Trockenblumenkranz mit Pampasgras und Lavendel – 32 cm
52,90 €
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Was ist Lavendel?
Für die Trockenfloristik werden hauptsächlich die langen Stiele mit ihren endständigen Blütenständen verwendet. Getrockneter Lavendel ist als gebündelte Ware, als einzelner Stiel oder in Form abgelöster Blüten erhältlich. Dieser Eintrag behandelt ausschließlich den Echten Lavendel und nicht Lavandin oder andere Lavendelarten.
Aussehen und Besonderheiten
Echter Lavendel besitzt schmale, längliche Blätter in Grau- bis Silbriggrün. Sie stehen an jungen, meist vierkantigen Stängeln. Aus dem kompakten Laub wachsen lange, überwiegend unverzweigte Blütenstiele empor.
An ihrem oberen Ende sitzen zahlreiche kleine, röhrenförmige Einzelblüten. Diese sind in mehreren Scheinquirlen angeordnet, die gemeinsam einen kurzen, dichten und ährenähnlichen Blütenstand bilden. Die typische Blütenfarbe reicht von hellem Violettblau bis zu kräftigem Violett. Bei kultivierten Sorten kommen außerdem Rosa und Weiß vor.
Beim Trocknen ziehen sich die kleinen Blüten zusammen und können dunkler oder matter erscheinen. Ein Teil der sichtbaren Struktur entsteht durch die bleibenden, häufig ebenfalls violett gefärbten Blütenkelche. Handelsware wird teilweise zusätzlich gefärbt oder gebleicht. Ungewöhnlich gleichmäßige, kräftige oder sehr helle Farbtöne müssen daher nicht der natürlichen Farbe entsprechen.
Blüten und Blätter enthalten aromatische Pflanzenstoffe. Auch getrocknetes Material kann deshalb noch deutlich nach Lavendel riechen. Die Duftintensität ist jedoch von Sorte, Erntezeitpunkt, Lagerung und Alter abhängig und kann mit der Zeit nachlassen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Lavendel bringt schmale, aufrechte Linien und viele kleine Farbpunkte in einen Kranz. Seine Blütenstände wirken kompakter als Schleierkraut, bleiben aber filigraner als große Blütenköpfe oder Samenkapseln.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- in kleinen Bündeln als wiederkehrender violetter Akzent
- mit unterschiedlich langen Stielen für eine lockere Außenlinie
- als schmaler Übergang zwischen größeren Blüten und Gräsern
- dicht nebeneinander für kompakte, deutlich strukturierte Bereiche
- mit einzelnen kurzen Stielen zum Ausfüllen kleiner Zwischenräume
Eukalyptus ergänzt das Violett mit ruhigen graugrünen Blättern. Schleierkraut schafft mit seinen feinen Verzweigungen einen hellen, lockeren Kontrast. Achillea setzt flächigere Blütenstände neben die schmalen Lavendelähren. Auch Briza, Phalaris und Hasenschwanzgras lassen sich verwenden, wenn neben der Farbe unterschiedliche Gras- und Blütenstrukturen sichtbar bleiben sollen.
Da getrocknete Lavendelblüten bei häufiger Berührung ausrieseln können, empfiehlt sich eine Platzierung zwischen etwas stabileren Materialien.
Trocknung und Verarbeitung
Lavendel für Trockenarrangements wird geerntet, wenn sich die ersten Blüten geöffnet haben beziehungsweise ein Teil der Einzelblüten offen ist. Vollständig aufgeblühte Stiele verlieren beim Trocknen häufig leichter einzelne Blütenteile.
Die unteren Blätter können entfernt und die Stiele in kleinen Bündeln kopfüber aufgehängt werden. Ein trockener, gut belüfteter Ort mit wenig Licht unterstützt eine gleichmäßige Trocknung und verringert starke Farbveränderungen.
Beim Wickeln sollten die Stiele und nicht die Blütenstände festgehalten werden. Getrocknete Stiele können knicken und die kleinen Blütenteile durch Reibung abfallen.
Pflege und Haltbarkeit
Getrockneter Lavendel sollte ausschließlich in trockenen Innenräumen verwendet und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden. Wärme und Sonnenlicht können Farbe und Duft schneller verändern.
Staub lässt sich vorsichtig mit schwacher, kühler Föhnluft entfernen. Auf starkes Schütteln oder häufiges Berühren sollte verzichtet werden. Farbveränderungen, ein nachlassender Duft und das Ablösen einzelner Blütenteile sind bei natürlichem Trockenmaterial möglich.
Was ist Pampasgras?
Pampasgras ist ein kräftiges, mehrjähriges Süßgras, das große, dichte Horste bildet und mit seinen langen Blütenrispen eine Höhe von bis zu etwa vier Metern erreichen kann. Der Name wird im Handel gelegentlich auch für ähnlich aussehende Ziergräser verwendet. Dieser Eintrag behandelt ausschließlich Cortaderia selloana.
In der Trockenfloristik werden die getrockneten Blütenrispen genutzt. Sie bestehen aus zahlreichen kleinen Ährchen, die an fein verzweigten Rispenästen sitzen. Ihre seidigen Haare erzeugen die weiche, federartige Oberfläche, für die Pampasgras bekannt ist.
Aussehen und Besonderheiten
Die Pflanze bildet lange, schmale, bogig überhängende Blätter mit rauen und scharf gezähnten Rändern. Über dem dichten Blattschopf stehen kräftige, aufrechte Halme mit großen, pyramiden- bis länglich geformten Blütenrispen. Diese können etwa 45 bis 90 Zentimeter lang werden.
Pampasgras ist überwiegend zweihäusig: Weibliche und männliche Blüten befinden sich meist auf unterschiedlichen Pflanzen. Die Ährchen weiblicher Pflanzen besitzen besonders lange, seidige Haare. Ihre Rispen wirken dadurch häufig dichter und flauschiger und werden bevorzugt als Zier- und Trockenmaterial verwendet.
Die natürlichen Blütenstände sind überwiegend silbrig weiß, cremefarben oder leicht rosa bis violett überhaucht. Außerdem gibt es Sorten mit deutlicher rosafarbenen Rispen. Beim Trocknen und Altern können die Farben heller, gelblicher oder beige werden.
Kräftiges Rosa, Blau, Schwarz oder andere intensive Farbtöne weisen in der Regel auf gefärbte Floristikware hin. Auch gebleichtes Pampasgras ist erhältlich und wirkt meist heller und gleichmäßiger als naturbelassenes Material.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Pampasgras bringt deutliches Volumen in einen Kranz und erzeugt eine weiche, lockere Oberfläche. Bereits wenige Rispenabschnitte können eine größere Fläche füllen. Das Material eignet sich deshalb besonders für Kränze, die üppig, natürlich oder bewusst asymmetrisch gestaltet werden sollen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als weicher Hintergrund für kompaktere Blüten und Fruchtstände
- entlang der äußeren Kranzlinie für einen locker auslaufenden Umriss
- in kleinen Gruppen als deutliches Volumenelement
- in unterschiedlichen Längen für Bewegung und räumliche Tiefe
- als heller Übergang zwischen kräftigen oder dunkleren Materialien
Lagurus führt die weiche Struktur in kleinerem Maßstab fort. Phalaris, Weizen oder Miscanthus ergänzen das Pampasgras durch schmalere, klarere Linien. Eukalyptus und Ruscus schaffen ruhigere Blattflächen, während Strohblumen, Craspedia oder gefärbte Statice kompakte Farbakzente setzen.
Da die Rispen viel Raum einnehmen, sollten sie bei kleineren Kränzen sparsam eingesetzt werden. Werden sie stark zusammengedrückt oder unter festere Materialien geklemmt, verliert ihre Oberfläche an Fülle.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Trocknung eignen sich Rispen, die vollständig aus dem Blattschopf hervorgetreten, aber noch nicht stark ausgereift sind. Sehr reife Blütenstände können deutlich mehr Samen und feine Pflanzenteile verlieren.
Die Halme lassen sich einzeln oder in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und lichtgeschützten Ort aufhängen. Wer Pampasgras selbst schneidet, sollte wegen der scharfen Blattränder feste Handschuhe und schützende Kleidung tragen.
Beim Verarbeiten wird das Material am Halm gehalten. Die Rispen sollten möglichst wenig gerieben oder wiederholt zusammengedrückt werden. Kürzere Abschnitte lassen sich mit Wickeldraht befestigen oder auf einer tragfähigen Kranzunterlage fixieren.
Was ist Hasenschwanzgras?
Hasenschwanzgras ist ein einjähriges Gras mit kompakten, eiförmigen Blütenständen. Diese erinnern durch ihre weiche Oberfläche und abgerundete Form an kleine Hasenschwänze. In der Floristik wird meist der vollständige getrocknete Halm mit dem endständigen Blütenstand verwendet.
Der botanische Name Lagurus ovatus bezieht sich ebenfalls auf das charakteristische Aussehen: Der Gattungsname leitet sich von griechischen Begriffen für Hase und Schwanz ab, während „ovatus“ die eiförmige Kontur beschreibt.
Aussehen und Besonderheiten
Die aufrechten oder leicht gebogenen Halme können je nach Standort etwa 5 bis 60 Zentimeter hoch werden. Auch die schmalen Blätter und Blattscheiden sind behaart. Für Trockenblumenkränze ist jedoch vor allem der dichte Blütenstand interessant.
Botanisch handelt es sich nicht um eine einzelne flauschige Ähre, sondern um eine kompakte Rispe aus zahlreichen dicht stehenden Ährchen. Lange, feine und seidig wirkende Haare an den Hüllspelzen erzeugen die samtige Oberfläche. Dünne Grannen ragen zwischen ihnen hervor und geben dem Blütenstand zusätzlich eine feine, leicht struppige Struktur.
Die Rispen sind gewöhnlich etwa 1 bis 7 Zentimeter lang und können länglich, eiförmig oder fast rund erscheinen. Junge Blütenstände zeigen häufig blassgrüne bis silbrig grüne Töne. Beim Reifen und Trocknen entwickeln sich Cremeweiß, helles Beige und warme Strohfarben.
Im Floristikhandel wird Hasenschwanzgras außerdem gebleicht oder in zahlreichen Pastell- und kräftigen Farbtönen angeboten. Rosa, Blau, Violett, Orange oder ein sehr gleichmäßiges Weiß sind daher meist das Ergebnis einer nachträglichen Behandlung. Bei gefärbter Ware können Intensität und Gleichmäßigkeit der Farbe unterschiedlich ausfallen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Hasenschwanzgras bringt eine weiche, kompakte Form in den Kranz. Die einzelnen Rispen bleiben gut erkennbar, wirken durch ihre feinen Haare aber weniger streng als feste Blütenköpfe oder Samenkapseln. Sie eignen sich besonders für fließende Übergänge zwischen unterschiedlichen Materialien.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- einzeln verteilt als kleine helle oder farbige Akzente
- in Gruppen für weiche, volumenbildende Bereiche
- entlang der Außenkante für eine locker auslaufende Kontur
- mit längeren Halmen für Höhe und Bewegung
- mit kurzen Stielen zur Füllung kleiner Zwischenräume
Pampasgras greift die weiche Oberfläche in einem deutlich größeren Maßstab auf. Phalaris bildet mit seinen glatten, länglichen Ähren einen klareren Kontrast. Glixia oder Schleierkraut ergänzen feine Verzweigungen und kleine helle Punkte.
Neben Gomphrena, Craspedia oder Strohblumen kann Hasenschwanzgras harte Konturen optisch abmildern. Naturbelassene Rispen verbinden Beige-, Braun- und Grüntöne, während gefärbte Varianten einzelne Farben eines Kranzes wiederholen können.
Trocknung und Verarbeitung
Hasenschwanzgras eignet sich gut zur Lufttrocknung. Geschnittene Halme können in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und vor direkter Sonne geschützten Ort aufgehängt werden.
Für eine aufrechte Verarbeitung sollten ausreichend lange Halme stehen bleiben. Nach dem Trocknen können sie gekürzt und einzeln oder in kleinen Gruppen mit Wickeldraht befestigt werden. Die Halme werden mit zunehmender Trockenheit spröder und sollten nicht scharf geknickt werden.
Pflege und Haltbarkeit
Getrocknetes Hasenschwanzgras sollte vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit und dauerhafter direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Naturbelassene und behandelte Farben können sich mit der Zeit verändern.
Botanische Zuordnung: Keine einzelne Art; typische Beispiele sind Lagurus ovatus, Briza maxima, Setaria italica, Cortaderia selloana und Miscanthus sinensis
Gebräuchliche Namen: Hasenschwanzgras, Zittergras, Kolbenhirse, Pampasgras und Chinaschilf
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Natürliche Verbreitung: Je nach Art unter anderem Makaronesien, Mittelmeerraum, Südamerika sowie Ost- und Südostasien
Einordnung: Pflanzengruppe und Sammelbezeichnung für floristisch verwendete Halme und Blütenstände
Was sind verschiedene Gräser?
„Verschiedene Gräser“ ist keine botanische Bezeichnung für eine einzelne Art. Im Floristikhandel und in Produktbeschreibungen dient der Ausdruck als Sammelbegriff für unterschiedliche getrocknete Süßgräser. Verwendet werden hauptsächlich ihre Halme und Blütenstände.
Zu den typischen Beispielen gehören Hasenschwanzgras, Großes Zittergras, Kolbenhirse, Pampasgras und Chinaschilf. Sie gehören zwar alle zur Familie der Süßgräser, unterscheiden sich aber deutlich in Größe, Form und Wirkung. Welche Arten in einem konkreten Kranz enthalten sind, lässt sich anhand der Sammelbezeichnung allein nicht bestimmen.
Aussehen und Besonderheiten
Gräser bestehen meist aus schlanken Halmen, schmalen Blättern und unterschiedlich aufgebauten Blütenständen. Gerade diese Vielfalt macht sie für Trockenblumenkränze interessant:
- Lagurus ovatus bildet dichte, eiförmige Blütenstände mit einer weichen, flauschigen Oberfläche.
- Briza maxima trägt flache, herz- bis eiförmige Ährchen, die locker an feinen Verzweigungen hängen.
- Setaria italica besitzt kompakte, längliche Rispen mit einer borstig wirkenden Oberfläche.
- Cortaderia selloana entwickelt große, dichte und federartige Blütenrispen.
- Miscanthus sinensis bildet verzweigte Rispen, die sich beim Reifen lockern und häufig eine silbrige oder beige Farbwirkung annehmen.
Frisch geschnittene Gräser können grün, cremefarben, rötlich oder silbrig erscheinen. Während der Reife und Trocknung verändern sich viele Arten zu Beige-, Stroh-, Gold- oder Brauntönen. Sorte, Erntezeitpunkt und Trocknung beeinflussen das spätere Erscheinungsbild.
Zusätzlich werden Gräser gebleicht oder gefärbt angeboten. Reinweiße, schwarze oder sehr kräftig bunte Varianten sind in der Regel behandelt. Auch natürlich wirkende Ware kann aufgehellt oder anderweitig bearbeitet worden sein, ohne dass dies später eindeutig erkennbar ist.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Gräser können im Kranz sehr unterschiedliche gestalterische Aufgaben übernehmen. Feine Halme schaffen Linien und lockern kompakte Blütenflächen auf. Verzweigte Rispen füllen Zwischenräume, während größere federartige Blütenstände Volumen und einen deutlichen Schwerpunkt bilden.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- kurze Halme als feine Übergänge zwischen größeren Blüten
- wiederkehrende Grasgruppen für einen gleichmäßigen Rhythmus
- über die Kranzkontur hinausragende Spitzen für eine lockerere Silhouette
- kompakte Rispen als Kontrast zu runden Blütenköpfen
- große, weich erscheinende Blütenstände für mehr Volumen
Hasenschwanzgras lässt sich beispielsweise mit Statice oder Schleierkraut zu einer kleinteiligen, weichen Struktur verbinden. Zittergras bringt eine offenere Linienführung zwischen kompakte Strohblumen oder Craspedia. Kolbenhirse setzt längliche, klar erkennbare Formen. Pampasgras und Chinaschilf eignen sich besonders für größere Kränze, da ihre ausladenden Rispen kleinere Materialien schnell verdecken können.
Trocknung und Verarbeitung
Viele Gräser eignen sich für die Lufttrocknung. Dafür werden trockene, unbeschädigte Halme in kleinen Bündeln kopfüber an einem lichtgeschützten und gut belüfteten Ort aufgehängt. Untere Blätter können vorher entfernt werden, wenn sie für die spätere Gestaltung nicht benötigt werden.
Was ist Ruscus?
Ruscus bezeichnet eine Gattung immergrüner Pflanzen, deren aufrechte oder bogig wachsende Triebe dicht mit flachen, blattähnlichen Gebilden besetzt sind. Für die Floristik werden diese vollständigen Zweige oder einzelne Triebabschnitte verwendet.
Unter dem Namen Ruscus können verschiedene Arten angeboten werden. Der Stechende Mäusedorn Ruscus aculeatus besitzt eher feste, zugespitzte und teilweise stechende Phyllokladien. Bei Ruscus hypoglossum sind sie gewöhnlich breiter, glänzender und weniger starr. Die Handelsbezeichnung „italienischer Ruscus“ ermöglicht dagegen keine sichere botanische Zuordnung und sollte nicht mit einer bestimmten Ruscus-Art gleichgesetzt werden.
Aussehen und Besonderheiten
Die vermeintlichen Blätter sind botanisch keine echten Laubblätter. Es handelt sich um abgeflachte, grüne Sprosse, die als Phyllokladien oder Kladodien bezeichnet werden. Die eigentlichen Blätter sind stark reduziert und erscheinen nur als kleine, schuppenartige Gebilde.
Da die grünen Flächen umgebildete Sprosse sind, können kleine Blüten scheinbar direkt in ihrer Mitte entstehen. Aus den unscheinbaren grünlichen bis cremefarbenen Blüten entwickeln sich bei fruchtenden Pflanzen auffällige rote Beeren. Floristisch verarbeitete Zweige werden jedoch häufig ohne Blüten und Früchte angeboten.
Naturbelassener Ruscus besitzt ein kräftiges Dunkel- bis Mittelgrün und eine glatte, teilweise leicht glänzende Oberfläche. Form, Größe und Abstand der Phyllokladien unterscheiden sich je nach Art und verwendeter Handelsware. Unbehandelt getrocknetes Material kann matter werden und olivgrüne oder bräunliche Farbtöne entwickeln.
Im Trockenblumenhandel ist Ruscus außerdem konserviert, gebleicht und gefärbt erhältlich. Neben verschiedenen Grüntönen kommen Creme, Weiß, Rosa, Rot, Blau oder Orange vor. Metallicfarben entstehen durch eine zusätzliche dekorative Beschichtung. Behandlung und Färbung können Festigkeit, Glanz und Beweglichkeit der Zweige verändern.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Ruscus bildet im Kranz größere, geschlossene Grün- oder Farbflächen. Die regelmäßig angeordneten Phyllokladien schaffen einen ruhigen Gegenpol zu feinen Gräsern und kleinteiligen Blütenständen. Gleichzeitig geben die länglichen Zweige der Gestaltung eine klare Richtung.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- entlang der Kranzform zur Betonung der runden Kontur
- in längeren Abschnitten für auslaufende Linien und asymmetrische Formen
- als flächiger Hintergrund für kleinere oder kräftig gefärbte Blüten
- in kurzen Zweigstücken zum Schließen größerer Zwischenräume
- als wiederkehrender Farbakzent bei gebleichter oder gefärbter Ware
Pampasgras ergänzt die glatten Flächen durch eine weiche, faserige Struktur. Phalaris, Craspedia oder Gomphrena setzen davor klar abgegrenzte Formen und Farbpunkte. Eukalyptus kann die flächige Wirkung fortführen, besitzt jedoch rundere oder stärker gestielte Blätter. Schleierkraut und fein verzweigte Gräser lockern größere Ruscusgruppen optisch auf.
Verarbeitung
Ruscus wird für Trockenblumenkränze häufig als bereits konservierte, gebleichte oder gefärbte Handelsware verarbeitet. Deshalb können sich Zweige aus verschiedenen Lieferungen in ihrer Festigkeit und Biegsamkeit deutlich unterscheiden.
Lange Triebe lassen sich im Ganzen entlang der Kranzform führen oder an kräftigeren Verzweigungen in kleinere Abschnitte teilen. Beim Wickeln sollte das Material am Stiel gehalten werden. Starkes Knicken kann trockene oder gebleichte Zweige brechen lassen, während einzelne behandelte Varianten weicher und beweglicher bleiben.
Pflege und Haltbarkeit
Getrockneter oder konservierter Ruscus sollte ausschließlich in trockenen Innenräumen verwendet und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden.
Was ist Schleierkraut?
Schleierkraut ist eine krautige, mehrjährige Pflanze mit aufrechten und stark verzweigten Stängeln. An den feinen Verzweigungen sitzen zahlreiche kleine Blüten, die zusammen einen lockeren, rispenartigen Blütenstand bilden.
Für die Floristik werden die verzweigten Blütenstiele im Ganzen oder in kleineren Abschnitten verwendet. Unter dem deutschen Namen Schleierkraut können allerdings auch andere Arten und Zuchtformen der Gattung Gypsophila angeboten werden. Dieser Artikel behandelt ausdrücklich Gypsophila paniculata.
Aussehen und Besonderheiten
Die dünnen Stängel verzweigen sich mehrfach und tragen schmale, blaugrüne bis graugrüne Blätter. Im oberen Bereich entsteht ein weit verzweigter Blütenstand mit sehr vielen kleinen Einzelblüten. Durch die großen Abstände zwischen den feinen Zweigen wirkt das Material leicht und durchscheinend.
Die Wildform besitzt überwiegend weiße, gelegentlich sehr blass rosafarbene Blüten. Sie bestehen aus fünf kleinen Blütenblättern. Bei floristisch verwendeten Sorten kommen neben einfachen auch halbgefüllte und gefüllte Blüten vor. Gefüllte Sorten erscheinen etwas kompakter und bilden deutlichere kleine Blütenpunkte.
Beim Trocknen kann sich reines Weiß zu Cremeweiß, Elfenbein oder hellem Beige verändern. Rosafarbene Sorten entwickeln häufig mattere Altrosa- und Pudertöne. Einzelne Blüten können bräunlich werden oder sich vom Stiel lösen.
Im Handel ist Schleierkraut außerdem gebleicht, gefärbt oder anderweitig behandelt erhältlich. Rosa, Gelb, Orange, Rot, Blau, Lila und weitere kräftige oder auffallend gleichmäßige Farbtöne entstehen gewöhnlich durch eine nachträgliche Behandlung. Auch die Beweglichkeit und Oberflächenwirkung der Zweige kann sich dadurch verändern.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Schleierkraut schafft feine Übergänge und füllt Zwischenräume, ohne größere Blüten oder strukturstarke Materialien vollständig zu verdecken. Die zahlreichen kleinen Blütenpunkte verbinden einzelne Gestaltungselemente optisch miteinander.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- zwischen größeren Blüten zum lockeren Schließen kleiner Lücken
- entlang der äußeren Kranzlinie für eine weich auslaufende Kontur
- in kleinen Gruppen für wiederkehrende Blütenpunkte
- als feine Grundlage unter stärker abgegrenzten Materialien
- in gefärbter Form zur Wiederholung einzelner Farbtöne im Kranz
Craspedia, Gomphrena oder Strohblumen setzen zwischen den feinen Verzweigungen klar begrenzte Formen. Pampasgras und Lagurus ergänzen Schleierkraut durch weichere, kompaktere Oberflächen. Phalaris oder Weizen schaffen geradlinigere Akzente, während Eukalyptus und Ruscus größere, ruhigere Blattflächen hinzufügen.
Für kleine Kränze lassen sich die verzweigten Stiele in kurze Abschnitte teilen. Bei größeren Kränzen können längere Zweige verwendet werden, um eine lockere Kontur oder fließende Übergänge zu gestalten.
Trocknung und Verarbeitung
Zum Trocknen eignen sich Stiele, bei denen der überwiegende Teil der Blüten bereits geöffnet ist. Überschüssige Blätter werden entfernt und die Stängel anschließend in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufgehängt. Der Standort sollte trocken, dunkel und gut belüftet sein.
Vollständig getrocknetes Schleierkraut ist leicht und empfindlich. Beim Wickeln sollte es möglichst an einem kräftigeren Stängelabschnitt gehalten werden. Starker Druck, häufiges Nachjustieren und enges Biegen können die feinen Verzweigungen brechen oder Blüten ablösen.
Pflege und Haltbarkeit
Getrocknetes Schleierkraut sollte ausschließlich in trockenen Innenräumen verwendet und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden.
Was ist Sauerampfer?
Sauerampfer bezeichnet gewöhnlich die Art Rumex acetosa, die auch Wiesen-Sauerampfer genannt wird. Sie gehört zur Gattung Ampfer und wächst als mehrjährige krautige Pflanze vor allem auf frischen bis feuchten Wiesen und Weiden.
Charakteristisch sind die pfeil- bis spießförmigen Blätter sowie die aufrechten, verzweigten Blütenstiele. Für floristische Arbeiten sind weniger die Blätter als vielmehr die feinen Blüten- und Fruchtstände interessant. Sie bilden lockere Rispen, die dem getrockneten Material eine leichte und natürlich verzweigte Struktur geben.
Aussehen und Besonderheiten
Sauerampfer erreicht gewöhnlich eine Höhe von etwa 30 bis 90 Zentimetern. Aus dem unteren Blattbereich entwickeln sich schlanke, aufrechte Stiele, die sich im oberen Teil mehrfach verzweigen. An ihnen sitzen zahlreiche sehr kleine, unscheinbare Einzelblüten.
Die Blütenstände können grünlich, rosafarben oder rötlich erscheinen. Nach der Blüte bilden sich kleine Nussfrüchte, die von vergrößerten Blütenhüllblättern umgeben sind. Dadurch erhalten die Fruchtstände eine etwas dichtere, schuppenartige Struktur, ohne ihre insgesamt luftige Wirkung zu verlieren.
Beim Trocknen verändern sich die frischen Grün- und Rottöne. Die Rispen nehmen meist gedeckte Nuancen von Altrosa und Rostrot bis zu warmem Braun an. Die genaue Farbe hängt davon ab, zu welchem Zeitpunkt die Stiele geschnitten wurden und wie weit die Fruchtbildung bereits fortgeschritten war.
Gebleichter oder künstlich gefärbter Sauerampfer kann außerdem in hellen Cremefarben oder kräftigeren Farbtönen angeboten werden. Solche Varianten sind von der natürlichen Färbung der Pflanze zu unterscheiden.
Die zahlreichen kleinen Fruchtstände erzeugen keine geschlossene Fläche. Stattdessen entsteht eine fein verzweigte, leicht transparente Struktur, durch die andere Materialien weiterhin sichtbar bleiben.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
In Trockenblumenkränzen kann Sauerampfer als lockeres Füll- und Strukturmaterial eingesetzt werden. Seine verzweigten Rispen schließen kleine Zwischenräume, ohne den Kranz kompakt oder schwer wirken zu lassen. Längere Stiele bringen zusätzlich Höhe und Bewegung in eine natürliche Gestaltung.
Mögliche Kombinationen sind beispielsweise:
- Rötlich brauner Sauerampfer mit Weizen, Phalaris und naturfarbenen Gräsern für einen warmen Wiesencharakter
- Feine Rispen zwischen größeren Blüten wie Achillea oder Scabiosen als lockerer Übergang
- Sauerampfer mit Briza, Hasenschwanzgras und Schleierkraut für eine besonders luftige Gestaltung
- Einzelne längere Stiele am Rand des Kranzes für eine unregelmäßige und leicht ausladende Kontur
- Helle oder gebleichte Ware mit Pampasgras und Ruskus für Kränze in Creme- und Beigetönen
Kurze, stärker verzweigte Stücke eignen sich zum Füllen innerhalb der Wicklung. Längere Stiele können gezielt aus der Grundform herausragen und die Blickrichtung im Kranz beeinflussen. Besonders gut kommt die feine Struktur neben ruhigeren Flächen, kräftigen Blütenköpfen und kompakten Gräsern zur Geltung.
Pflege und Haltbarkeit
Getrockneter Sauerampfer sollte vor Wasser und hoher Luftfeuchtigkeit geschützt werden. Dauerhafte direkte Sonneneinstrahlung kann die natürlichen Rot- und Brauntöne mit der Zeit aufhellen.
Die dünnen Verzweigungen und kleinen Fruchtteile können im trockenen Zustand empfindlich sein. Das Material sollte daher möglichst wenig berührt werden. Staub lässt sich vorsichtig mit einem weichen Pinsel oder einem schwachen Luftstrom entfernen. Leichte Farbveränderungen und das gelegentliche Lösen kleiner Pflanzenteile sind bei einem natürlichen Trockenmaterial möglich.
1 vorrätig
Trockenblumenkranz mit Pampasgras, Lavendel und Ruscus
Weiches Pampasgras, feiner Lavendel und lockeres Schleierkraut prägen die natürliche Gestaltung dieses handgefertigten Trockenblumenkranzes. Ergänzt werden sie durch Sauerampfer, Hafer, Hasenschwanzgras und Ruscus, die unterschiedliche Formen und Strukturen in den Kranz bringen.
Die Mischung aus Beige, Braun und Weiß wird durch Rosa-, Pink- und Lilatöne aufgelockert. Dadurch entsteht ein farbenreicher Kranz, bei dem die natürlichen Gräser und Blüten trotzdem im Mittelpunkt bleiben.
Details auf einen Blick
- Durchmesser: 32 cm
- Tiefe: 7,5 cm
- Farben: Beige, Braun, Weiß, Rosa, Pink und Lila
- Unterlage: Strohrömer
- Materialien: Abwickelband, Wickeldraht, Pampasgras, Lavendel, Schleierkraut, Sauerampfer, Hafer, Hasenschwanzgras und Ruscus
Abwechslungsreiche Trockenblumen und Gräser
Für den Kranz wurden verschiedene Trockenmaterialien mit ganz unterschiedlichen Strukturen kombiniert. Das voluminöse Pampasgras bildet einen weichen Kontrast zu den feineren Blüten des Schleierkrauts und des Lavendels. Hafer, Sauerampfer und Hasenschwanzgras setzen lockere, natürliche Akzente, während Ruscus zusätzliche Struktur in die Gestaltung bringt.
Die einzelnen Materialien sind auf einem Strohrömer arrangiert und mit Wickeldraht befestigt. So entsteht eine dicht gearbeitete florale Dekoration mit einer Tiefe von etwa 7,5 cm.
Natürliche Dekoration mit kräftigen Farbakzenten
Mit einem Durchmesser von 32 cm eignet sich der Kranz als dekorativer Blickpunkt an einer Wand oder als Bestandteil einer saisonunabhängigen Wohnraumgestaltung. Helle Naturtöne lassen sich dabei ebenso aufgreifen wie die kräftigeren Rosa-, Pink- und Lilanuancen der Trockenblumen.
Produktsicherheit
Herstellerinformationen
Andrea Rusche
Leiteweg 8
95448 Bayreuth
Email: info@farbenkranz.de
Verantwortliche Person in der EU
Andrea Rusche
Leiteweg 8
95448 Bayreuth
Email: info@farbenkranz.de
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