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Blumen-Lexikon

Craspedia

Botanischer Name
Pycnosorus globosus
Gebräuchlicher Handelsname
Craspedia, Billy Buttons
Familie
Korbblütler (Asteraceae)
Natürliche Verbreitung
Östliches und südöstliches Australien
Einordnung
Art; Craspedia globosa ist ein botanisches Synonym

Was ist Craspedia?

Unter dem Namen Craspedia wird in der Floristik meist eine Trockenblume mit kugeligen gelben Blütenständen und langen, geraden Stielen angeboten. Der heute akzeptierte botanische Name der im alten Artikel gemeinten Art lautet Pycnosorus globosus. Die frühere Bezeichnung Craspedia globosa wird im Pflanzen- und Floristikhandel weiterhin häufig verwendet.

Floristisch verarbeitet werden hauptsächlich die langen Blütenstiele mit den daran sitzenden kugeligen Köpfen. Die Laubblätter sind bei fertiger Schnitt- und Trockenware meist entfernt. Im Englischen wird die Art wegen ihres Aussehens unter anderem Billy Buttons oder Drumsticks genannt.

Aussehen und Besonderheiten

Was auf den ersten Blick wie eine einzelne kugelige Blüte aussieht, ist botanisch ein zusammengesetzter Blütenstand. Eine Kugel besteht aus zahlreichen kleinen Teilköpfchen, die wiederum mehrere gelbe Röhrenblüten enthalten. Dadurch entsteht die gleichmäßige, fein strukturierte Oberfläche.

Die kugeligen Blütenstände erreichen bei der Wildart ungefähr acht Millimeter bis dreieinhalb Zentimeter Durchmesser. Sie sitzen einzeln auf aufrechten, überwiegend unverzweigten Stielen. Diese klare Trennung zwischen geradem Stiel und rundem Kopf macht Craspedia auch in getrockneter Form leicht erkennbar.

Die natürliche Blütenfarbe ist Gelb. Während der Trocknung kann sie etwas gedeckter oder senfgelber werden. Im Floristikhandel werden außerdem gefärbte Varianten angeboten. Rosa, Orange, Rot, Blau, Schwarz oder andere ungewöhnliche Farbtöne entsprechen daher nicht der natürlichen Färbung.

Getrocknete Craspedia behält ihre kugelige Grundform vergleichsweise gut. Die Oberfläche kann jedoch bei Druck beschädigt werden oder einzelne kleine Bestandteile verlieren. Auch die langen Stiele lassen sich zwar gut ausrichten, können bei starkem Knicken aber brechen.

Verwendung in Trockenblumenkränzen

Craspedia ist vor allem ein punktförmiges Akzentmaterial. Ihre runden Köpfe heben sich deutlich von länglichen Gräsern, verzweigten Füllmaterialien und größeren Blattformen ab. Bereits wenige Blütenstände können deshalb innerhalb eines Kranzes gut sichtbar sein.

Mögliche Einsatzbereiche sind:

  • als einzelne gelbe Farbpunkte zwischen gedeckten Naturtönen
  • als kleine Gruppe innerhalb einer asymmetrisch gebundenen Partie
  • für wiederkehrende runde Formen entlang des Kranzverlaufs
  • zur Gliederung zwischen lockeren Gräsern und flächigen Blättern
  • mit unterschiedlich langen Stielen für kleine Höhenabstufungen

Hasenschwanzgras bildet mit seinen weichen, ovalen Blütenständen einen sanften Formkontrast zu den festen Kugeln. Eukalyptus oder Ruskus ergänzen größere, ruhigere Blattflächen. Briza und Broom Bloom bringen feine Verzweigungen und Bewegung zwischen die klar abgegrenzten Blütenköpfe. Neben Strohblumen können Farbe und kompakte Form wiederholt werden, ohne dass beide Materialien gleich aussehen.

Bei kleinen Kränzen genügen meist wenige kurze Stiele. Werden zu viele Kugeln dicht nebeneinandergesetzt, können sie schnell eine geschlossene Punktfläche bilden und ihre Wirkung als einzelne Akzente verlieren.

Trocknung und Verarbeitung

Craspedia eignet sich zum Lufttrocknen. Die Stiele können einzeln oder in kleinen Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und lichtarmen Ort aufgehängt werden. Die Blütenköpfe sollten dabei nicht aneinandergepresst werden.

Für einen Kranz lassen sich die Stiele auf die gewünschte Länge kürzen und mit feinem Wickeldraht befestigen. Beim Einarbeiten sollte der Stiel gehalten werden, damit kein unnötiger Druck auf den kugeligen Blütenstand entsteht. Ein zusätzliches Fixierspray ist normalerweise nicht erforderlich und kann Oberfläche oder Farbe verändern.

Pflege und Haltbarkeit

Getrocknete Craspedia sollte vor hoher Luftfeuchtigkeit und dauerhafter direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Besonders natürliche und gefärbte Gelbtöne können sich mit der Zeit verändern.

Staub lässt sich vorsichtig mit schwacher, kühler Föhnluft entfernen. Die Kugeln sollten nicht häufig berührt oder zusammengedrückt werden, da ihre fein aufgebaute Oberfläche beschädigt werden kann.

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