Trockenblumenkranz mit Makrameekordel, Holzperle & Pampasgras (25 cm)
36,90 €
Kein Mehrwertsteuerausweis, da Kleinunternehmer nach §19 (1) UStG. zzgl. Versandkosten
Was ist Achillea?
Achillea ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler. Im Deutschen werden ihre Arten meist als Schafgarben bezeichnet. Die bekannte Gewöhnliche Schafgarbe, Achillea millefolium, gehört zu dieser Gattung, ist aber nur eine von zahlreichen Arten. Da floristisch gehandelte Achillea nicht immer eindeutig einer Art oder Sorte zugeordnet werden kann, wird sie hier bewusst auf Gattungsebene beschrieben.
Für die Floristik werden vor allem die aufrechten Stiele mit ihren flachen bis leicht gewölbten Blütenständen verwendet. Diese bestehen aus zahlreichen kleinen Blütenköpfchen, die gemeinsam eine kompakte, beinahe geschlossene Fläche bilden. Achillea eignet sich sowohl als frische Schnittblume als auch als Trockenblume.
Aussehen und Besonderheiten
Typisch für viele Achillea-Arten sind ihre waagerecht ausgerichteten oder sanft gewölbten Blütenstände. Anders als eine einzelne große Blüte setzen sie sich aus vielen kleinen, dicht beieinanderstehenden Köpfchen zusammen. Dadurch entsteht eine klar erkennbare Fläche, die sich deutlich von lockeren Gräsern und filigranen Trockenblumen unterscheidet.
Je nach Art und Sorte können die Blüten weiß, cremefarben, gelb, rosa, rot oder burgunderfarben sein. Beim Trocknen verändern sich die Farbtöne häufig: Kräftige Farben können matter oder heller werden, während Naturtöne meist ruhiger und gedeckter erscheinen. Zusätzlich ist gefärbte Handelsware erhältlich. Naturbelassene Sortenfarben und nachträglich behandelte Trockenblumen sollten deshalb nicht miteinander verwechselt werden.
Die feinen Einzelblüten geben Achillea aus der Nähe eine leicht körnige Struktur. Aus etwas Entfernung wirkt der gesamte Blütenstand dagegen ruhig und flächig. Diese Verbindung aus kompakter Form und kleinteiliger Oberfläche macht das Material für Trockenblumenkränze besonders vielseitig.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
In einem Trockenblumenkranz kann Achillea kleine, geschlossene Farbflächen bilden und lockerere Materialien optisch zusammenführen. Die Blütenstände bringen Struktur und Volumen ein, ohne so dominant zu erscheinen wie große Einzelblüten.
Achillea eignet sich unter anderem:
- für kompakte Farbgruppen innerhalb eines Kranzes
- als ruhiger Übergang zwischen auffälligen Blüten und feinen Gräsern
- für flache, gleichmäßig gearbeitete Kranzbereiche
- als Kontrast zu linearen Materialien wie Weizen, Phalaris oder Hasenschwanzgras
- für natürliche, rustikale oder farbenfrohe Gestaltungen
Mit Schleierkraut oder Glixia entsteht ein Wechsel zwischen kompakten und luftigen Blütenformen. Zusammen mit Weizen und anderen Gräsern wirkt Achillea eher natürlich und ländlich. In farblich abgestimmten Kränzen kann sie außerdem einzelne Töne wiederholen und dadurch verschiedene Materialien gestalterisch miteinander verbinden.
Trocknung und Verarbeitung
Achillea eignet sich grundsätzlich gut für die Lufttrocknung. Dafür werden die unteren Blätter entfernt und die Stiele gebündelt kopfüber an einem gut belüfteten, lichtarmen Ort aufgehängt. Feuchtigkeit sollte vermieden werden, damit sich kein Schimmel bildet.
Nach dem Trocknen behalten die Blütenstände ihre flächige Grundform. Die kleinen Blütenbestandteile und trockenen Stiele können bei stärkerem Druck jedoch brechen oder sich lösen. Bei der Verarbeitung sollte das Material deshalb vorsichtig angefasst und nicht unnötig stark gebogen werden.
Pflege und Haltbarkeit
Getrocknete Achillea sollte in trockenen Innenräumen aufbewahrt und vor hoher Luftfeuchtigkeit geschützt werden. Dauerhafte direkte Sonneneinstrahlung kann die Farben schneller verblassen lassen – besonders bei kräftigen oder gefärbten Varianten.
Staub lässt sich vorsichtig mit einem weichen Pinsel oder mit schwacher, kühler Föhnluft entfernen. Da es sich um ein natürliches Trockenmaterial handelt, können sich Farbe und Struktur mit der Zeit verändern. Einzelne kleine Pflanzenteile können sich ebenfalls lösen.
Was ist Briza?
Als Briza wird in der Trockenfloristik häufig das Große Zittergras Briza maxima bezeichnet. Es gehört zur Familie der Süßgräser und ist besonders an seinen großen, flachen und herabhängenden Ährchen zu erkennen. Die botanische Gattung Briza umfasst allerdings mehrere Arten. Dazu gehören beispielsweise auch das Gewöhnliche Zittergras Briza media und das Kleine Zittergras Briza minor.
Für den vorliegenden Eintrag ist Briza maxima gemeint, da diese Art im alten Text ausdrücklich genannt wird und wegen ihrer vergleichsweise großen Ährchen häufig als Schnitt- und Trockenmaterial verwendet wird. Floristisch verarbeitet werden die verzweigten Halme mit den daran hängenden Ährchen.
Aussehen und Besonderheiten
Das Große Zittergras bildet lockere, offene Rispen. An ihren feinen Seitenästen sitzen breite, eiförmige und seitlich abgeflachte Ährchen. Umgangssprachlich werden sie wegen ihrer Form manchmal als herz- oder tropfenförmig beschrieben. Botanisch handelt es sich jedoch nicht um einzelne Samen oder kleine Schirme, sondern um mehrblütige Ährchen.
Die Ährchen hängen an dünnen Stielen und können sich bereits bei leichter Luftbewegung bewegen. Darauf bezieht sich die deutsche Bezeichnung Zittergras. Auch getrocknet behalten die verzweigten Halme und hängenden Ährchen ihre lockere Linienführung.
Junge Ährchen können grünlich erscheinen. Während der Reife und Trocknung entwickeln sie meist helle Gelb-, Stroh-, Beige- oder Brauntöne. Je nach Entwicklungsstadium können außerdem rötliche oder dunklere Zeichnungen sichtbar sein.
Im Floristikhandel wird Briza zusätzlich gebleicht oder gefärbt angeboten. Weiße, pastellfarbene oder kräftig eingefärbte Varianten entsprechen daher nicht unbedingt der natürlichen Pflanzenfarbe. Die trockenen Halme und Ährchen sind leicht, können bei Druck jedoch knicken oder brechen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Briza wird vor allem als feines Akzent- und Bewegungsmaterial eingesetzt. Die kleinen Verzweigungen füllen Zwischenräume, ohne dabei eine geschlossene oder schwere Fläche zu bilden. Gleichzeitig bleiben die einzelnen Ährchen deutlich erkennbar.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als lockerer Übergang zwischen kompakten Blüten
- für feine Ausläufer am inneren oder äußeren Kranzrand
- als wiederkehrender Akzent in natürlich gestalteten Kränzen
- für leichte Höhenunterschiede innerhalb einer gebundenen Partie
- als Strukturkontrast zu runden oder flächigen Pflanzenteilen
Zusammen mit Hasenschwanzgras entstehen unterschiedliche, aber miteinander verwandte Grasformen: Briza wirkt flach und beweglich, während die Blütenstände des Hasenschwanzgrases kompakter erscheinen. Phalaris oder Getreideähren bringen kräftigere, aufrechte Linien hinzu. Eukalyptus bildet mit seinen größeren Blättern einen ruhigen Flächenkontrast zu den kleinen verzweigten Ährchen.
Briza sollte nicht zu dicht zwischen anderen Materialien verschwinden. Einzelne, etwas hervorstehende Halme oder kleine locker verteilte Gruppen lassen seine Form meist deutlicher erkennen. Bei kleinen Kränzen genügen oft wenige kurze Verzweigungen.
Trocknung und Verarbeitung
Zum Lufttrocknen können die Halme in kleinen, lockeren Bündeln an einem trockenen, lichtarmen und gut belüfteten Ort aufgehängt werden. Die Rispen sollten dabei nicht zusammengedrückt werden, damit die Ährchen ihre natürliche Stellung behalten.
Bei der Verarbeitung wird Briza am besten am kräftigeren unteren Halm angefasst und befestigt. Die dünnen Seitenzweige und trockenen Ährchen reagieren empfindlich auf Knicken und starken Druck. Lange Halme können passend gekürzt und mit feinem Draht in den Kranz eingearbeitet werden.
Botanische Zuordnung: Vor allem Arten der Gattungen Carduus und Cirsium; im Floristikhandel häufig auch Eryngium
Familie: Korbblütler (Asteraceae); Eryngium gehört abweichend zu den Doldenblütlern (Apiaceae)
Natürliche Verbreitung: Je nach Gattung und Art in Europa, Asien, Nordafrika und Nordamerika
Einordnung: Pflanzengruppe und Floristik-Sammelbegriff
Was sind Disteln?
Der Name Distel bezeichnet keine einzelne botanische Art. Er wird für verschiedene Pflanzen mit stacheligen Blättern, Hüllblättern oder Fruchtständen verwendet. Zu den Disteln im engeren botanischen Sinn gehören unter anderem Arten der Gattungen Carduus und Cirsium aus der Familie der Korbblütler.
In der Floristik werden außerdem Arten der Gattung Eryngium als Edeldisteln angeboten. Dazu gehört das Flachblatt-Mannstreu Eryngium planum. Diese Pflanzen erinnern mit ihren festen, stacheligen Formen an Disteln, gehören botanisch jedoch zu den Doldenblütlern. Für Trockenblumenkränze werden hauptsächlich die Blütenstände mit ihren Stielen und umgebenden Hüllblättern verwendet.
Aussehen und Besonderheiten
Echte Disteln aus den Gattungen Carduus und Cirsium besitzen zusammengesetzte Blütenköpfe. Was wie eine einzelne Blüte aussieht, besteht aus zahlreichen kleinen Röhrenblüten. Der Blütenkopf wird von mehreren Reihen schuppenartiger Hüllblätter umgeben, die je nach Art weich, zugespitzt oder deutlich stachelig sein können.
Form und Größe unterscheiden sich erheblich. Die Blütenköpfe können rundlich, eiförmig oder länglich sein und einzeln oder in kleinen Gruppen an verzweigten Stielen stehen. Die natürliche Blütenfarbe reicht je nach Art unter anderem von Rosa bis Violett; auch hellere oder gelbliche Formen kommen vor.
Eryngium planum bildet kleinere blaue Blütenköpfe an aufrechten, verzweigten Stielen. Jeder Kopf ist von einem Kranz schmaler, stacheliger Hüllblätter umgeben. Auch Stiele und Hüllblätter können einen blauen bis blauvioletten Farbton zeigen. Dadurch unterscheidet sich Edeldistel deutlich von vielen echten Disteln.
Beim Trocknen werden natürliche Farben häufig gedeckter. Im Floristikhandel sind außerdem gebleichte, gefärbte oder anderweitig behandelte Disteln erhältlich. Kräftiges Rosa, Orange, Schwarz oder sehr gleichmäßige Pastelltöne entsprechen daher nicht immer der natürlichen Pflanzenfarbe.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Disteln sind strukturstarke Materialien. Ihre klar abgegrenzten Köpfe und festen Hüllblätter setzen deutliche Akzente zwischen weicheren oder fein verzweigten Trockenblumen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als einzelner markanter Blütenkopf in einer asymmetrischen Kranzpartie
- als wiederkehrender Strukturpunkt entlang des Kranzverlaufs
- für kleine Höhenunterschiede durch unterschiedlich lange Stiele
- als Kontrast zu weichen Blütenständen und feinen Gräsern
- für kräftige Außenlinien mit einzelnen seitlich herausragenden Köpfen
Neben Hasenschwanzgras entsteht ein Kontrast zwischen weichen und festen Formen. Schleierkraut oder Broom Bloom lockern die kompakten Blütenköpfe durch feine Verzweigungen auf. Eukalyptus und Lunaria ergänzen größere, ruhigere Blattflächen. Mit Craspedia lassen sich unterschiedliche runde Formen kombinieren.
Größere Köpfe von Carduus oder Cirsium wirken meist als einzelne Schwerpunkte. Verzweigtes Eryngium verteilt dagegen mehrere kleinere Akzente über eine größere Fläche. Welche Wirkung entsteht, hängt deshalb stark von der verwendeten Art und dem Entwicklungsstadium ab.
Trocknung und Verarbeitung
Frische Stiele können in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und lichtarmen Ort aufgehängt werden. Untere Blätter werden vorher entfernt. Die Blütenköpfe sollten nicht eng aneinandergepresst werden.
Was ist Fenchel?
Fenchel ist eine meist mehrjährige, aufrecht wachsende Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Für die Floristik werden nicht die verdickten Blattscheiden des Gemüsefenchels verwendet, sondern die verzweigten Stiele mit ihren Blüten- oder Fruchtständen.
Die Bezeichnung „Wilder Fenchel“ wird häufig für nicht knollenbildende Formen von Foeniculum vulgare verwendet. Sie bezeichnet im Floristikhandel jedoch nicht zwangsläufig eine botanisch eigenständige Art. Ohne genauere Lieferantenangabe lässt sich daher meist nur die Art Foeniculum vulgare sicher benennen.
Aussehen und Besonderheiten
Fenchel bildet kräftige, fein gerippte und im Inneren hohle Stängel. Diese verzweigen sich im oberen Bereich und tragen zahlreiche zusammengesetzte Dolden. Von einem gemeinsamen Ansatz führen mehrere Strahlen nach außen, an deren Enden wiederum kleine Döldchen sitzen. Dadurch entsteht eine offene, schirmartige Struktur.
Die einzelnen Blüten sind klein und leuchtend gelb. Aus einiger Entfernung wirken die zahlreichen feinen Blüten gemeinsam wie eine lockere gelbe Fläche. Die stark gegliederten Blätter bestehen aus sehr schmalen, fadenförmigen Abschnitten und erscheinen weich und federartig.
Nach der Blüte entwickeln sich längliche, deutlich gerippte Früchte. Umgangssprachlich werden diese häufig als Fenchelsamen bezeichnet, botanisch handelt es sich jedoch um trockene Spaltfrüchte. Während der Entwicklung sind die Fruchtstände zunächst grünlich. Mit zunehmender Reife und beim Trocknen verändern sie sich in Richtung Graugrün, Beige oder Braun.
Blütendolden und reife Fruchtstände unterscheiden sich in ihrer gestalterischen Wirkung deutlich: Gelbe Blütendolden setzen feine Farbpunkte, während die späteren Fruchtstände stärker durch ihre Linien, Verzweigungen und kleinen länglichen Früchte auffallen. Intensiv gefärbte oder vollkommen gleichmäßig helle Ware wurde in der Regel nachträglich behandelt.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Fenchel bringt eine weit verzweigte, luftige Struktur in den Kranz. Die Dolden überdecken andere Materialien nicht vollständig, sondern lassen Zwischenräume sichtbar. Dadurch eignet sich Fenchel besonders für locker gebundene und natürlich aufgebaute Gestaltungen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- mit einzelnen Dolden als feiner Abschluss an der Außenkante
- in kleinen Gruppen zur Auflockerung kompakter Blütenpartien
- als verzweigter Übergang zwischen Gräsern und größeren Blütenköpfen
- mit längeren Stielen für Höhe und Bewegung in asymmetrischen Kränzen
- mit reifen Fruchtständen für beige, braune oder herbstlich wirkende Gestaltungen
Schleierkraut oder Glixia führen die feine Verzweigung des Fenchels mit kleineren Blütenpunkten fort. Briza und andere Gräser ergänzen seine lockere Linienführung. Neben Strohblumen oder Craspedia entsteht ein Kontrast zwischen flächigen Dolden und klar abgegrenzten Blütenköpfen. Eukalyptus kann größere, ruhigere Blattflächen hinzufügen.
Große Fencheldolden können in kleinen Kränzen schnell zu breit wirken. Sie lassen sich deshalb teilen und in mehreren kleineren Abschnitten verarbeiten.
Trocknung und Verarbeitung
Fenchelstiele können einzeln oder in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen und gut belüfteten Ort aufgehängt werden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte während der Trocknung vermieden werden, da sich die natürlichen Farben verändern können.
Der passende Erntezeitpunkt hängt von der gewünschten Wirkung ab. Blühende Dolden zeigen noch ihre gelben Einzelblüten, sind nach dem Trocknen jedoch besonders empfindlich. Später geschnittene Fruchtstände besitzen eine deutlichere Struktur, können bei vollständiger Reife aber einzelne Früchte verlieren.
Was ist Flachs?
Flachs oder Lein ist eine einjährige, aufrecht wachsende Pflanze mit schmalen Blättern und feinen, meist blauen Blüten. Es gibt zahlreiche Kulturformen, die sich unter anderem in Wuchshöhe, Verzweigung und Kapselbildung unterscheiden.
In der Trockenfloristik werden gewöhnlich nicht die kurzlebigen Blüten, sondern die verzweigten Stiele mit ihren kugeligen Fruchtkapseln verwendet. Diese Floristikware wird ebenfalls kurz als Flachs bezeichnet.
Aussehen und Besonderheiten
Flachs besitzt schlanke, glatte Stängel, die sich vor allem im oberen Bereich verzweigen. Die schmalen, ungeteilten Blätter sitzen direkt am Stängel. Faserflachs wächst meist höher und weniger verzweigt, während für die Samengewinnung gezüchtete Formen häufig kürzer und stärker verzweigt sind.
Die Blüten bestehen aus fünf Kronblättern und sitzen an feinen Stielen. Am bekanntesten sind hell- bis himmelblaue Blüten, daneben kommen bei Kulturformen auch weiße oder rosafarbene Varianten vor. Für getrocknete Kränze spielen die Blüten jedoch eine geringere Rolle, da ihre dünnen Kronblätter abfallen und die charakteristischen Kapseln erst nach der Blüte entstehen.
Die Früchte sind annähernd kugelige Kapseln, die aus mehreren Kammern bestehen und bis zu zehn flache Samen enthalten können. Zunächst sind die Kapseln grün. Mit zunehmender Reife und beim Trocknen verändern sie sich zu Strohgelb, Beige, Grau- oder Hellbraun.
Die kleinen Kapseln sitzen einzeln an den Enden der fein verzweigten Stiele. Dadurch entsteht eine Verbindung aus geraden Linien und regelmäßig verteilten, runden Punkten. Die Oberfläche trockener Kapseln ist matt und kann feine Rippen oder Teilungslinien zeigen.
Weißer, kräftig grüner, blauer, schwarzer oder pastellfarbener Flachs aus dem Floristikhandel wurde gewöhnlich gebleicht oder gefärbt. Blaue Fruchtkapseln sind keine Folge der natürlichen blauen Blütenfarbe.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Flachs bringt feine Linien und kleine, klar abgegrenzte Kapseln in den Kranz. Wiederholt eingearbeitete Fruchtstände erzeugen einen ruhigen Rhythmus, ohne so viel Fläche einzunehmen wie größere Blüten oder Blätter.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als lockerer Übergang zwischen kompakten Blüten und feinen Gräsern
- mit längeren Stielen zur Betonung der äußeren Kranzlinie
- in kleinen wiederkehrenden Gruppen für einen gleichmäßigen Rhythmus
- mit kurzen Stielabschnitten als punktuelle Füllung kleiner Zwischenräume
- als verzweigtes Material für asymmetrische und natürlich aufgebaute Kränze
Neben Pampasgras bilden die kleinen, festen Kapseln einen deutlichen Kontrast zu den weichen, volumenreichen Rispen. Strohblumen und Craspedia ergänzen größere runde Formen, während Schleierkraut, Glixia oder Statice feinere Blütenpunkte hinzufügen. Eukalyptus kann die offenen Flachsstrukturen mit ruhigeren Blattflächen verbinden.
Naturfarbener Flachs eignet sich besonders für Gestaltungen in Beige-, Braun- und gedeckten Grüntönen. Gefärbte Varianten können dagegen die Farben anderer Kranzmaterialien wiederholen oder bewusst einzelne Akzente setzen.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Trocknung werden Stiele verwendet, an denen sich bereits feste Fruchtkapseln gebildet haben. Ein Schnitt vor dem vollständigen Öffnen der reifen Kapseln kann verhindern, dass sich während der Trocknung zu viele Samen lösen.
Die Stiele lassen sich nach dem Entfernen überflüssiger Blätter in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufhängen. Der Trocknungsplatz sollte gut belüftet, trocken und lichtarm sein.
Was ist das Goldköpfchen?
Das Goldköpfchen ist eine sehr formenreiche australische Pflanzenart. Je nach Herkunft und Unterart wächst sie niedrig und ausgebreitet oder aufrecht bis etwa 60 Zentimeter hoch. Der früher verwendete botanische Name Helichrysum apiculatum gilt heute als Synonym.
Für die Trockenfloristik werden die verzweigten Stiele mit ihren kleinen goldgelben Blütenköpfen verwendet. Diese stehen meist zu mehreren in kompakten Gruppen an den Enden der Zweige und bilden dadurch zahlreiche dicht beieinanderliegende Farbpunkte.
Aussehen und Besonderheiten
Stängel und Blätter des Goldköpfchens sind häufig mit feinen, wolligen oder seidigen Haaren bedeckt. Dadurch kann das Laub je nach Pflanzenform grün, graugrün oder nahezu silbrig erscheinen. Auch die Form der Blätter variiert deutlich: Sie reicht von schmal und länglich bis etwas breiter und spatelförmig.
Die vermeintlich einzelnen Blüten sind botanisch kleine Blütenkörbchen. Jedes Körbchen setzt sich aus zahlreichen winzigen Röhrenblüten zusammen, die von mehreren Reihen trockener Hüllblätter umgeben werden. Vor allem diese festen, papierartigen Hüllblätter prägen das typische Erscheinungsbild.
Die einzelnen Blütenköpfe sind gewöhnlich nur wenige Millimeter bis etwa 1,5 Zentimeter breit. Da mehrere von ihnen dicht zusammenstehen, wirken sie aus der Entfernung wie kleine goldgelbe Knöpfe oder kompakte Blütenpolster.
Naturbelassene Blütenstände zeigen Goldgelb, Gelborange und teilweise gelbbraune Töne. Beim Trocknen kann sich das leuchtende Gelb zu einem gedeckteren Gold-, Ocker- oder Braunton verändern. Ein dauerhaft unveränderter Farberhalt lässt sich daher nicht versprechen.
Weiß, Rosa oder andere gleichmäßig kräftige Farben können bei bestimmter Pflanzenware natürlich auftreten oder durch eine nachträgliche Behandlung entstehen. Bei Floristikware ohne genaue Kennzeichnung lässt sich dies nicht immer sicher unterscheiden.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Goldköpfchen bringen viele kleine, kompakte Farbpunkte in den Kranz. Im Unterschied zu einzelnen großen Blüten erzeugen sie eine wiederkehrende Struktur, die Flächen gliedert und kräftige Gelb- oder Goldakzente setzt.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- in kleinen Gruppen als wiederkehrende Farbinseln
- zwischen größeren Blütenköpfen als strukturierender Übergang
- entlang der äußeren Kranzlinie für eine locker auslaufende Kontur
- mit kurzen Stielen als kompakte Füllung kleiner Zwischenräume
- mit längeren Zweigen für Bewegung in asymmetrischen Gestaltungen
Craspedia greift die runde Form mit deutlich größeren, klar abgegrenzten Blütenköpfen auf. Gomphrena kann weitere kräftige Farbpunkte hinzufügen. Phalaris oder Flachs ergänzen die kompakten Köpfchen durch längliche beziehungsweise kugelige Formen.
Hasenschwanzgras schafft mit seinen weichen Ähren einen haptischen Kontrast zu den festen Hüllblättern. Eukalyptus oder Ruskus können als ruhigere Blattflächen dienen und das leuchtende Gelb optisch einrahmen.
Trocknung und Verarbeitung
Frisch geschnittene Stiele lassen sich nach dem Entfernen überflüssiger Blätter in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber trocknen. Der Platz sollte trocken, gut belüftet und vor direkter Sonne geschützt sein.
Für die Ernte eignen sich feste, gut entwickelte Blütenstände ohne welke oder feuchte Stellen. Da Chrysocephalum apiculatum sehr unterschiedliche Wuchsformen umfasst, lässt sich kein einziger optimaler Schnittzeitpunkt für sämtliche Pflanzenformen festlegen.
Nach dem Trocknen können die verzweigten Stiele als Ganzes verwendet oder in kleinere Gruppen geteilt werden. Beim Wickeln sollte das Material am kräftigeren unteren Stiel gehalten werden. Zu starkes Knicken kann die trockenen Zweige oder Blütenköpfe beschädigen.
Was ist Gomphrena?
Gomphrena bezeichnet eine Pflanzengattung mit zahlreichen Arten. Dieser Eintrag behandelt den Kugelamarant Gomphrena globosa, der wegen seiner festen, rundlichen Blütenstände häufig als Schnitt- und Trockenblume verwendet wird.
Floristisch genutzt werden vor allem die aufrechten Stiele mit den kompakten Blütenköpfen. Sie behalten beim Trocknen ihre klar abgegrenzte Form und eignen sich dadurch besonders für wiederkehrende Farbpunkte und strukturierte Akzente in Trockenblumenkränzen.
Aussehen und Besonderheiten
Der Kugelamarant wächst als einjährige, aufrecht verzweigte Pflanze. Seine länglichen bis elliptischen Blätter stehen sich am Stängel gegenüber. Junge Blätter und Triebe können dicht weißlich behaart sein, später wird diese Behaarung meist schwächer.
Die runden bis leicht länglichen Blütenköpfe sitzen einzeln an den Enden fester Stiele. Ihr Erscheinungsbild erinnert an kleine Kleeblüten oder kompakte Pompons. Botanisch handelt es sich jedoch nicht um eine einzelne kugelförmige Blüte. Zahlreiche winzige Einzelblüten stehen dicht zusammen und werden von festen, papierartigen Trag- und Vorblättern umgeben. Diese bilden den auffälligen farbigen Teil des Blütenkopfes.
Bei Gomphrena globosa kommen vor allem Rosa-, Pink-, Violett- und Weißtöne vor. Rot- und Orangetöne werden im Handel häufig durch Sorten anderer Gomphrena-Arten, insbesondere Gomphrena haageana, oder durch Hybriden ergänzt. Bei Trockenware mit der allgemeinen Bezeichnung „Gomphrena“ ist die genaue Art daher nicht immer erkennbar.
Die Farbe bleibt beim Trocknen häufig vergleichsweise gut sichtbar, kann sich aber dennoch verändern oder mit der Zeit verblassen. Gleichmäßig gebleichte, pastellfarbene oder ungewöhnlich kräftig gefärbte Ware kann zusätzlich behandelt worden sein.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Gomphrena bringt kompakte, deutlich umrissene Formen und kräftige Farbpunkte in einen Kranz. Die Köpfe nehmen wenig Fläche ein, bleiben aber durch ihre feste Struktur gut erkennbar.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- einzeln verteilt als wiederkehrende Farbakzente
- in kleinen Gruppen für kompakte Farbinseln
- zwischen größeren Blüten als strukturierter Übergang
- entlang der Außenkante für eine aufgelockerte Kontur
- mit kurzen Stielen zur Füllung kleiner Zwischenräume
Hasenschwanzgras bildet mit seinen weichen Ähren einen deutlichen Kontrast zu den festen Blütenköpfen. Phalaris ergänzt längliche Formen, während Flachs oder Craspedia die runde Grundform in anderen Größen wiederholen.
Neben Schleierkraut oder Glixia wirkt Gomphrena kräftiger und klarer abgegrenzt. Eukalyptus und Ruskus können mit größeren, ruhigeren Blattflächen einen optischen Rahmen schaffen. Verschiedene Farben lassen sich außerdem gezielt wiederholen, um einen bunten Kranz zusammenhängender wirken zu lassen.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Trocknung eignen sich vollständig entwickelte, noch frische Blütenköpfe. Zu alte Blütenstände können nach dem Trocknen leichter auseinanderfallen.
Die geschnittenen Stiele werden von überflüssigen Blättern befreit und in kleinen Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und lichtarmen Ort aufgehängt. Nach dem Trocknen lassen sie sich als vollständige Stiele verwenden oder in kürzere Abschnitte teilen.
Die Stängel können spröde werden und sollten beim Wickeln nicht stark geknickt werden. Einzelne Blütenköpfe lassen sich auch ohne langen Stiel als kompakte Dekoelemente verarbeiten.
Pflege und Haltbarkeit
Getrocknete Gomphrena sollte vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit und dauerhafter direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Auch kräftige Naturfarben können mit der Zeit matter werden.
Was ist Hasenschwanzgras?
Hasenschwanzgras ist ein einjähriges Gras mit kompakten, eiförmigen Blütenständen. Diese erinnern durch ihre weiche Oberfläche und abgerundete Form an kleine Hasenschwänze. In der Floristik wird meist der vollständige getrocknete Halm mit dem endständigen Blütenstand verwendet.
Der botanische Name Lagurus ovatus bezieht sich ebenfalls auf das charakteristische Aussehen: Der Gattungsname leitet sich von griechischen Begriffen für Hase und Schwanz ab, während „ovatus“ die eiförmige Kontur beschreibt.
Aussehen und Besonderheiten
Die aufrechten oder leicht gebogenen Halme können je nach Standort etwa 5 bis 60 Zentimeter hoch werden. Auch die schmalen Blätter und Blattscheiden sind behaart. Für Trockenblumenkränze ist jedoch vor allem der dichte Blütenstand interessant.
Botanisch handelt es sich nicht um eine einzelne flauschige Ähre, sondern um eine kompakte Rispe aus zahlreichen dicht stehenden Ährchen. Lange, feine und seidig wirkende Haare an den Hüllspelzen erzeugen die samtige Oberfläche. Dünne Grannen ragen zwischen ihnen hervor und geben dem Blütenstand zusätzlich eine feine, leicht struppige Struktur.
Die Rispen sind gewöhnlich etwa 1 bis 7 Zentimeter lang und können länglich, eiförmig oder fast rund erscheinen. Junge Blütenstände zeigen häufig blassgrüne bis silbrig grüne Töne. Beim Reifen und Trocknen entwickeln sich Cremeweiß, helles Beige und warme Strohfarben.
Im Floristikhandel wird Hasenschwanzgras außerdem gebleicht oder in zahlreichen Pastell- und kräftigen Farbtönen angeboten. Rosa, Blau, Violett, Orange oder ein sehr gleichmäßiges Weiß sind daher meist das Ergebnis einer nachträglichen Behandlung. Bei gefärbter Ware können Intensität und Gleichmäßigkeit der Farbe unterschiedlich ausfallen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Hasenschwanzgras bringt eine weiche, kompakte Form in den Kranz. Die einzelnen Rispen bleiben gut erkennbar, wirken durch ihre feinen Haare aber weniger streng als feste Blütenköpfe oder Samenkapseln. Sie eignen sich besonders für fließende Übergänge zwischen unterschiedlichen Materialien.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- einzeln verteilt als kleine helle oder farbige Akzente
- in Gruppen für weiche, volumenbildende Bereiche
- entlang der Außenkante für eine locker auslaufende Kontur
- mit längeren Halmen für Höhe und Bewegung
- mit kurzen Stielen zur Füllung kleiner Zwischenräume
Pampasgras greift die weiche Oberfläche in einem deutlich größeren Maßstab auf. Phalaris bildet mit seinen glatten, länglichen Ähren einen klareren Kontrast. Glixia oder Schleierkraut ergänzen feine Verzweigungen und kleine helle Punkte.
Neben Gomphrena, Craspedia oder Strohblumen kann Hasenschwanzgras harte Konturen optisch abmildern. Naturbelassene Rispen verbinden Beige-, Braun- und Grüntöne, während gefärbte Varianten einzelne Farben eines Kranzes wiederholen können.
Trocknung und Verarbeitung
Hasenschwanzgras eignet sich gut zur Lufttrocknung. Geschnittene Halme können in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und vor direkter Sonne geschützten Ort aufgehängt werden.
Für eine aufrechte Verarbeitung sollten ausreichend lange Halme stehen bleiben. Nach dem Trocknen können sie gekürzt und einzeln oder in kleinen Gruppen mit Wickeldraht befestigt werden. Die Halme werden mit zunehmender Trockenheit spröder und sollten nicht scharf geknickt werden.
Pflege und Haltbarkeit
Getrocknetes Hasenschwanzgras sollte vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit und dauerhafter direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Naturbelassene und behandelte Farben können sich mit der Zeit verändern.
Bezeichnung: Islandmoos, im Floristikhandel auch Rentiermoos oder Rentierflechte
Botanische Zuordnung: Nicht eindeutig; meist Rentierflechten der Gattung Cladonia, häufig Cladonia stellaris, teilweise auch Cladonia rangiferina
Familie: Meist Cladoniaceae
Natürliche Verbreitung: Je nach Art unterschiedlich; Rentierflechten sind besonders in borealen, arktischen und montanen Gebieten verbreitet
Einordnung: Floristik- und Handelsname für konservierte und häufig gefärbte Flechten
Was ist Islandmoos?
Das in der Floristik als Islandmoos angebotene Material ist kein echtes Moos, sondern eine Flechte. Flechten entstehen durch eine enge Lebensgemeinschaft zwischen einem Pilz und einem oder mehreren fotosynthetisch aktiven Partnern, beispielsweise Grünalgen.
Der Handelsname ist botanisch nicht eindeutig. Das buschig verzweigte Dekorationsmaterial stammt meist von Rentierflechten der Gattung Cladonia. Besonders häufig wird im Handel Cladonia stellaris genannt, daneben findet sich die Bezeichnung Cladonia rangiferina. Ohne verlässliche Lieferantenangabe lässt sich die genaue Art behandelter Ware nicht sicher bestimmen.
Nicht verwechselt werden sollte das Material mit dem botanisch als Isländisch Moos bezeichneten Cetraria islandica. Diese Flechtenart besitzt flachere, blattähnliche Lappen und entspricht nicht dem typischen dicht verzweigten Floristikmaterial.
Aussehen und Besonderheiten
Islandmoos besteht aus zahlreichen feinen, wiederholt verzweigten Strukturen. Sie bilden kleine Büschel, Polster oder rundliche Köpfe und erinnern in ihrer Form teilweise an Korallen. Das Material besitzt weder Stiele noch Blätter oder Blüten. Floristisch verwendet wird der gesamte Flechtenkörper, der sogenannte Thallus.
Das Erscheinungsbild hängt von der enthaltenen Art ab. Cladonia rangiferina bildet reich verzweigte, häufig leicht zurückgebogene Äste in Weißgrau, Aschgrau oder bräunlichen Tönen. Cladonia stellaris entwickelt besonders dichte, rundliche und stärker geschlossene Köpfe mit einer teilweise gelblich grauen Naturfarbe.
Floristikware wird gewöhnlich gereinigt, konserviert und häufig zusätzlich gefärbt. Neben Weiß, Creme, Grau und verschiedenen Grüntönen sind deshalb auch Rosa, Rot, Orange, Blau oder Violett erhältlich. Sehr gleichmäßige und kräftige Farben sind das Ergebnis dieser Behandlung und kommen so nicht natürlicherweise vor.
Die Konservierung kann dafür sorgen, dass sich die Flechte weicher und leicht federnd anfühlt als vollständig getrocknetes Naturmaterial. Haptik und Biegsamkeit können jedoch je nach Behandlungsverfahren und Raumklima unterschiedlich ausfallen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Islandmoos erzeugt im Kranz eine dichte, unregelmäßig strukturierte Fläche. Es lässt sich in kleinen Portionen verwenden oder zu größeren, zusammenhängenden Polstern anordnen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- zum Ausfüllen sichtbarer Zwischenräume
- als weiche Unterlage zwischen größeren Blüten und Samenkapseln
- für kleine, polsterartige Gruppen entlang der Kranzform
- zur Abdeckung von Unterlagen oder Befestigungsstellen
- als gezielter Farbakzent mit gefärbter Ware
Farn, Heidelbeergrün oder Eukalyptus ergänzen das feinteilige Material mit deutlich erkennbaren Blattformen. Neben Zapfen, Baumrinde oder kräftigen Zweigen entsteht ein Kontrast zwischen verzweigter Flechtenstruktur und festen Naturmaterialien. Glatte Blütenköpfe wie Craspedia oder Gomphrena heben sich klar von der unregelmäßigen Oberfläche ab.
Islandmoos kann außerdem ruhige Verbindungen zwischen kompakten Blüten und locker auslaufenden Gräsern schaffen. Aufgrund seines Volumens sollte es portionsweise eingesetzt werden, damit kleinere Materialien sichtbar bleiben.
Verarbeitung und Pflege
Konserviertes Islandmoos wird in kleinen Büscheln verarbeitet. Die feinen Verzweigungen können bei starkem Ziehen, Drücken oder Knicken brechen. Je nach Kranzunterlage lässt sich das Material vorsichtig einstecken, anbinden oder befestigen.
Botanische Bezugsarten: Fagus sylvatica, Quercus robur und Corylus avellana
Deutsche Namen: Rotbuche, Stiel-Eiche und Gewöhnliche Hasel
Familien: Buchengewächse (Fagaceae) und Birkengewächse (Betulaceae)
Natürliche Verbreitung: Rotbuche in Europa, Stiel-Eiche von Europa bis Iran, Gewöhnliche Hasel von Europa bis zum Kaukasus
Einordnung: Floristische Materialgruppe aus Nüssen, Fruchtbechern, Fruchthüllen und weiteren Teilen der Fruchtstände
Was sind Nüsse und Fruchtstände?
„Nüsse und Fruchtstände“ ist keine botanisch einheitliche Pflanzengruppe. In der Floristik werden unter dieser Bezeichnung verschiedene trockene Früchte und die mit ihnen verbundenen Hüllen, Becher oder Stiele zusammengefasst. Dieser Eintrag behandelt Bucheckern, Eicheln und Haselnüsse.
Botanisch sind diese Nüsse nicht lediglich harte Samen. Es handelt sich um trockene Früchte, deren Fruchtwand eine feste Schale bildet und gewöhnlich einen Samen umschließt. Für Trockenblumenkränze werden sowohl die vollständigen Nüsse als auch charakteristische Begleitteile wie Eichelbecher, stachelige Buchenhüllen oder die blattartigen Hüllen der Haselnuss verwendet.
Aussehen und Besonderheiten
Eicheln der Stiel-Eiche besitzen eine längliche bis eiförmige Grundform und eine glatte Oberfläche. Während der Reife verändert sich ihre Farbe von Grün zu verschiedenen Brauntönen. Der untere Teil sitzt in einem schuppenartig strukturierten Fruchtbecher, der häufig als Eichelhütchen bezeichnet wird. Bei der Stiel-Eiche befinden sich die Früchte an deutlich erkennbaren Stielen.
Bucheckern sind kleine, kantige Nüsse mit drei markanten Seiten. Meist sitzen zwei davon gemeinsam in einem festen, stacheligen Fruchtbecher. Bei der Reife öffnet sich diese Hülle und gibt die braunen Bucheckern frei. In der Floristik kann sowohl die einzelne dreikantige Nuss als auch der leere, aufgeklappte Fruchtbecher eingesetzt werden. Beide Formen erzeugen eine deutlich unterschiedliche Struktur.
Haselnüsse sind rundlich bis leicht eiförmig und besitzen eine feste, gelblich braune bis dunkelbraune Schale. Ein Teil der Nuss wird von einer blattartigen, zunächst grünen Fruchthülle umgeben. Beim Trocknen wird diese Hülle beige bis braun, dünner und häufig wellig oder eingerollt.
Unbehandelte Materialien zeigen natürliche Farbunterschiede, matte und leicht glänzende Bereiche sowie kleine Unregelmäßigkeiten. Gefärbte, lackierte, gebleichte oder mit Glanzmitteln behandelte Handelsware muss davon unterschieden werden.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Nüsse bilden kleine, kompakte Volumen und setzen klar begrenzte Akzente. Ihre Wirkung entsteht vor allem durch die Kombination aus glatten Schalen, rauen Fruchtbechern und blattartigen Hüllen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als wiederkehrende braune Akzente in Herbst- und Waldkränzen
- in kleinen Gruppen für mehr Volumen und einen deutlichen Schwerpunkt
- mit geöffneten Buchenhüllen für eine kantige oder stachelige Struktur
- mit Eichelbechern und Haselnusshüllen für abwechslungsreiche Oberflächen
- entlang der Kranzform als Verbindung zwischen Blüten, Gräsern und anderen Naturmaterialien
Zapfen, Baumrinde und getrocknete Zweige führen die kräftigen Waldstrukturen fort. Weizen, Phalaris oder andere Gräser ergänzen die kompakten Früchte mit schmalen Linien und lockerer Bewegung. Hagebutten bringen runde Formen und kräftigere Farben hinzu. Silberblatt oder Eukalyptus können mit ihren flächigen, ruhigeren Oberflächen einen Kontrast zu den kleinen braunen Elementen bilden.
Da Nüsse ein vergleichsweise hohes Eigengewicht besitzen, sollten sie sicher auf einer tragfähigen Unterlage befestigt werden. Für kleine, fein gewickelte Kränze eignen sich einzelne Früchte häufig besser als größere Gruppen.
Was ist Pampasgras?
Pampasgras ist ein kräftiges, mehrjähriges Süßgras, das große, dichte Horste bildet und mit seinen langen Blütenrispen eine Höhe von bis zu etwa vier Metern erreichen kann. Der Name wird im Handel gelegentlich auch für ähnlich aussehende Ziergräser verwendet. Dieser Eintrag behandelt ausschließlich Cortaderia selloana.
In der Trockenfloristik werden die getrockneten Blütenrispen genutzt. Sie bestehen aus zahlreichen kleinen Ährchen, die an fein verzweigten Rispenästen sitzen. Ihre seidigen Haare erzeugen die weiche, federartige Oberfläche, für die Pampasgras bekannt ist.
Aussehen und Besonderheiten
Die Pflanze bildet lange, schmale, bogig überhängende Blätter mit rauen und scharf gezähnten Rändern. Über dem dichten Blattschopf stehen kräftige, aufrechte Halme mit großen, pyramiden- bis länglich geformten Blütenrispen. Diese können etwa 45 bis 90 Zentimeter lang werden.
Pampasgras ist überwiegend zweihäusig: Weibliche und männliche Blüten befinden sich meist auf unterschiedlichen Pflanzen. Die Ährchen weiblicher Pflanzen besitzen besonders lange, seidige Haare. Ihre Rispen wirken dadurch häufig dichter und flauschiger und werden bevorzugt als Zier- und Trockenmaterial verwendet.
Die natürlichen Blütenstände sind überwiegend silbrig weiß, cremefarben oder leicht rosa bis violett überhaucht. Außerdem gibt es Sorten mit deutlicher rosafarbenen Rispen. Beim Trocknen und Altern können die Farben heller, gelblicher oder beige werden.
Kräftiges Rosa, Blau, Schwarz oder andere intensive Farbtöne weisen in der Regel auf gefärbte Floristikware hin. Auch gebleichtes Pampasgras ist erhältlich und wirkt meist heller und gleichmäßiger als naturbelassenes Material.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Pampasgras bringt deutliches Volumen in einen Kranz und erzeugt eine weiche, lockere Oberfläche. Bereits wenige Rispenabschnitte können eine größere Fläche füllen. Das Material eignet sich deshalb besonders für Kränze, die üppig, natürlich oder bewusst asymmetrisch gestaltet werden sollen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als weicher Hintergrund für kompaktere Blüten und Fruchtstände
- entlang der äußeren Kranzlinie für einen locker auslaufenden Umriss
- in kleinen Gruppen als deutliches Volumenelement
- in unterschiedlichen Längen für Bewegung und räumliche Tiefe
- als heller Übergang zwischen kräftigen oder dunkleren Materialien
Lagurus führt die weiche Struktur in kleinerem Maßstab fort. Phalaris, Weizen oder Miscanthus ergänzen das Pampasgras durch schmalere, klarere Linien. Eukalyptus und Ruscus schaffen ruhigere Blattflächen, während Strohblumen, Craspedia oder gefärbte Statice kompakte Farbakzente setzen.
Da die Rispen viel Raum einnehmen, sollten sie bei kleineren Kränzen sparsam eingesetzt werden. Werden sie stark zusammengedrückt oder unter festere Materialien geklemmt, verliert ihre Oberfläche an Fülle.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Trocknung eignen sich Rispen, die vollständig aus dem Blattschopf hervorgetreten, aber noch nicht stark ausgereift sind. Sehr reife Blütenstände können deutlich mehr Samen und feine Pflanzenteile verlieren.
Die Halme lassen sich einzeln oder in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, gut belüfteten und lichtgeschützten Ort aufhängen. Wer Pampasgras selbst schneidet, sollte wegen der scharfen Blattränder feste Handschuhe und schützende Kleidung tragen.
Beim Verarbeiten wird das Material am Halm gehalten. Die Rispen sollten möglichst wenig gerieben oder wiederholt zusammengedrückt werden. Kürzere Abschnitte lassen sich mit Wickeldraht befestigen oder auf einer tragfähigen Kranzunterlage fixieren.
Was ist Phalaris?
Phalaris ist der botanische Name einer ganzen Gattung innerhalb der Süßgräser. In der Trockenfloristik bezeichnet „Phalaris“ meist das Kanariengras Phalaris canariensis. Der Artname verweist auf die Kanarischen Inseln, die zu seinem natürlichen Verbreitungsgebiet gehören.
Verwendet werden die langen Halme mit ihren kompakten, eiförmigen Blütenständen. Was auf den ersten Blick wie eine kleine Ähre aussieht, ist botanisch eine sehr dichte Rispe aus zahlreichen Ährchen. Die klar begrenzte Form macht Phalaris zu einem auffälligen, aber nicht flächigen Gestaltungselement.
Aussehen und Besonderheiten
Kanariengras wächst einjährig und bildet aufrechte oder leicht aufsteigende Halme. Je nach Standort können diese etwa 20 bis 120 Zentimeter hoch werden. Die schmalen, flachen Blätter sitzen entlang des Halms.
Der dichte Blütenstand ist überwiegend eiförmig bis kurz länglich und ungefähr 1,5 bis 6 Zentimeter lang. Seine eng anliegenden Ährchen erzeugen eine geschlossene, schuppenartige Oberfläche. Die Hüllspelzen sind zunächst weißlich bis blassgrün und besitzen charakteristische dunklere grüne Längsstreifen.
Während der Trocknung verändert sich die natürliche Farbe meist von Grün oder Grünweiß zu Strohgelb, Beige und hellem Braun. Je nach Erntezeitpunkt können die grünen Streifen noch sichtbar bleiben oder mit der Zeit deutlich verblassen.
Im Floristikhandel ist Phalaris außerdem in gebleichter und gefärbter Form erhältlich. Pastellfarben, kräftiges Rosa, Blau, Violett, Orange oder Schwarz gehören nicht zur natürlichen Farbpalette. Bei behandelter Ware können die Färbung und Oberflächenwirkung abhängig vom verwendeten Verfahren unterschiedlich gleichmäßig ausfallen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Phalaris bringt kleine, klar umrissene Formen und eine ruhige Wiederholung in einen Trockenblumenkranz. Die kompakten Blütenstände setzen deutlichere Punkte als fein verzweigte Füllmaterialien, bleiben jedoch zurückhaltender als große Blüten.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als wiederkehrende Akzente entlang der Kranzform
- in kleinen Gruppen für einen klaren farblichen Schwerpunkt
- auf unterschiedlich langen Halmen für Höhe und Bewegung
- als Übergang zwischen großen Blüten und feinen Gräsern
- in gefärbter Form zur Aufnahme einzelner Farben des Kranzes
Pampasgras oder Lagurus ergänzen Phalaris durch weichere und lockerere Oberflächen. Craspedia greift die geschlossene Form auf, setzt mit ihren kugeligen Köpfen aber einen stärkeren Akzent. Statice und Schleierkraut bilden einen fein verzweigten Kontrast, während Eukalyptus oder Ruscus größere, ruhigere Blattflächen hinzufügen.
Bei kleinen Kränzen können bereits einzelne Halme als deutlich sichtbare Akzente ausreichen. Mehrere dicht nebeneinander angeordnete Blütenstände erzeugen dagegen eine kompaktere und geordnetere Wirkung. Die langen Halme lassen sich außerdem gut nutzen, um die runde Kranzform stellenweise bewusst zu überschreiten.
Trocknung und Verarbeitung
Für die Trocknung eignen sich gut entwickelte, unbeschädigte Blütenstände, deren Ährchen noch fest sitzen. Je nach Schnittzeitpunkt bleibt das Material zunächst grünlicher oder entwickelt während der Trocknung schneller strohfarbene Töne.
Überschüssige Blätter können entfernt und die Halme anschließend in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufgehängt werden. Der Platz sollte trocken, gut belüftet und möglichst lichtarm sein. Dadurch kann die Feuchtigkeit entweichen, ohne dass das Material unnötig stark dem Licht ausgesetzt wird.
Was ist die Rispenhortensie?
Die Rispenhortensie ist ein sommergrüner Strauch oder kleiner Baum. Im Gegensatz zu Hortensien mit annähernd kugelförmigen Blütenständen bildet sie verzweigte, meist kegelförmige Rispen. Für die Trockenfloristik werden die vollständigen Blütenstände oder kleinere abgetrennte Abschnitte verwendet.
Die Rispen setzen sich aus zahlreichen kleinen fertilen Blüten und größeren sterilen Schaublüten zusammen. Das Verhältnis dieser beiden Blütentypen unterscheidet sich zwischen den Sorten. Deshalb können die Blütenstände locker und durchscheinend oder ausgesprochen dicht und volumenreich erscheinen.
Aussehen und Besonderheiten
Die Blütenrispen stehen überwiegend am Ende der Triebe und sind kegelförmig bis pyramidal aufgebaut. Viele feine Verzweigungen tragen die kleinen fertilen Blüten und die auffälligeren Schaublüten. Was bei diesen Schaublüten wie große Blütenblätter aussieht, sind vergrößerte Kelchblätter.
Die natürliche Ausgangsfarbe liegt überwiegend zwischen Grünlichweiß, Cremeweiß und Weiß. Bei zahlreichen Gartensorten verändert sich die Farbe mit zunehmender Reife zu Rosa, Altrosa oder rötlichen Tönen. Andere Sorten bleiben heller oder entwickeln ausgeprägtere Grün-, Beige- und Braunnuancen. Der genaue Farbverlauf hängt daher von der Sorte und dem Schnittzeitpunkt ab.
Beim Trocknen verlieren die Farben meist an Leuchtkraft. Aus Weiß, Rosa oder Grün entstehen häufig gedeckte Creme-, Altrosa-, Salbei-, Beige- oder Hellbrauntöne. Diese Veränderungen gehören zum natürlichen Alterungs- und Trocknungsprozess. Später geschnittene Rispen zeigen gewöhnlich stärker ausgeprägte Vintagefarben als junge Blütenstände.
Im Handel können Rispenhortensien zusätzlich gebleicht, gefärbt oder konserviert angeboten werden. Sehr kräftige, ungewöhnliche oder vollkommen gleichmäßige Farbtöne sollten deshalb nicht automatisch als natürliche Blütenfarbe eingeordnet werden.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Rispenhortensien bilden größere, weiche Flächen und bringen deutlich mehr Volumen in den Kranz als schmale Gräser oder kleine Einzelblüten. Gleichzeitig bleibt durch die verzweigte Rispenform eine erkennbare Gliederung erhalten.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als größerer Schwerpunkt in einem asymmetrisch gestalteten Kranz
- in kleineren Abschnitten zum Füllen breiterer Zwischenräume
- entlang der Kranzform für einen weichen, fließenden Übergang
- am äußeren Rand für eine locker auslaufende Kontur
- als ruhige Fläche zwischen kleinteiligen und stark strukturierten Materialien
Achillea kann die flächige Wirkung mit kleineren, klarer begrenzten Blütenständen fortführen. Pampasgras oder Lagurus ergänzen die Rispenhortensie durch weichere Oberflächen, während Phalaris und Weizen schmalere Formen hinzufügen. Eukalyptus, Ruscus oder Farn schaffen ruhigere Blattflächen und können die gedeckten Grün-, Rosa- und Beigetöne aufgreifen.
Für kleinere Kränze wird der große Blütenstand meist in einzelne Verzweigungen geteilt. Bei größeren Kränzen können umfangreichere Rispenabschnitte als deutliches Volumenelement eingesetzt werden.
Trocknung und Verarbeitung
Rispenhortensien sollten für die Lufttrocknung nicht während ihres sehr jungen, weichen Blütenstadiums geschnitten werden. Geeigneter sind Rispen, die bereits teilweise an der Pflanze ausgereift sind. Die Schaublüten fühlen sich dann fester und leicht papierartig an und zeigen häufig schon erste Grün-, Rosa- oder Beigetöne.
Nach dem Schnitt werden die Blätter entfernt. Die Stiele können einzeln kopfüber aufgehängt oder aufrecht in eine Vase mit wenig Wasser gestellt werden. Das Wasser wird nicht nachgefüllt, sodass die Blütenstände langsam trocknen. Der Standort sollte trocken, lichtarm und gut belüftet sein.
Was ist Ruscus?
Ruscus bezeichnet eine Gattung immergrüner Pflanzen, deren aufrechte oder bogig wachsende Triebe dicht mit flachen, blattähnlichen Gebilden besetzt sind. Für die Floristik werden diese vollständigen Zweige oder einzelne Triebabschnitte verwendet.
Unter dem Namen Ruscus können verschiedene Arten angeboten werden. Der Stechende Mäusedorn Ruscus aculeatus besitzt eher feste, zugespitzte und teilweise stechende Phyllokladien. Bei Ruscus hypoglossum sind sie gewöhnlich breiter, glänzender und weniger starr. Die Handelsbezeichnung „italienischer Ruscus“ ermöglicht dagegen keine sichere botanische Zuordnung und sollte nicht mit einer bestimmten Ruscus-Art gleichgesetzt werden.
Aussehen und Besonderheiten
Die vermeintlichen Blätter sind botanisch keine echten Laubblätter. Es handelt sich um abgeflachte, grüne Sprosse, die als Phyllokladien oder Kladodien bezeichnet werden. Die eigentlichen Blätter sind stark reduziert und erscheinen nur als kleine, schuppenartige Gebilde.
Da die grünen Flächen umgebildete Sprosse sind, können kleine Blüten scheinbar direkt in ihrer Mitte entstehen. Aus den unscheinbaren grünlichen bis cremefarbenen Blüten entwickeln sich bei fruchtenden Pflanzen auffällige rote Beeren. Floristisch verarbeitete Zweige werden jedoch häufig ohne Blüten und Früchte angeboten.
Naturbelassener Ruscus besitzt ein kräftiges Dunkel- bis Mittelgrün und eine glatte, teilweise leicht glänzende Oberfläche. Form, Größe und Abstand der Phyllokladien unterscheiden sich je nach Art und verwendeter Handelsware. Unbehandelt getrocknetes Material kann matter werden und olivgrüne oder bräunliche Farbtöne entwickeln.
Im Trockenblumenhandel ist Ruscus außerdem konserviert, gebleicht und gefärbt erhältlich. Neben verschiedenen Grüntönen kommen Creme, Weiß, Rosa, Rot, Blau oder Orange vor. Metallicfarben entstehen durch eine zusätzliche dekorative Beschichtung. Behandlung und Färbung können Festigkeit, Glanz und Beweglichkeit der Zweige verändern.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Ruscus bildet im Kranz größere, geschlossene Grün- oder Farbflächen. Die regelmäßig angeordneten Phyllokladien schaffen einen ruhigen Gegenpol zu feinen Gräsern und kleinteiligen Blütenständen. Gleichzeitig geben die länglichen Zweige der Gestaltung eine klare Richtung.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- entlang der Kranzform zur Betonung der runden Kontur
- in längeren Abschnitten für auslaufende Linien und asymmetrische Formen
- als flächiger Hintergrund für kleinere oder kräftig gefärbte Blüten
- in kurzen Zweigstücken zum Schließen größerer Zwischenräume
- als wiederkehrender Farbakzent bei gebleichter oder gefärbter Ware
Pampasgras ergänzt die glatten Flächen durch eine weiche, faserige Struktur. Phalaris, Craspedia oder Gomphrena setzen davor klar abgegrenzte Formen und Farbpunkte. Eukalyptus kann die flächige Wirkung fortführen, besitzt jedoch rundere oder stärker gestielte Blätter. Schleierkraut und fein verzweigte Gräser lockern größere Ruscusgruppen optisch auf.
Verarbeitung
Ruscus wird für Trockenblumenkränze häufig als bereits konservierte, gebleichte oder gefärbte Handelsware verarbeitet. Deshalb können sich Zweige aus verschiedenen Lieferungen in ihrer Festigkeit und Biegsamkeit deutlich unterscheiden.
Lange Triebe lassen sich im Ganzen entlang der Kranzform führen oder an kräftigeren Verzweigungen in kleinere Abschnitte teilen. Beim Wickeln sollte das Material am Stiel gehalten werden. Starkes Knicken kann trockene oder gebleichte Zweige brechen lassen, während einzelne behandelte Varianten weicher und beweglicher bleiben.
Pflege und Haltbarkeit
Getrockneter oder konservierter Ruscus sollte ausschließlich in trockenen Innenräumen verwendet und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden.
Was ist Schleierkraut?
Schleierkraut ist eine krautige, mehrjährige Pflanze mit aufrechten und stark verzweigten Stängeln. An den feinen Verzweigungen sitzen zahlreiche kleine Blüten, die zusammen einen lockeren, rispenartigen Blütenstand bilden.
Für die Floristik werden die verzweigten Blütenstiele im Ganzen oder in kleineren Abschnitten verwendet. Unter dem deutschen Namen Schleierkraut können allerdings auch andere Arten und Zuchtformen der Gattung Gypsophila angeboten werden. Dieser Artikel behandelt ausdrücklich Gypsophila paniculata.
Aussehen und Besonderheiten
Die dünnen Stängel verzweigen sich mehrfach und tragen schmale, blaugrüne bis graugrüne Blätter. Im oberen Bereich entsteht ein weit verzweigter Blütenstand mit sehr vielen kleinen Einzelblüten. Durch die großen Abstände zwischen den feinen Zweigen wirkt das Material leicht und durchscheinend.
Die Wildform besitzt überwiegend weiße, gelegentlich sehr blass rosafarbene Blüten. Sie bestehen aus fünf kleinen Blütenblättern. Bei floristisch verwendeten Sorten kommen neben einfachen auch halbgefüllte und gefüllte Blüten vor. Gefüllte Sorten erscheinen etwas kompakter und bilden deutlichere kleine Blütenpunkte.
Beim Trocknen kann sich reines Weiß zu Cremeweiß, Elfenbein oder hellem Beige verändern. Rosafarbene Sorten entwickeln häufig mattere Altrosa- und Pudertöne. Einzelne Blüten können bräunlich werden oder sich vom Stiel lösen.
Im Handel ist Schleierkraut außerdem gebleicht, gefärbt oder anderweitig behandelt erhältlich. Rosa, Gelb, Orange, Rot, Blau, Lila und weitere kräftige oder auffallend gleichmäßige Farbtöne entstehen gewöhnlich durch eine nachträgliche Behandlung. Auch die Beweglichkeit und Oberflächenwirkung der Zweige kann sich dadurch verändern.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Schleierkraut schafft feine Übergänge und füllt Zwischenräume, ohne größere Blüten oder strukturstarke Materialien vollständig zu verdecken. Die zahlreichen kleinen Blütenpunkte verbinden einzelne Gestaltungselemente optisch miteinander.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- zwischen größeren Blüten zum lockeren Schließen kleiner Lücken
- entlang der äußeren Kranzlinie für eine weich auslaufende Kontur
- in kleinen Gruppen für wiederkehrende Blütenpunkte
- als feine Grundlage unter stärker abgegrenzten Materialien
- in gefärbter Form zur Wiederholung einzelner Farbtöne im Kranz
Craspedia, Gomphrena oder Strohblumen setzen zwischen den feinen Verzweigungen klar begrenzte Formen. Pampasgras und Lagurus ergänzen Schleierkraut durch weichere, kompaktere Oberflächen. Phalaris oder Weizen schaffen geradlinigere Akzente, während Eukalyptus und Ruscus größere, ruhigere Blattflächen hinzufügen.
Für kleine Kränze lassen sich die verzweigten Stiele in kurze Abschnitte teilen. Bei größeren Kränzen können längere Zweige verwendet werden, um eine lockere Kontur oder fließende Übergänge zu gestalten.
Trocknung und Verarbeitung
Zum Trocknen eignen sich Stiele, bei denen der überwiegende Teil der Blüten bereits geöffnet ist. Überschüssige Blätter werden entfernt und die Stängel anschließend in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufgehängt. Der Standort sollte trocken, dunkel und gut belüftet sein.
Vollständig getrocknetes Schleierkraut ist leicht und empfindlich. Beim Wickeln sollte es möglichst an einem kräftigeren Stängelabschnitt gehalten werden. Starker Druck, häufiges Nachjustieren und enges Biegen können die feinen Verzweigungen brechen oder Blüten ablösen.
Pflege und Haltbarkeit
Getrocknetes Schleierkraut sollte ausschließlich in trockenen Innenräumen verwendet und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden.
Was ist Sorghumhirse?
Sorghumhirse ist ein hochwachsendes Gras, das weltweit in zahlreichen Kulturformen angebaut wird. Die Art umfasst sowohl kultivierte als auch verwilderte beziehungsweise wild wachsende Formen. Die heute angebaute Unterart Sorghum bicolor subsp. bicolor wird botanisch als Kulturpflanze aus dem afrikanischen Sahel eingeordnet.
In der Trockenfloristik werden hauptsächlich die verzweigten Rispen am oberen Ende des Stängels verwendet. Je nach Sorte und Reifezustand können sie noch überwiegend aus Ährchen bestehen oder bereits zahlreiche deutlich sichtbare Körner tragen.
Aussehen und Besonderheiten
Sorghum bildet kräftige, aufrechte Halme mit langen, schmalen und leicht überhängenden Blättern. An der Spitze sitzt eine verzweigte Rispe. Ihre Form unterscheidet sich je nach Kulturform deutlich: Manche Rispen sind locker aufgebaut und besitzen weit abstehende Seitenzweige, andere wirken dicht, kompakt und nahezu kolbenförmig.
Die einzelnen Blüten sind klein und unscheinbar. Nach der Bestäubung entwickeln sich rundliche bis leicht abgeflachte Früchte, die umgangssprachlich als Sorghumkörner bezeichnet werden. Sie sitzen zusammen mit trockenen Spelzen an den feinen Rispenästen und erzeugen die körnige, deutlich gegliederte Oberfläche des Materials.
Reife Körner können von Natur aus weiß, cremefarben, blassgelb, rot, braun oder dunkel purpurbraun sein. Zusammen mit den beige bis braun trocknenden Rispenzweigen entsteht eine breite Auswahl an natürlichen Erd- und Getreidetönen. Die genaue Wirkung hängt sowohl von der Kornfarbe als auch von Farbe und Länge der umgebenden Spelzen ab.
Sehr helle, reinweiße oder ungewöhnlich kräftig gefärbte Sorghumrispen sind meist gebleicht, gefärbt oder anderweitig behandelt. Solche Varianten besitzen ihre Farbe nicht von Natur aus.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Sorghumhirse bringt eine kompakte, körnige Struktur in den Kranz. Im Unterschied zu weichen Gräsern bilden die fruchttragenden Rispen deutlich abgegrenzte Flächen. Locker verzweigte Sorten wirken dagegen luftiger und können über die eigentliche Kranzkontur hinausragen.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- in kurzen Abschnitten zum Füllen größerer Zwischenräume
- als kompakter Gegenpol zu feinen und weich gebogenen Gräsern
- mit längerem Stiel für aufrechte oder nach außen weisende Linien
- als wiederkehrender Braun-, Creme- oder Rotton in natürlichen Gestaltungen
- in kleinen Gruppen, um die körnige Struktur stärker hervorzuheben
Weizen und Phalaris greifen den Charakter eines Getreidegrases auf, unterscheiden sich jedoch durch ihre schmaleren Ähren beziehungsweise eiförmigen Blütenstände. Lagurus schafft mit seiner weichen Oberfläche einen deutlichen Haptikkontrast. Disteln und Sonnenhut-Fruchtstände ergänzen Sorghum durch weitere feste, dunklere Strukturen. Eukalyptus oder Ruscus können daneben größere und ruhigere Blattflächen bilden.
Trocknung und Verarbeitung
Sollen Sorghumrispen selbst getrocknet werden, eignen sich gut entwickelte Rispen mit bereits ausgeprägten Körnern. Zu früh geschnittenes Material kann sich beim Trocknen stärker verändern, während sehr reife Rispen möglicherweise schon beim Schneiden Körner verlieren.
Die Halme können in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem trockenen, dunklen und gut belüfteten Ort aufgehängt werden. Dadurch bleiben die Stiele vergleichsweise gerade. Vor der Verarbeitung sollte das Material vollständig durchgetrocknet sein.
Beim Teilen und Wickeln empfiehlt es sich, den kräftigeren Rispenstiel zu halten. Druck auf die feinen Verzweigungen kann Ästchen, Spelzen oder Körner lösen. Besonders dichte Rispen sollten nicht stark gequetscht oder mehrfach nachgebogen werden.
Was ist Statice?
Statice ist ein gebräuchlicher Floristik- und Handelsname für verschiedene Arten der Gattung Limonium. Dieser Artikel behandelt konkret Limonium sinuatum, eine besonders häufig als Schnitt- und Trockenblume kultivierte Art. Der frühere botanische Name Statice sinuata erklärt, warum die Bezeichnung Statice bis heute verwendet wird.
Auch der Name Strandflieder ist nicht eindeutig und kann verschiedene Limonium-Arten bezeichnen. Mit dem echten Flieder der Gattung Syringa und mit Lavendel ist die Pflanze botanisch nicht näher verwandt. Floristisch genutzt werden ihre verzweigten Blütenstiele mit zahlreichen kleinen, dauerhaft sichtbaren Blütenkelchen.
Aussehen und Besonderheiten
Die grünen Blätter stehen überwiegend in einer bodennahen Rosette. Sie sind länglich und deutlich gelappt, ihre Ränder erscheinen dadurch wellig oder eingeschnitten. Für Trockenarrangements spielen die Blätter meist keine Rolle, da hauptsächlich die langen Blütenstiele verarbeitet werden.
Die aufrechten Stiele verzweigen sich im oberen Bereich mehrfach. Ein auffälliges Merkmal sind ihre schmalen, blattähnlichen Flügel, die längs an den Stängeln verlaufen. An den Enden der Verzweigungen sitzen kurze, dicht besetzte Ähren mit zahlreichen kleinen Blüten.
Die dauerhaft sichtbare Farbe stammt überwiegend nicht von den eigentlichen Blütenblättern, sondern vom trichter- bis röhrenförmigen Kelch. Die kleinere Blütenkrone ist meist weiß bis blassgelb und fällt vergleichsweise früh ab. Der farbige, papierartige Kelch bleibt dagegen erhalten und prägt das Aussehen der getrockneten Statice.
Kultivierte Sorten können blaue, violette, rosafarbene, weiße, gelbe, apricotfarbene oder rötliche Kelche bilden. Diese Farben müssen daher nicht automatisch auf eine nachträgliche Behandlung hinweisen. Zusätzlich wird gebleichte oder gefärbte Handelsware angeboten. Bei ungewöhnlich gleichmäßigen oder intensiven Farbtönen lässt sich die Behandlung ohne Lieferantenangabe nicht sicher beurteilen.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Statice bildet verzweigte Flächen aus vielen kleinen Farbpunkten. Sie kann Zwischenräume füllen, ohne so geschlossen und schwer zu wirken wie ein großer kompakter Blütenkopf. Je nach Länge der verwendeten Stiele entsteht eine dichte Farbfläche oder eine locker über die Kranzkontur hinausragende Struktur.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- in kurzen Abschnitten als farbiger Füller zwischen größeren Blüten
- in kleinen Gruppen für wiederkehrende Farbakzente
- als Übergang zwischen kompakten Blütenständen und feinen Gräsern
- entlang der äußeren Kranzlinie für einen locker auslaufenden Rand
- Ton in Ton oder als deutlicher Kontrast zu neutralen Naturmaterialien
Lagurus setzt mit seiner weichen Oberfläche einen ruhigen Gegenpol zu den festen Kelchen. Craspedia und Strohblumen ergänzen Statice durch klar begrenzte, kompakte Formen. Achillea bringt breitere, flächige Blütenstände hinzu. Phalaris und andere Gräser schaffen längere Linien und unterbrechen die fein verzweigten Farbflächen.
Trocknung und Verarbeitung
Statice eignet sich für die Lufttrocknung. Dafür können die unteren Blätter entfernt und die Stiele in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber aufgehängt werden. Ein trockener, gut belüfteter und möglichst lichtgeschützter Ort hilft dabei, Feuchtigkeitsprobleme und ein unnötig schnelles Verblassen zu vermeiden.
Beim Wickeln sollten die Stiele an einem kräftigeren Abschnitt gehalten werden. Vollständig getrocknete Verzweigungen können bei engem Biegen oder wiederholtem Ausrichten brechen. Auch einzelne Kelche können sich durch Druck oder Reibung lösen.
Botanische Zuordnung: Keine einzelne Art; typische Beispiele sind Lagurus ovatus, Briza maxima, Setaria italica, Cortaderia selloana und Miscanthus sinensis
Gebräuchliche Namen: Hasenschwanzgras, Zittergras, Kolbenhirse, Pampasgras und Chinaschilf
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Natürliche Verbreitung: Je nach Art unter anderem Makaronesien, Mittelmeerraum, Südamerika sowie Ost- und Südostasien
Einordnung: Pflanzengruppe und Sammelbezeichnung für floristisch verwendete Halme und Blütenstände
Was sind verschiedene Gräser?
„Verschiedene Gräser“ ist keine botanische Bezeichnung für eine einzelne Art. Im Floristikhandel und in Produktbeschreibungen dient der Ausdruck als Sammelbegriff für unterschiedliche getrocknete Süßgräser. Verwendet werden hauptsächlich ihre Halme und Blütenstände.
Zu den typischen Beispielen gehören Hasenschwanzgras, Großes Zittergras, Kolbenhirse, Pampasgras und Chinaschilf. Sie gehören zwar alle zur Familie der Süßgräser, unterscheiden sich aber deutlich in Größe, Form und Wirkung. Welche Arten in einem konkreten Kranz enthalten sind, lässt sich anhand der Sammelbezeichnung allein nicht bestimmen.
Aussehen und Besonderheiten
Gräser bestehen meist aus schlanken Halmen, schmalen Blättern und unterschiedlich aufgebauten Blütenständen. Gerade diese Vielfalt macht sie für Trockenblumenkränze interessant:
- Lagurus ovatus bildet dichte, eiförmige Blütenstände mit einer weichen, flauschigen Oberfläche.
- Briza maxima trägt flache, herz- bis eiförmige Ährchen, die locker an feinen Verzweigungen hängen.
- Setaria italica besitzt kompakte, längliche Rispen mit einer borstig wirkenden Oberfläche.
- Cortaderia selloana entwickelt große, dichte und federartige Blütenrispen.
- Miscanthus sinensis bildet verzweigte Rispen, die sich beim Reifen lockern und häufig eine silbrige oder beige Farbwirkung annehmen.
Frisch geschnittene Gräser können grün, cremefarben, rötlich oder silbrig erscheinen. Während der Reife und Trocknung verändern sich viele Arten zu Beige-, Stroh-, Gold- oder Brauntönen. Sorte, Erntezeitpunkt und Trocknung beeinflussen das spätere Erscheinungsbild.
Zusätzlich werden Gräser gebleicht oder gefärbt angeboten. Reinweiße, schwarze oder sehr kräftig bunte Varianten sind in der Regel behandelt. Auch natürlich wirkende Ware kann aufgehellt oder anderweitig bearbeitet worden sein, ohne dass dies später eindeutig erkennbar ist.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Gräser können im Kranz sehr unterschiedliche gestalterische Aufgaben übernehmen. Feine Halme schaffen Linien und lockern kompakte Blütenflächen auf. Verzweigte Rispen füllen Zwischenräume, während größere federartige Blütenstände Volumen und einen deutlichen Schwerpunkt bilden.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- kurze Halme als feine Übergänge zwischen größeren Blüten
- wiederkehrende Grasgruppen für einen gleichmäßigen Rhythmus
- über die Kranzkontur hinausragende Spitzen für eine lockerere Silhouette
- kompakte Rispen als Kontrast zu runden Blütenköpfen
- große, weich erscheinende Blütenstände für mehr Volumen
Hasenschwanzgras lässt sich beispielsweise mit Statice oder Schleierkraut zu einer kleinteiligen, weichen Struktur verbinden. Zittergras bringt eine offenere Linienführung zwischen kompakte Strohblumen oder Craspedia. Kolbenhirse setzt längliche, klar erkennbare Formen. Pampasgras und Chinaschilf eignen sich besonders für größere Kränze, da ihre ausladenden Rispen kleinere Materialien schnell verdecken können.
Trocknung und Verarbeitung
Viele Gräser eignen sich für die Lufttrocknung. Dafür werden trockene, unbeschädigte Halme in kleinen Bündeln kopfüber an einem lichtgeschützten und gut belüfteten Ort aufgehängt. Untere Blätter können vorher entfernt werden, wenn sie für die spätere Gestaltung nicht benötigt werden.
Nicht vorrätig
Dieser liebevoll, beidseitig gewickelter Kranz vereint florale Leichtigkeit mit einem modernen, textilen Akzent. Gebunden auf einem filigranen Drahtring, umwickelt mit feiner Makrameekordel, bildet er die perfekte Balance zwischen Natürlichkeit und Gestaltung. Eine einzelne Holzperle am oberen Abschluss verleiht dem Kranz einen sanften Boho-Touch – unaufdringlich, aber wirkungsvoll.
Die florale Komposition umfasst zartes Schleierkraut, lockeres Pampasgras, Strukturpflanzen wie Fenchel, Rispenhortensie, Ruskus und Flachs, sowie verspielte Elemente wie Briza, Phalaris, Gomphrena und Achillea.
Luftig, strukturiert und liebevoll komponiert
Mit einem Durchmesser von 25 cm eignet sich dieser Kranz ideal als Tür- oder Wandschmuck – ob saisonal, ganzjährig oder als Geschenk. Islandmoos sorgt für weiche Textur, Haselnussdistel und Sorghumhirse bringen Tiefe ins Arrangement. Hasenschwanzgras, verschiedene Gräser und die zarte Makrameekordel runden das Gesamtbild harmonisch ab.
Auf einen Blick
- Durchmesser: ca. 25 cm
- Tiefe: ca. 5,5 cm
- Farben: Regenbogen
- Materialien: Drahtring, Makrameekordel (Baumwolle), Wickeldraht, Holzperle
- Trockenblumen & Naturmaterialien: Pampasgras, Briza, Schleierkraut, Phalaris, Statice, Rispenhortensie, Flachs, Islandmoos, Gomphrena, Achillea, Haselnussdistel, Fenchel, Hasenschwanzgras, Ruskus, Sorghumhirse, verschiedene Gräser
- Technik: komplett handgewickelt
- Stil: Boho-inspiriert, natürlich, leicht verspielt
- Handgefertigt: jedes Stück ein florales Unikat mit textilem Detail
Weitere Hinweise
- Nur für Innenräume oder geschützte Außenbereiche geeignet
- Trockenblumen bitte vor Feuchtigkeit, Wasser und direkter Sonne schützen
- Farb- und Formabweichungen sind naturbedingt und gewollt
- Einzelne Pflanzenteile können sich beim Versand lösen – dies beeinträchtigt nicht die Optik
- Enthält echte Pflanzenbestandteile – bei Allergien bitte beachten
- Deko auf Fotos ist nicht im Lieferumfang enthalten
Produktsicherheit
Herstellerinformationen
Andrea Rusche
Leiteweg 8
95448 Bayreuth
Email: info@farbenkranz.de
Verantwortliche Person in der EU
Andrea Rusche
Leiteweg 8
95448 Bayreuth
Email: info@farbenkranz.de
Ähnliche Kränze
Trockenblumen-Kranz & Herz mit Rispenhortensie in Silber-Gold (2er-Set)
Ø ca. 13.5 cm · handgebunden12,90 €Auf LagerKein Mehrwertsteuerausweis, da Kleinunternehmer nach §19 (1) UStG. · zzgl. Versandkosten
In den WarenkorbGartenblumenkranz mit Christrosen, Gräsern & Rosenblättern (34,5 cm)
Ø ca. 34.5 cm · handgebunden49,90 €Auf LagerKein Mehrwertsteuerausweis, da Kleinunternehmer nach §19 (1) UStG. · zzgl. Versandkosten
In den WarenkorbFellkranz mit zarter Weihnachtsdekoration in Winterfarben
Ø ca. 30.5 cm · handgebunden42,90 €Auf LagerKein Mehrwertsteuerausweis, da Kleinunternehmer nach §19 (1) UStG. · zzgl. Versandkosten
In den Warenkorb











