Strohblumen
- Botanischer Name
- Xerochrysum bracteatum
- Gebräuchliche Synonyme
- Helichrysum bracteatum, Bracteantha bracteata
- Deutscher Name
- Strohblume, Garten-Strohblume
- Familie
- Korbblütler (Asteraceae)
- Natürliche Verbreitung
- Zentrales und südöstliches New South Wales bis in den Osten Victorias
- Einordnung
- Pflanzenart mit floristisch verwendeten Blütenköpfen
KI-generierte Darstellung
Was sind Strohblumen?
Die Strohblume ist eine aufrecht wachsende, meist einjährige Pflanze aus Australien. Ihre festen, papierartigen Blütenköpfe eignen sich sowohl frisch geschnitten als auch getrocknet für floristische Gestaltungen. Botanisch wird die Art heute als Xerochrysum bracteatum geführt. Die älteren Namen Helichrysum bracteatum und Bracteantha bracteata sind im Pflanzen- und Floristikhandel weiterhin verbreitet.
Für Trockenblumenkränze werden vor allem die vollständigen Blütenköpfe mit einem kurzen oder längeren Stiel verwendet. Je nach Gestaltung lassen sie sich einzeln als deutlicher Farbakzent oder in kleinen Gruppen als kompakte Farbfläche einsetzen.
Aussehen und Besonderheiten
Die Strohblume bildet aufrechte, verzweigte Stängel mit schmalen, lanzettlichen Blättern. An den Triebenden sitzen einzelne, margeritenähnliche Blütenköpfe. Kultivierte Sorten unterscheiden sich deutlich in Größe, Füllung und Farbe.
Was wie feste Blütenblätter aussieht, sind botanisch betrachtet zahlreiche farbige Hüllblätter. Sie stehen in mehreren Reihen um die Mitte des Blütenkopfs und besitzen bereits an der lebenden Pflanze eine trockene, papierartige Beschaffenheit. Die eigentlichen kleinen Blüten sitzen dicht gedrängt im meist gelben Zentrum.
Die Hüllblätter können weiß, cremefarben, gelb, orange, apricotfarben, rosa, rot oder purpurrot sein. Auch mehrfarbige Übergänge und unterschiedliche Farbtöne innerhalb eines Blütenkopfs kommen bei Kultursorten vor. Kräftige Farben müssen daher nicht automatisch auf eine nachträgliche Färbung hinweisen.
Zusätzlich wird gebleichte und gefärbte Handelsware angeboten. Ungewöhnliche Farbtöne wie Blau, Schwarz oder kräftiges Grün sind in der Regel behandelt. Ohne Lieferantenangabe lässt sich eine mögliche Bearbeitung jedoch nicht bei jedem Blütenkopf sicher erkennen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Strohblumen bilden klar begrenzte, kompakte Formen und setzen sich deutlich von feinen Gräsern und verzweigten Füllblumen ab. Ihre festen Hüllblätter erzeugen eine strukturierte, leicht glänzende Oberfläche.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als einzelner farbiger Mittelpunkt in einem asymmetrisch gewickelten Kranz
- in kleinen Gruppen für wiederkehrende Farbakzente
- in unterschiedlichen Größen für mehr Tiefe und Abstufung
- dicht nebeneinander als kompakte Blütenfläche
- ohne langen Stiel zwischen Gräsern und anderen Trockenblumen eingesetzt
Statice kann die kompakten Köpfe mit fein verzweigten Farbflächen umgeben. Sorghumhirse und Phalaris ergänzen sie durch längere, aufrechte Formen. Amaranthus bringt eine weich fallende Linie hinzu, während Farn oder Ruscus ruhigere Blattflächen schaffen. Craspedia und Botao greifen die runde Grundform in deutlich kleineren Dimensionen auf.
Strohblumenköpfe können auch vom ursprünglichen Stiel getrennt und mit einem geeigneten Floristikdraht oder Holzstiel befestigt werden. Dabei sollte der Ansatz nicht zu stark unter Druck gesetzt werden, da sich der Blütenboden oder einzelne Hüllblätter lösen können.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Trocknung werden Strohblumen am besten geschnitten, sobald sich die äußeren Reihen der Hüllblätter geöffnet haben, die Mitte aber noch weitgehend geschlossen ist. Die Köpfe können sich während des Trocknens weiter öffnen. Vollständig geöffnete Exemplare wirken später möglicherweise sehr weit ausgebreitet.
Nach dem Entfernen der unteren Blätter lassen sich die Stiele in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, lichtgeschützten und gut belüfteten Ort aufhängen. Einzelne abgetrennte Blütenköpfe können alternativ auf einem luftdurchlässigen Untergrund getrocknet werden.
Beim Wickeln sollte der Stiel möglichst nah unterhalb des Blütenkopfs gehalten werden. Getrocknete Stiele können beim engen Biegen brechen, während die festen Hüllblätter durch Reibung geknickt werden oder absplittern können.
Pflege und Haltbarkeit
Getrocknete Strohblumen sollten ausschließlich in trockenen Innenräumen verwendet und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden.
Staub lässt sich vorsichtig mit einem weichen Pinsel oder schwacher, kühler Föhnluft entfernen. Trotz ihrer festen Oberfläche sind die Blütenköpfe nicht unempfindlich. Mit der Zeit können Farben verblassen, Hüllblätter spröder werden und einzelne Pflanzenteile abbrechen. Eine feste Haltbarkeit über mehrere Jahre lässt sich bei natürlichem Trockenmaterial nicht versprechen.