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Blumen-Lexikon

Farn

Botanische Zuordnung: Verschiedene Farngattungen, darunter Asplenium, Dryopteris, Polystichum und Rumohra
Familie: Je nach Art unterschiedliche Farnfamilien
Natürliche Verbreitung: Weltweit; genaue Verbreitung und Standortansprüche unterscheiden sich je nach Art
Einordnung: Pflanzengruppe und Floristik-Sammelbegriff

Was ist Farn?

Farn bezeichnet keine einzelne botanische Art, sondern eine große Gruppe von Gefäßpflanzen, die sich durch Sporen statt durch Blüten und Samen vermehren. In der Floristik werden die als Wedel bezeichneten Blätter verwendet. Diese können ungeteilt, gelappt oder mehrfach gefiedert sein.

Unter der Bezeichnung Farn werden sehr unterschiedliche Materialien angeboten. Dazu gehören Wedel verschiedener Asplenium-, Dryopteris– und Polystichum-Arten. Ein bekanntes Schnittgrün ist der Lederfarn Rumohra adiantiformis. Ohne eine genauere Lieferantenbezeichnung oder ein Etikett lässt sich Floristikware jedoch nicht immer sicher einer bestimmten Art zuordnen.

Aussehen und Besonderheiten

Viele Farne besitzen eine deutlich erkennbare Mittelachse, an der zahlreiche kleinere Blattabschnitte angeordnet sind. Abhängig von der Art entstehen schmale, fächerförmige, dreieckige oder bogenförmig auslaufende Wedel. Die feine Gliederung erzeugt eine große Blattfläche, ohne geschlossen oder schwer zu wirken.

Auf der Unterseite ausgewachsener Wedel können braune Punkte, Linien oder längliche Flächen sichtbar sein. Dabei handelt es sich häufig um Sori – Gruppen von Sporenbehältern – und nicht zwangsläufig um Schäden oder Verfärbungen.

Lederfarn besitzt kräftige, zwei- bis dreifach gefiederte Wedel mit einer vergleichsweise festen und ledrigen Oberfläche. Andere Farne sind deutlich feiner aufgebaut und reagieren empfindlicher auf Druck oder Knicke.

Frischer Farn zeigt je nach Art helle bis dunkle Grüntöne. Beim gewöhnlichen Trocknen kann das Grün verblassen und sich in Grau-, Beige- oder Brauntöne verändern. Luftgetrocknete Wedel werden zudem häufig spröde und können sich einrollen.

Konservierter Farn bleibt meist biegsamer. Eine Behandlung mit Glycerin erhält jedoch nicht automatisch die ursprüngliche grüne Farbe: Ungefärbtes Pflanzenmaterial kann dabei braun werden. Gleichmäßige Creme-, Gold-, Kupfer-, Rosa- oder kräftige Grüntöne weisen gewöhnlich auf zusätzlich gefärbte Floristikware hin.

Verwendung in Trockenblumenkränzen

Farn bildet im Kranz eine flächige, zugleich fein gegliederte Struktur. Seine Wedel können kleinere Zwischenräume schließen, Übergänge schaffen oder eine ruhigere Grundlage hinter deutlich abgegrenzten Blüten bilden.

Mögliche Einsatzbereiche sind:

  • als flächiger Hintergrund unter kompakten Blütenköpfen
  • entlang der Außenkante für eine gefiederte, leicht auslaufende Silhouette
  • als verbindendes Material zwischen Blüten, Gräsern und größeren Blättern
  • mit einzelnen längeren Wedeln zur Betonung einer asymmetrischen Kranzform
  • in kleinen überlappenden Gruppen für Tiefe und unterschiedliche Ebenen

Strohblumen und Craspedia setzen vor der feinen Blattstruktur klar erkennbare, runde Farbpunkte. Eukalyptus oder Ruskus ergänzen größere und ruhiger wirkende Blattformen. Fallender Amaranthus nimmt die organischen Linien des Farns auf und bringt zusätzliche Bewegung in den Aufbau. Pampasgras bildet dagegen einen weichen, volumenreichen Kontrast zu den flächigen Wedeln.

Große Farnwedel können einen kleinen Kranz schnell verdecken. Für kompakte Arbeiten lassen sie sich daher teilen oder mit kürzeren Stielen einarbeiten. Dabei sollte die natürliche Richtung der Wedel berücksichtigt werden.

Trocknung und Verarbeitung

Farn kann gepresst, luftgetrocknet oder konserviert werden. Beim Pressen bleibt die flächige Kontur gut erkennbar, der Wedel wird jedoch vollständig flach. Beim freien Trocknen können sich einzelne Blattabschnitte zusammenziehen oder einrollen.

Bei der Konservierung mit einer Glycerinlösung wird ein Teil der Pflanzenfeuchtigkeit ersetzt. Dadurch bleibt das Laub geschmeidiger als bei einer reinen Lufttrocknung. Farbe und Ergebnis hängen von der Farnart, dem Reifegrad und der verwendeten Behandlung ab.

Beim Einarbeiten sollte der Wedel am kräftigeren Stiel gehalten werden. Feine Spitzen und trockene Blattabschnitte können bei starkem Druck abbrechen. Konserviertes Material wird am besten locker eingebunden und nicht dauerhaft gequetscht.

Pflege und Haltbarkeit

Getrockneter oder konservierter Farn sollte vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit und dauerhafter direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Natürliche und gefärbte Farbtöne können sich mit der Zeit verändern.

Staub lässt sich vorsichtig mit schwacher, kühler Föhnluft entfernen. Bei glycerinkonserviertem Material kann unter feuchten Bedingungen etwas Konservierungslösung austreten. Empfindliche Wände, Möbel und Textilien sollten deshalb nicht dauerhaft direkt mit dem Farn in Berührung kommen.

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