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Blumen-Lexikon

Phalaris

Botanischer Name
Phalaris canariensis
Deutscher Name
Kanariengras
Familie
Süßgräser (Poaceae)
Natürliche Verbreitung
Kanarische Inseln und Marokko
Einordnung
Einjährige Grasart und floristisch verwendeter Blütenstand

Was ist Phalaris?

Phalaris ist der botanische Name einer ganzen Gattung innerhalb der Süßgräser. In der Trockenfloristik bezeichnet „Phalaris“ meist das Kanariengras Phalaris canariensis. Der Artname verweist auf die Kanarischen Inseln, die zu seinem natürlichen Verbreitungsgebiet gehören.

Verwendet werden die langen Halme mit ihren kompakten, eiförmigen Blütenständen. Was auf den ersten Blick wie eine kleine Ähre aussieht, ist botanisch eine sehr dichte Rispe aus zahlreichen Ährchen. Die klar begrenzte Form macht Phalaris zu einem auffälligen, aber nicht flächigen Gestaltungselement.

Aussehen und Besonderheiten

Kanariengras wächst einjährig und bildet aufrechte oder leicht aufsteigende Halme. Je nach Standort können diese etwa 20 bis 120 Zentimeter hoch werden. Die schmalen, flachen Blätter sitzen entlang des Halms.

Der dichte Blütenstand ist überwiegend eiförmig bis kurz länglich und ungefähr 1,5 bis 6 Zentimeter lang. Seine eng anliegenden Ährchen erzeugen eine geschlossene, schuppenartige Oberfläche. Die Hüllspelzen sind zunächst weißlich bis blassgrün und besitzen charakteristische dunklere grüne Längsstreifen.

Während der Trocknung verändert sich die natürliche Farbe meist von Grün oder Grünweiß zu Strohgelb, Beige und hellem Braun. Je nach Erntezeitpunkt können die grünen Streifen noch sichtbar bleiben oder mit der Zeit deutlich verblassen.

Im Floristikhandel ist Phalaris außerdem in gebleichter und gefärbter Form erhältlich. Pastellfarben, kräftiges Rosa, Blau, Violett, Orange oder Schwarz gehören nicht zur natürlichen Farbpalette. Bei behandelter Ware können die Färbung und Oberflächenwirkung abhängig vom verwendeten Verfahren unterschiedlich gleichmäßig ausfallen.

Verwendung in Trockenblumenkränzen

Phalaris bringt kleine, klar umrissene Formen und eine ruhige Wiederholung in einen Trockenblumenkranz. Die kompakten Blütenstände setzen deutlichere Punkte als fein verzweigte Füllmaterialien, bleiben jedoch zurückhaltender als große Blüten.

Mögliche Einsatzbereiche sind:

  • als wiederkehrende Akzente entlang der Kranzform
  • in kleinen Gruppen für einen klaren farblichen Schwerpunkt
  • auf unterschiedlich langen Halmen für Höhe und Bewegung
  • als Übergang zwischen großen Blüten und feinen Gräsern
  • in gefärbter Form zur Aufnahme einzelner Farben des Kranzes

Pampasgras oder Lagurus ergänzen Phalaris durch weichere und lockerere Oberflächen. Craspedia greift die geschlossene Form auf, setzt mit ihren kugeligen Köpfen aber einen stärkeren Akzent. Statice und Schleierkraut bilden einen fein verzweigten Kontrast, während Eukalyptus oder Ruscus größere, ruhigere Blattflächen hinzufügen.

Bei kleinen Kränzen können bereits einzelne Halme als deutlich sichtbare Akzente ausreichen. Mehrere dicht nebeneinander angeordnete Blütenstände erzeugen dagegen eine kompaktere und geordnetere Wirkung. Die langen Halme lassen sich außerdem gut nutzen, um die runde Kranzform stellenweise bewusst zu überschreiten.

Trocknung und Verarbeitung

Für die Trocknung eignen sich gut entwickelte, unbeschädigte Blütenstände, deren Ährchen noch fest sitzen. Je nach Schnittzeitpunkt bleibt das Material zunächst grünlicher oder entwickelt während der Trocknung schneller strohfarbene Töne.

Überschüssige Blätter können entfernt und die Halme anschließend in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufgehängt werden. Der Platz sollte trocken, gut belüftet und möglichst lichtarm sein. Dadurch kann die Feuchtigkeit entweichen, ohne dass das Material unnötig stark dem Licht ausgesetzt wird.

Beim Wickeln sollte Phalaris am Halm angefasst werden. Die trockenen Blütenstände sind zwar kompakter als viele filigrane Trockenblumen, können aber durch starken Druck, Reibung oder häufiges Nachjustieren beschädigt werden. Sehr kurze Stiele lassen sich bei Bedarf mit Floristendraht verlängern oder stabilisieren.

Pflege und Haltbarkeit

Getrocknetes Phalaris sollte ausschließlich in trockenen Innenräumen verwendet und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden. Besonders gefärbte Varianten können sich durch intensive Lichteinwirkung mit der Zeit verändern.

Staub lässt sich vorsichtig mit einem weichen Pinsel oder schwacher, kühler Föhnluft entfernen. Farbveränderungen, kleine Bruchstellen und das Ablösen einzelner Pflanzenteile sind bei natürlichem Trockenmaterial möglich.

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