Amaranthus
- Botanischer Name
- Amaranthus L.
- Deutscher Name
- Amarant, Fuchsschwanz
- Familie
- Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
- Natürliche Verbreitung
- Weltweit verbreitet
Was ist Amaranthus?
Amaranthus ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Sie umfasst zahlreiche Arten mit unterschiedlich geformten Blütenständen. Diese können aufrecht, überhängend oder verzweigt wachsen. Die langen, herabfallenden Blütenstände, die in der Floristik besonders bekannt sind, stammen häufig vom Garten-Fuchsschwanz Amaranthus caudatus oder von entsprechenden Sorten.
Da getrocknete Handelsware oft lediglich als „Amaranthus“ angeboten wird, lässt sie sich ohne genauere Bezeichnung nicht sicher einer bestimmten Art zuordnen. Für floristische Arbeiten werden vor allem die dicht mit kleinen Blüten besetzten Seitenzweige oder vollständigen Blütenstände verwendet.
Aussehen und Besonderheiten
Amaranthus besteht nicht aus einzelnen auffälligen Blüten. Seine Wirkung entsteht durch zahlreiche sehr kleine Blüten, die dicht an langen, ähren- oder rispenartigen Blütenständen sitzen. Dadurch bildet sich eine fein strukturierte Oberfläche, die frisch beinahe samtig erscheinen kann.
Je nach Art und Sorte stehen die Blütenstände aufrecht oder hängen in langen, teilweise verzweigten Strängen herab. Besonders die überhängenden Formen erzeugen eine ausgeprägte Fließrichtung. Sie unterscheiden sich deutlich von kompakten Blütenköpfen und kurzen, aufrechten Gräsern.
Das natürliche Farbspektrum der floristisch verwendeten Sorten umfasst vor allem Grün-, Rot-, Purpur- und Bordeauxtöne. Auch hellere oder rosafarbene Kulturformen werden angeboten. Beim Trocknen können die Farben matter, dunkler oder bräunlicher werden. Zusätzlich gefärbte oder gebleichte Handelsware sollte von natürlich gewachsenen Sortenfarben unterschieden werden.
Getrockneter Amaranthus wirkt weniger weich als frisches Material. Die kleinen Blütenbestandteile sitzen zwar weiterhin dicht zusammen, können bei Berührung jedoch spröde reagieren und sich lösen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Amaranthus bringt vor allem Richtung und Bewegung in einen Trockenblumenkranz. Überhängende Stränge können über die Kranzunterlage hinausreichen und eignen sich deshalb besonders für asymmetrische Wandkränze oder Gestaltungen mit bewusst offenem Verlauf.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als herabhängender Abschluss an einer Seite des Kranzes
- für fließende Linien in asymmetrischen Gestaltungen
- als kräftiger Farbblock in Grün, Rot oder Bordeaux
- als Strukturkontrast zu glatten Blättern und festen Fruchtständen
- für unterschiedliche Längen und Arbeitshöhen innerhalb des Kranzes
Zusammen mit Gräsern oder Hirse entsteht eine natürliche, bewegte Gestaltung. Runde Craspedia-Köpfe setzen einen klaren Formkontrast zu den langen Amaranthus-Strängen. Eukalyptus oder Lunaria können die üppige Struktur durch ruhigere Flächen ausgleichen.
Amaranthus sollte nicht zu stark zusammengedrückt werden. Schon wenige gezielt platzierte Abschnitte können eine deutliche Richtung vorgeben. Bei kleineren Kränzen lassen sich einzelne Seitenzweige meist leichter einarbeiten als ein vollständiger, langer Blütenstand.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Lufttrocknung werden unbeschädigte Stiele verwendet und überflüssige Blätter entfernt. Kleine, lockere Bündel können an einem trockenen, lichtarmen und gut belüfteten Ort aufgehängt werden. Die langen Blütenstände sollten dabei frei liegen und weder aneinander noch an eine Wand gedrückt werden.
Vor der Verarbeitung muss das Material vollständig durchgetrocknet sein. Lange Stränge lassen sich in passende Abschnitte teilen und mit Draht befestigen. Dabei sollte möglichst wenig Druck auf die dicht besetzten Blütenstände ausgeübt werden, da trockene Einzelteile ausrieseln können.
Pflege und Haltbarkeit
Getrockneter Amaranthus sollte ausschließlich in trockenen Innenräumen verwendet und vor hoher Luftfeuchtigkeit geschützt werden. Dauerhafte direkte Sonneneinstrahlung kann die Farben schneller verblassen lassen.
Staub lässt sich vorsichtig mit einem weichen Pinsel oder schwacher, kühler Föhnluft entfernen. Häufiges Berühren sollte vermieden werden. Farbveränderungen und das gelegentliche Ablösen kleiner Pflanzenteile sind bei natürlichem Trockenmaterial möglich.