Akelei
- Botanischer Name
- Aquilegia L.
- Deutscher Name
- Akelei
- Familie
- Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
- Natürliche Verbreitung
- Gemäßigte Gebiete der Nordhalbkugel bis Guatemala
- Einordnung
- Gattung
Was ist Akelei?
Als Akelei wird die Pflanzengattung Aquilegia aus der Familie der Hahnenfußgewächse bezeichnet. Zu ihr gehören zahlreiche Arten, darunter die in Europa heimische Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris). Da floristisch verwendete Akelei nicht immer mit einer genauen Art oder Sorte ausgewiesen wird, bleibt dieser Eintrag bewusst auf Gattungsebene. Aquilegia ist eine botanisch anerkannte Gattung mit einem weiten natürlichen Verbreitungsgebiet auf der Nordhalbkugel.
Während die frische Pflanze vor allem für ihre auffälligen Blüten mit nach hinten gerichteten Spornen bekannt ist, werden in der Trockenfloristik hauptsächlich ihre Fruchtstände genutzt. Dabei handelt es sich genauer um Gruppen mehrerer aufrechter Balgfrüchte, die aus einer einzelnen Blüte hervorgehen.
Aussehen und Besonderheiten
Nach dem Verblühen entwickeln sich mehrere schmale, nach oben gerichtete Balgfrüchte. Häufig sind es fünf, ihre Anzahl kann je nach Art jedoch abweichen. Jede einzelne Balgfrucht endet in einer schnabelartigen Spitze und öffnet sich bei zunehmender Reife an einer Seite, um die darin enthaltenen Samen freizugeben.
In getrocknetem Zustand erinnern die Fruchtstände an kleine, aufrecht stehende Kelche oder schmale Hörner. Ihre Form ist klar gegliedert, bleibt dabei aber offen und filigran. Zwischen den einzelnen Fruchtteilen entstehen sichtbare Zwischenräume, wodurch das Material trotz seiner markanten Kontur leicht wirkt.
Die natürliche Färbung reicht nach der Trocknung überwiegend von hellem Strohbeige bis zu Grau- und Brauntönen. Der genaue Farbton hängt vom Reifegrad und vom verwendeten Pflanzenmaterial ab. Die trockenen Oberflächen wirken matt und können mit zunehmender Reife aufbrechen. Geöffnete Früchte erscheinen lockerer als noch geschlossene Exemplare und können einzelne Samen verlieren.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Akelei wird im Kranz vor allem als feiner Strukturgeber eingesetzt. Ihre Fruchtstände füllen keine geschlossenen Flächen, sondern setzen kleine, deutlich erkennbare Konturen. Dadurch eignen sie sich besonders für Stellen, an denen ein Kranz mehr Tiefe erhalten soll, ohne dichter oder schwerer zu wirken.
Mögliche Verwendungen sind:
- als lockerer Akzent zwischen kompakten Blütenständen
- für kleine Erhebungen und unterschiedliche Arbeitshöhen
- zur Auflockerung dicht gewickelter Kranzbereiche
- als natürliche Struktur an den äußeren Rändern eines Kranzes
- für wiesenartige, rustikale oder zurückhaltend gestaltete Arrangements
Zusammen mit Nigella entstehen abwechslungsreiche Gruppen aus unterschiedlich geformten Fruchtständen. Briza, Hasenschwanzgras oder andere feine Gräser greifen die leichte Wirkung auf und bringen zusätzlich Bewegung in die Gestaltung. Neben flächiger Achillea bildet Akelei einen deutlichen Formkontrast: Die Schafgarbe wirkt kompakt, während die Akelei offene, aufrechte Linien beisteuert.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Lufttrocknung können gut entwickelte und unbeschädigte Fruchtstiele verwendet werden. Die unteren Blätter werden entfernt und die Stiele gebündelt kopfüber an einem lichtarmen, trockenen und gut belüfteten Ort aufgehängt. Diese Bedingungen reduzieren das Risiko von Schimmelbildung.
Der Reifegrad beeinflusst das spätere Aussehen: Mit zunehmender Reife öffnen sich die Balgfrüchte und können Samen freigeben. Bei der Verarbeitung sollten die trockenen Stiele und Fruchtspitzen nur vorsichtig gebogen werden, da sie unter Druck brechen können.
Pflege und Haltbarkeit
Getrocknete Akelei sollte vor hoher Luftfeuchtigkeit und dauerhafter direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Staub lässt sich vorsichtig mit einem weichen Pinsel oder mit schwacher, kühler Föhnluft entfernen.
Die feinen Fruchtteile sollten möglichst wenig berührt werden. Im Laufe der Zeit können sie spröder werden, sich weiter öffnen oder einzelne Samen und Pflanzenteile verlieren. Solche Veränderungen sind bei natürlichem Trockenmaterial möglich.