen. Lavendel oder Phalaris setzen längliche, klar abgegrenzte Formen dagegen. Mit Eukalyptus oder Ruskus entstehen größere Blattflächen, während Pampasgras und Hasenschwanzgras die weiche Wirkung mit anderen Oberflächen fortführen.
Ein einzelner Hortensienkopf kann in einem kleinen Kranz bereits sehr dominant wirken. Durch vorsichtiges Zerteilen lässt sich das Material gleichmäßiger verteilen, ohne seine charakteristische Struktur vollständig aufzulösen.
Trocknung und Verarbeitung
Zum Trocknen eignen sich weiter ausgereifte Blütenstände besser als frisch aufgeblühte, noch sehr weiche Köpfe. Ein geeigneter Zeitpunkt ist erreicht, wenn sich die auffälligen Kelchblätter bereits fester und leicht papierartig anfühlen.
Die Stiele können kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und vor direkter Sonne geschützten Ort aufgehängt werden. Alternativ lassen sich die Blütenstände mit wenig Wasser in einer Vase langsam eintrocknen. Das Ergebnis hängt von Sorte, Reifegrad und Trocknungsbedingungen ab.
Was ist Craspedia?
Unter dem Namen Craspedia wird in der Floristik meist eine Trockenblume mit kugeligen gelben Blütenständen und langen, geraden Stielen angeboten. Der heute akzeptierte botanische Name der im alten Artikel gemeinten Art lautet Pycnosorus globosus. Die frühere Bezeichnung Craspedia globosa wird im Pflanzen- und Floristikhandel weiterhin häufig verwendet.
Floristisch verarbeitet werden hauptsächlich die langen Blütenstiele mit den daran sitzenden kugeligen Köpfen. Die Laubblätter sind bei fertiger Schnitt- und Trockenware meist entfernt. Im Englischen wird die Art wegen ihres Aussehens unter anderem Billy Buttons oder Drumsticks genannt.
Aussehen und Besonderheiten
Was auf den ersten Blick wie eine einzelne kugelige Blüte aussieht, ist botanisch ein zusammengesetzter Blütenstand. Eine Kugel besteht aus zahlreichen kleinen Teilköpfchen, die wiederum mehrere gelbe Röhrenblüten enthalten. Dadurch entsteht die gleichmäßige, fein strukturierte Oberfläche.
Die kugeligen Blütenstände erreichen bei der Wildart ungefähr acht Millimeter bis dreieinhalb Zentimeter Durchmesser. Sie sitzen einzeln auf aufrechten, überwiegend unverzweigten Stielen. Diese klare Trennung zwischen geradem Stiel und rundem Kopf macht Craspedia auch in getrockneter Form leicht erkennbar.
Die natürliche Blütenfarbe ist Gelb. Während der Trocknung kann sie etwas gedeckter oder senfgelber werden. Im Floristikhandel werden außerdem gefärbte Varianten angeboten. Rosa, Orange, Rot, Blau, Schwarz oder andere ungewöhnliche Farbtöne entsprechen daher nicht der natürlichen Färbung.
Getrocknete Craspedia behält ihre kugelige Grundform vergleichsweise gut. Die Oberfläche kann jedoch bei Druck beschädigt werden oder einzelne kleine Bestandteile verlieren. Auch die langen Stiele lassen sich zwar gut ausrichten, können bei starkem Knicken aber brechen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Craspedia ist vor allem ein punktförmiges Akzentmaterial. Ihre runden Köpfe heben sich deutlich von länglichen Gräsern, verzweigten Füllmaterialien und größeren Blattformen ab. Bereits wenige Blütenstände können deshalb innerhalb eines Kranzes gut sichtbar sein.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als einzelne gelbe Farbpunkte zwischen gedeckten Naturtönen
- als kleine Gruppe innerhalb einer asymmetrisch gebundenen Partie
- für wiederkehrende runde Formen entlang des Kranzverlaufs
- zur Gliederung zwischen lockeren Gräsern und flächigen Blättern
- mit unterschiedlich langen Stielen für kleine Höhenabstufungen
Hasenschwanzgras bildet mit seinen weichen, ovalen Blütenständen einen sanften Formkontrast zu den festen Kugeln. Eukalyptus oder Ruskus ergänzen größere, ruhigere Blattflächen. Briza und Broom Bloom bringen feine Verzweigungen und Bewegung zwischen die klar abgegrenzten Blütenköpfe. Neben Strohblumen können Farbe und kompakte Form wiederholt werden, ohne dass beide Materialien gleich aussehen.
Bei kleinen Kränzen genügen meist wenige kurze Stiele. Werden zu viele Kugeln dicht nebeneinandergesetzt, können sie schnell eine geschlossene Punktfläche bilden und ihre Wirkung als einzelne Akzente verlieren.
Trocknung und Verarbeitung
Craspedia eignet sich zum Lufttrocknen. Die Stiele können einzeln oder in kleinen Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und lichtarmen Ort aufgehängt werden. Die Blütenköpfe sollten dabei nicht aneinandergepresst werden.
Für einen Kranz lassen sich die Stiele auf die gewünschte Länge kürzen und mit feinem Wickeldraht befestigen. Beim Einarbeiten sollte der Stiel gehalten werden, damit kein unnötiger Druck auf den kugeligen Blütenstand entsteht. Ein zusätzliches Fixierspray ist normalerweise nicht erforderlich und kann Oberfläche oder Farbe verändern.
Was ist Schleierkraut?
Schleierkraut ist eine krautige, mehrjährige Pflanze mit aufrechten und stark verzweigten Stängeln. An den feinen Verzweigungen sitzen zahlreiche kleine Blüten, die zusammen einen lockeren, rispenartigen Blütenstand bilden.
Für die Floristik werden die verzweigten Blütenstiele im Ganzen oder in kleineren Abschnitten verwendet. Unter dem deutschen Namen Schleierkraut können allerdings auch andere Arten und Zuchtformen der Gattung Gypsophila angeboten werden. Dieser Artikel behandelt ausdrücklich Gypsophila paniculata.
Aussehen und Besonderheiten
Die dünnen Stängel verzweigen sich mehrfach und tragen schmale, blaugrüne bis graugrüne Blätter. Im oberen Bereich entsteht ein weit verzweigter Blütenstand mit sehr vielen kleinen Einzelblüten. Durch die großen Abstände zwischen den feinen Zweigen wirkt das Material leicht und durchscheinend.
Die Wildform besitzt überwiegend weiße, gelegentlich sehr blass rosafarbene Blüten. Sie bestehen aus fünf kleinen Blütenblättern. Bei floristisch verwendeten Sorten kommen neben einfachen auch halbgefüllte und gefüllte Blüten vor. Gefüllte Sorten erscheinen etwas kompakter und bilden deutlichere kleine Blütenpunkte.
Beim Trocknen kann sich reines Weiß zu Cremeweiß, Elfenbein oder hellem Beige verändern. Rosafarbene Sorten entwickeln häufig mattere Altrosa- und Pudertöne. Einzelne Blüten können bräunlich werden oder sich vom Stiel lösen.
Im Handel ist Schleierkraut außerdem gebleicht, gefärbt oder anderweitig behandelt erhältlich. Rosa, Gelb, Orange, Rot, Blau, Lila und weitere kräftige oder auffallend gleichmäßige Farbtöne entstehen gewöhnlich durch eine nachträgliche Behandlung. Auch die Beweglichkeit und Oberflächenwirkung der Zweige kann sich dadurch verändern.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Schleierkraut schafft feine Übergänge und füllt Zwischenräume, ohne größere Blüten oder strukturstarke Materialien vollständig zu verdecken. Die zahlreichen kleinen Blütenpunkte verbinden einzelne Gestaltungselemente optisch miteinander.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- zwischen größeren Blüten zum lockeren Schließen kleiner Lücken
- entlang der äußeren Kranzlinie für eine weich auslaufende Kontur
- in kleinen Gruppen für wiederkehrende Blütenpunkte
- als feine Grundlage unter stärker abgegrenzten Materialien
- in gefärbter Form zur Wiederholung einzelner Farbtöne im Kranz
Craspedia, Gomphrena oder Strohblumen setzen zwischen den feinen Verzweigungen klar begrenzte Formen. Pampasgras und Lagurus ergänzen Schleierkraut durch weichere, kompaktere Oberflächen. Phalaris oder Weizen schaffen geradlinigere Akzente, während Eukalyptus und Ruscus größere, ruhigere Blattflächen hinzufügen.
Für kleine Kränze lassen sich die verzweigten Stiele in kurze Abschnitte teilen. Bei größeren Kränzen können längere Zweige verwendet werden, um eine lockere Kontur oder fließende Übergänge zu gestalten.
Trocknung und Verarbeitung
Zum Trocknen eignen sich Stiele, bei denen der überwiegende Teil der Blüten bereits geöffnet ist. Überschüssige Blätter werden entfernt und die Stängel anschließend in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufgehängt. Der Standort sollte trocken, dunkel und gut belüftet sein.
Vollständig getrocknetes Schleierkraut ist leicht und empfindlich. Beim Wickeln sollte es möglichst an einem kräftigeren Stängelabschnitt gehalten werden. Starker Druck, häufiges Nachjustieren und enges Biegen können die feinen Verzweigungen brechen oder Blüten ablösen.
Pflege und Haltbarkeit
Getrocknetes Schleierkraut sollte ausschließlich in trockenen Innenräumen verwendet und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden.
Was ist Pampasgras?
Pampasgras ist ein kräftiges, mehrjähriges Süßgras, das große, dichte Horste bildet und mit seinen langen Blütenrispen eine Höhe von bis zu etwa vier Metern erreichen kann. Der Name wird im Handel gelegentlich auch für ähnlich aussehende Ziergräser verwendet. Dieser Eintrag behandelt ausschließlich Cortaderia selloana.
In der Trockenfloristik werden die getrockneten Blütenrispen genutzt. Sie bestehen aus zahlreichen kleinen Ährchen, die an fein verzweigten Rispenästen sitzen. Ihre seidigen Haare erzeugen die weiche, federartige Oberfläche, für die Pampasgras bekannt ist.
Aussehen und Besonderheiten
Die Pflanze bildet lange, schmale, bogig überhängende Blätter mit rauen und scharf gezähnten Rändern. Über dem dichten Blattschopf stehen kräftige, aufrechte Halme mit großen, pyramiden- bis länglich geformten Blütenrispen. Diese können etwa 45 bis 90 Zentimeter lang werden.
Pampasgras ist überwiegend zweihäusig: Weibliche und männliche Blüten befinden sich meist auf unterschiedlichen Pflanzen. Die Ährchen weiblicher Pflanzen besitzen besonders lange, seidige Haare. Ihre Rispen wirken dadurch häufig dichter und flauschiger und werden bevorzugt als Zier- und Trockenmaterial verwendet.
Die natürlichen Blütenstände sind überwiegend silbrig weiß, cremefarben oder leicht rosa bis violett überhaucht. Außerdem gibt es Sorten mit deutlicher rosafarbenen Rispen. Beim Trocknen und Altern können die Farben heller, gelblicher oder beige werden.
Kräftiges Rosa, Blau, Schwarz oder andere intensive Farbtöne weisen in der Regel auf gefärbte Floristikware hin. Auch gebleichtes Pampasgras ist erhältlich und wirkt meist heller und gleichmäßiger als naturbelassenes Material.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Pampasgras bringt deutliches Volumen in einen Kranz und erzeugt eine weiche, lockere Oberfläche. Bereits wenige Rispenabschnitte können eine größere Fläche füllen. Das Material eignet sich deshalb besonders für Kränze, die üppig, natürlich oder bewusst asymmetrisch gestaltet werden sollen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als weicher Hintergrund für kompaktere Blüten und Fruchtstände
- entlang der äußeren Kranzlinie für einen locker auslaufenden Umriss
- in kleinen Gruppen als deutliches Volumenelement
- in unterschiedlichen Längen für Bewegung und räumliche Tiefe
- als heller Übergang zwischen kräftigen oder dunkleren Materialien
Lagurus führt die weiche Struktur in kleinerem Maßstab fort. Phalaris, Weizen oder Miscanthus ergänzen das Pampasgras durch schmalere, klarere Linien. Eukalyptus und Ruscus schaffen ruhigere Blattflächen, während Strohblumen, Craspedia oder gefärbte Statice kompakte Farbakzente setzen.
Da die Rispen viel Raum einnehmen, sollten sie bei kleineren Kränzen sparsam eingesetzt werden. Werden sie stark zusammengedrückt oder unter festere Materialien geklemmt, verliert ihre Oberfläche an Fülle.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Trocknung eignen sich Rispen, die vollständig aus dem Blattschopf hervorgetreten, aber noch nicht stark ausgereift sind. Sehr reife Blütenstände können deutlich mehr Samen und feine Pflanzenteile verlieren.
Die Halme lassen sich einzeln oder in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und lichtgeschützten Ort aufhängen. Wer Pampasgras selbst schneidet, sollte wegen der scharfen Blattränder feste Handschuhe und schützende Kleidung tragen.
Beim Verarbeiten wird das Material am Halm gehalten. Die Rispen sollten möglichst wenig gerieben oder wiederholt zusammengedrückt werden. Kürzere Abschnitte lassen sich mit Wickeldraht befestigen oder auf einer tragfähigen Kranzunterlage fixieren.
Was ist Statice?
Statice ist ein gebräuchlicher Floristik- und Handelsname für verschiedene Arten der Gattung Limonium. Dieser Artikel behandelt konkret Limonium sinuatum, eine besonders häufig als Schnitt- und Trockenblume kultivierte Art. Der frühere botanische Name Statice sinuata erklärt, warum die Bezeichnung Statice bis heute verwendet wird.
Auch der Name Strandflieder ist nicht eindeutig und kann verschiedene Limonium-Arten bezeichnen. Mit dem echten Flieder der Gattung Syringa und mit Lavendel ist die Pflanze botanisch nicht näher verwandt. Floristisch genutzt werden ihre verzweigten Blütenstiele mit zahlreichen kleinen, dauerhaft sichtbaren Blütenkelchen.
Aussehen und Besonderheiten
Die grünen Blätter stehen überwiegend in einer bodennahen Rosette. Sie sind länglich und deutlich gelappt, ihre Ränder erscheinen dadurch wellig oder eingeschnitten. Für Trockenarrangements spielen die Blätter meist keine Rolle, da hauptsächlich die langen Blütenstiele verarbeitet werden.
Die aufrechten Stiele verzweigen sich im oberen Bereich mehrfach. Ein auffälliges Merkmal sind ihre schmalen, blattähnlichen Flügel, die längs an den Stängeln verlaufen. An den Enden der Verzweigungen sitzen kurze, dicht besetzte Ähren mit zahlreichen kleinen Blüten.
Die dauerhaft sichtbare Farbe stammt überwiegend nicht von den eigentlichen Blütenblättern, sondern vom trichter- bis röhrenförmigen Kelch. Die kleinere Blütenkrone ist meist weiß bis blassgelb und fällt vergleichsweise früh ab. Der farbige, papierartige Kelch bleibt dagegen erhalten und prägt das Aussehen der getrockneten Statice.
Kultivierte Sorten können blaue, violette, rosafarbene, weiße, gelbe, apricotfarbene oder rötliche Kelche bilden. Diese Farben müssen daher nicht automatisch auf eine nachträgliche Behandlung hinweisen. Zusätzlich wird gebleichte oder gefärbte Handelsware angeboten. Bei ungewöhnlich gleichmäßigen oder intensiven Farbtönen lässt sich die Behandlung ohne Lieferantenangabe nicht sicher beurteilen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Statice bildet verzweigte Flächen aus vielen kleinen Farbpunkten. Sie kann Zwischenräume füllen, ohne so geschlossen und schwer zu wirken wie ein großer kompakter Blütenkopf. Je nach Länge der verwendeten Stiele entsteht eine dichte Farbfläche oder eine locker über die Kranzkontur hinausragende Struktur.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- in kurzen Abschnitten als farbiger Füller zwischen größeren Blüten
- in kleinen Gruppen für wiederkehrende Farbakzente
- als Übergang zwischen kompakten Blütenständen und feinen Gräsern
- entlang der äußeren Kranzlinie für einen locker auslaufenden Rand
- Ton in Ton oder als deutlicher Kontrast zu neutralen Naturmaterialien
Lagurus setzt mit seiner weichen Oberfläche einen ruhigen Gegenpol zu den festen Kelchen. Craspedia und Strohblumen ergänzen Statice durch klar begrenzte, kompakte Formen. Achillea bringt breitere, flächige Blütenstände hinzu. Phalaris und andere Gräser schaffen längere Linien und unterbrechen die fein verzweigten Farbflächen.
Trocknung und Verarbeitung
Statice eignet sich für die Lufttrocknung. Dafür können die unteren Blätter entfernt und die Stiele in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufgehängt werden. Ein trockener, gut belüfteter und möglichst lichtgeschützter Ort hilft dabei, Feuchtigkeitsprobleme und ein unnötig schnelles Verblassen zu vermeiden.
Beim Wickeln sollten die Stiele an einem kräftigeren Abschnitt gehalten werden. Vollständig getrocknete Verzweigungen können bei engem Biegen oder wiederholtem Ausrichten brechen. Auch einzelne Kelche können sich durch Druck oder Reibung lösen.
Botanische Zuordnung: Verschiedene Farngattungen, darunter Asplenium, Dryopteris, Polystichum und Rumohra
Familie: Je nach Art unterschiedliche Farnfamilien
Natürliche Verbreitung: Weltweit; genaue Verbreitung und Standortansprüche unterscheiden sich je nach Art
Einordnung: Pflanzengruppe und Floristik-Sammelbegriff
Was ist Farn?
Farn bezeichnet keine einzelne botanische Art, sondern eine große Gruppe von Gefäßpflanzen, die sich durch Sporen statt durch Blüten und Samen vermehren. In der Floristik werden die als Wedel bezeichneten Blätter verwendet. Diese können ungeteilt, gelappt oder mehrfach gefiedert sein.
Unter der Bezeichnung Farn werden sehr unterschiedliche Materialien angeboten. Dazu gehören Wedel verschiedener Asplenium-, Dryopteris- und Polystichum-Arten. Ein bekanntes Schnittgrün ist der Lederfarn Rumohra adiantiformis. Ohne eine genauere Lieferantenbezeichnung oder ein Etikett lässt sich Floristikware jedoch nicht immer sicher einer bestimmten Art zuordnen.
Aussehen und Besonderheiten
Viele Farne besitzen eine deutlich erkennbare Mittelachse, an der zahlreiche kleinere Blattabschnitte angeordnet sind. Abhängig von der Art entstehen schmale, fächerförmige, dreieckige oder bogenförmig auslaufende Wedel. Die feine Gliederung erzeugt eine große Blattfläche, ohne geschlossen oder schwer zu wirken.
Auf der Unterseite ausgewachsener Wedel können braune Punkte, Linien oder längliche Flächen sichtbar sein. Dabei handelt es sich häufig um Sori – Gruppen von Sporenbehältern – und nicht zwangsläufig um Schäden oder Verfärbungen.
Lederfarn besitzt kräftige, zwei- bis dreifach gefiederte Wedel mit einer vergleichsweise festen und ledrigen Oberfläche. Andere Farne sind deutlich feiner aufgebaut und reagieren empfindlicher auf Druck oder Knicke.
Frischer Farn zeigt je nach Art helle bis dunkle Grüntöne. Beim gewöhnlichen Trocknen kann das Grün verblassen und sich in Grau-, Beige- oder Brauntöne verändern. Luftgetrocknete Wedel werden zudem häufig spröde und können sich einrollen.
Konservierter Farn bleibt meist biegsamer. Eine Behandlung mit Glycerin erhält jedoch nicht automatisch die ursprüngliche grüne Farbe: Ungefärbtes Pflanzenmaterial kann dabei braun werden. Gleichmäßige Creme-, Gold-, Kupfer-, Rosa- oder kräftige Grüntöne weisen gewöhnlich auf zusätzlich gefärbte Floristikware hin.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Farn bildet im Kranz eine flächige, zugleich fein gegliederte Struktur. Seine Wedel können kleinere Zwischenräume schließen, Übergänge schaffen oder eine ruhigere Grundlage hinter deutlich abgegrenzten Blüten bilden.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als flächiger Hintergrund unter kompakten Blütenköpfen
- entlang der Außenkante für eine gefiederte, leicht auslaufende Silhouette
- als verbindendes Material zwischen Blüten, Gräsern und größeren Blättern
- mit einzelnen längeren Wedeln zur Betonung einer asymmetrischen Kranzform
- in kleinen überlappenden Gruppen für Tiefe und unterschiedliche Ebenen
Strohblumen und Craspedia setzen vor der feinen Blattstruktur klar erkennbare, runde Farbpunkte. Eukalyptus oder Ruskus ergänzen größere und ruhiger wirkende Blattformen. Fallender Amaranthus nimmt die organischen Linien des Farns auf und bringt zusätzliche Bewegung in den Aufbau. Pampasgras bildet dagegen einen weichen, volumenreichen Kontrast zu den flächigen Wedeln.
Große Farnwedel können einen kleinen Kranz schnell verdecken. Für kompakte Arbeiten lassen sie sich daher teilen oder mit kürzeren Stielen einarbeiten. Dabei sollte die natürliche Richtung der Wedel berücksichtigt werden.
Trocknung und Verarbeitung
Farn kann gepresst, luftgetrocknet oder konserviert werden. Beim Pressen bleibt die flächige Kontur gut erkennbar, der Wedel wird jedoch vollständig flach. Beim freien Trocknen können sich einzelne Blattabschnitte zusammenziehen oder einrollen.
Botanische Zuordnung: Keine einzelne Art; typische Beispiele sind Lagurus ovatus, Briza maxima, Setaria italica, Cortaderia selloana und Miscanthus sinensis
Gebräuchliche Namen: Hasenschwanzgras, Zittergras, Kolbenhirse, Pampasgras und Chinaschilf
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Natürliche Verbreitung: Je nach Art unter anderem Makaronesien, Mittelmeerraum, Südamerika sowie Ost- und Südostasien
Einordnung: Pflanzengruppe und Sammelbezeichnung für floristisch verwendete Halme und Blütenstände
Was sind verschiedene Gräser?
„Verschiedene Gräser“ ist keine botanische Bezeichnung für eine einzelne Art. Im Floristikhandel und in Produktbeschreibungen dient der Ausdruck als Sammelbegriff für unterschiedliche getrocknete Süßgräser. Verwendet werden hauptsächlich ihre Halme und Blütenstände.
Zu den typischen Beispielen gehören Hasenschwanzgras, Großes Zittergras, Kolbenhirse, Pampasgras und Chinaschilf. Sie gehören zwar alle zur Familie der Süßgräser, unterscheiden sich aber deutlich in Größe, Form und Wirkung. Welche Arten in einem konkreten Kranz enthalten sind, lässt sich anhand der Sammelbezeichnung allein nicht bestimmen.
Aussehen und Besonderheiten
Gräser bestehen meist aus schlanken Halmen, schmalen Blättern und unterschiedlich aufgebauten Blütenständen. Gerade diese Vielfalt macht sie für Trockenblumenkränze interessant:
- Lagurus ovatus bildet dichte, eiförmige Blütenstände mit einer weichen, flauschigen Oberfläche.
- Briza maxima trägt flache, herz- bis eiförmige Ährchen, die locker an feinen Verzweigungen hängen.
- Setaria italica besitzt kompakte, längliche Rispen mit einer borstig wirkenden Oberfläche.
- Cortaderia selloana entwickelt große, dichte und federartige Blütenrispen.
- Miscanthus sinensis bildet verzweigte Rispen, die sich beim Reifen lockern und häufig eine silbrige oder beige Farbwirkung annehmen.
Frisch geschnittene Gräser können grün, cremefarben, rötlich oder silbrig erscheinen. Während der Reife und Trocknung verändern sich viele Arten zu Beige-, Stroh-, Gold- oder Brauntönen. Sorte, Erntezeitpunkt und Trocknung beeinflussen das spätere Erscheinungsbild.
Zusätzlich werden Gräser gebleicht oder gefärbt angeboten. Reinweiße, schwarze oder sehr kräftig bunte Varianten sind in der Regel behandelt. Auch natürlich wirkende Ware kann aufgehellt oder anderweitig bearbeitet worden sein, ohne dass dies später eindeutig erkennbar ist.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Gräser können im Kranz sehr unterschiedliche gestalterische Aufgaben übernehmen. Feine Halme schaffen Linien und lockern kompakte Blütenflächen auf. Verzweigte Rispen füllen Zwischenräume, während größere federartige Blütenstände Volumen und einen deutlichen Schwerpunkt bilden.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- kurze Halme als feine Übergänge zwischen größeren Blüten
- wiederkehrende Grasgruppen für einen gleichmäßigen Rhythmus
- über die Kranzkontur hinausragende Spitzen für eine lockerere Silhouette
- kompakte Rispen als Kontrast zu runden Blütenköpfen
- große, weich erscheinende Blütenstände für mehr Volumen
Hasenschwanzgras lässt sich beispielsweise mit Statice oder Schleierkraut zu einer kleinteiligen, weichen Struktur verbinden. Zittergras bringt eine offenere Linienführung zwischen kompakte Strohblumen oder Craspedia. Kolbenhirse setzt längliche, klar erkennbare Formen. Pampasgras und Chinaschilf eignen sich besonders für größere Kränze, da ihre ausladenden Rispen kleinere Materialien schnell verdecken können.
Trocknung und Verarbeitung
Viele Gräser eignen sich für die Lufttrocknung. Dafür werden trockene, unbeschädigte Halme in kleinen Bündeln kopfüber an einem lichtgeschützten und gut belüfteten Ort aufgehängt. Untere Blätter können vorher entfernt werden, wenn sie für die spätere Gestaltung nicht benötigt werden.
Nicht vorrätig
Selbstgemachter Trockenblumenkranz mit Farn & Hortensien
Dieser handgefertigte Kranz verbindet zarte Blüten mit feinen Strukturen zu einem harmonischen Ganzen. Auf einem Strohrömer gebunden, entfalten Trockenblumen wie Farn, Hortensien, Craspedia, Pampasgras und Schleierkraut ihre volle Wirkung. Dezente Grüntöne, weiche Beigetöne und einzelne Farbakzente verleihen dem Kranz Tiefe und Natürlichkeit.
Ob an der Wand, auf der Tür oder als Tischschmuck – dieser Kranz wirkt natürlich und stilvoll zugleich.
Detailverliebt & vielseitig kombinierbar
Die Kombination aus echten Trockenblumen und gezielt eingesetztem Kunstgrün sorgt für eine Optik mit frischer Anmutung. Chinaschilf und Statice ergänzen das Gesamtbild mit Struktur und Leichtigkeit. Jeder Kranz wird von Hand gefertigt – und das sieht man.
Auf einen Blick
- Außendurchmesser ca. 25 cm
- Gebunden auf Strohrömer, fixiert mit Draht & Abwickelband
- Enthaltene Blumen & Materialien: Farn, Hortensie, Craspedia, Schleierkraut, Kunstgrün, Pampasgras, Chinaschilf, Statice
- Jeder Kranz ist ein handgemachtes Einzelstück – stilvoll, natürlich
Weitere Hinweise
- Mit Liebe handgemacht: Jeder Trockenblumenkranz wird in liebevoller Handarbeit gefertigt – kleine Abweichungen in Form, Farbe und Blütenanordnung machen jedes Stück zu einem Unikat.
- Pflegeleicht, aber sensibel: Bitte schütze den Kranz vor direktem Sonnenlicht, hoher Luftfeuchtigkeit und Wasser. Zum Entstauben genügt ein sanfter Staubwedel oder leichtes Ausschütteln.
- Transportsicherheit: Trockenblumen sind empfindlich. Es kann beim Versand vorkommen, dass einzelne Blätter oder Blüten leicht abfallen – das ist ganz normal und beeinträchtigt nicht die Optik.
- Bildschirmdarstellung & Deko: Farben können je nach Bildschirm leicht variieren. Abgebildete Dekoration ist nicht im Lieferumfang enthalten, sofern nicht ausdrücklich angegeben.
Produktsicherheit
Herstellerinformationen
Andrea Rusche
Leiteweg 8
95448 Bayreuth
Email: info@farbenkranz.de
Verantwortliche Person in der EU
Andrea Rusche
Leiteweg 8
95448 Bayreuth
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