Lederfarn
- Botanischer Name
- Rumohra adiantiformis
- Deutscher Name: L
- ederfarn
- Familie
- Tüpfelfarngewächse (Dryopteridaceae)
- Natürliche Verbreitung
- Tropisches und subtropisches Amerika, südliches Afrika, Inseln des westlichen Indischen Ozeans, Neuguinea, östliches und südöstliches Australien, Neuseeland sowie subantarktische Inseln
- Einordnung
- Immergrüne Farnart und floristisch verwendeter Blattwedel
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Was ist Lederfarn?
Lederfarn ist eine immergrüne Farnart mit festen, glänzenden Wedeln. Sein botanischer Name lautet Rumohra adiantiformis. Die Art wächst je nach Standort auf dem Boden, an Felsen oder epiphytisch auf anderen Pflanzen.
Für die Floristik werden die vollständigen Wedel einschließlich ihres Stiels verwendet. Frischer grüner Lederfarn ist ein verbreitetes Schnittgrün. Für Trockenblumenkränze wird außerdem konservierte, gebleichte oder gefärbte Handelsware angeboten. Diese Varianten unterscheiden sich deutlich in Farbe, Haptik und Biegsamkeit.
Aussehen und Besonderheiten
Die Wedel besitzen eine breite, dreieckige bis eiförmige Grundform. Ihre Blattfläche ist zwei- bis dreifach gefiedert und dadurch in zahlreiche kleinere Fiederabschnitte unterteilt. Trotz dieser feinen Gliederung wirkt der Wedel geschlossen und flächig.
Natürliches Lederfarnlaub ist kräftig grün bis gelbgrün. Die Oberseite kann deutlich glänzen, während die Unterseite meist heller und matter erscheint. Die feste, ledrige Beschaffenheit der Wedel erklärt den deutschen Namen.
Auf der Unterseite fruchtbarer Wedel können kleine, runde Sporenlager sichtbar sein. Sie erscheinen als regelmäßig verteilte Punkte und werden von rundlichen Schutzhüllen bedeckt. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Bestandteil des Farns und nicht um Flecken oder Verschmutzungen.
Beim gewöhnlichen Lufttrocknen bleibt das satte Grün nicht zuverlässig erhalten. Die Wedel können nachdunkeln, sich bräunlich verfärben und spröder werden. Konservierte Ware ist meist weicher und biegsamer, ihre genaue Beschaffenheit hängt jedoch vom verwendeten Verfahren ab.
Cremefarbener oder weißer Lederfarn ist nicht naturfarben, sondern gebleicht. Zusätzlich gibt es gefärbte Varianten in unterschiedlichen Farbtönen. Bleichen, Konservieren und Färben sind verschiedene Behandlungsschritte und sollten nicht gleichgesetzt werden.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Lederfarn erzeugt eine deutlich erkennbare Blattfläche. Er eignet sich deshalb weniger für kleine Farbpunkte als für Struktur, Umriss und ruhige Hintergrundbereiche.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als flächige Unterlage hinter Blüten und Gräsern
- entlang der äußeren Kranzlinie für einen farnartig gegliederten Umriss
- mit einzelnen längeren Wedeln für auslaufende Formen
- in kürzeren Abschnitten zum Füllen größerer Zwischenräume
- als Gegenform zu runden Blütenköpfen und weichen Grasrispen
Gebleichter Lederfarn lässt sich mit Pampasgras, Lagurus oder hellen Trockenblumen zu einer zurückhaltenden Gestaltung in Creme- und Beigetönen kombinieren. Grüner oder entsprechend gefärbter Farn bildet neben Eukalyptus und Ruscus unterschiedliche Blattgrößen und Oberflächen. Zusammen mit Craspedia, Mohnkapseln oder kompakten Achillea-Blütenständen entsteht ein Kontrast zwischen gegliederten Farnwedeln und geschlossenen Formen.
Da bereits ein einzelner Wedel viel Fläche einnimmt, sollte die Größe an den Kranz angepasst werden. Bei kleineren Kränzen lassen sich einzelne Wedelabschnitte gezielter einsetzen als vollständige große Wedel.
Trocknung und Verarbeitung
Lederfarn kann an der Luft getrocknet werden, wird dabei jedoch meist spröder und verliert häufig seine natürliche grüne Farbe. Bei einer Konservierung mit Glycerin bleibt Laub grundsätzlich flexibler, kann sich ohne zusätzliche Färbung aber braun verfärben. Die Behandlung gekaufter Floristikware lässt sich allein anhand ihres Aussehens nicht immer sicher bestimmen.
Beim Wickeln sollte der Wedel am stabilen Stiel oder an der kräftigen Mittelachse gehalten werden. Die einzelnen Fiederabschnitte können trotz ihrer festen Oberfläche unter Druck knicken oder einreißen. Gebleichte Ware kann empfindlicher sein als unbehandeltes frisches Schnittgrün.
Pflege und Haltbarkeit
Konservierter, gebleichter oder getrockneter Lederfarn sollte trocken aufbewahrt und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden. Feuchtigkeit kann die Oberfläche, Farbe und Form behandelter Ware verändern.
Staub lässt sich vorsichtig mit einem weichen Pinsel oder schwacher, kühler Föhnluft entfernen. Die Wedel sollten nicht feucht abgewischt oder unnötig gebogen werden. Farbveränderungen und kleinere Bruchstellen sind bei natürlichem und verarbeitetem Pflanzenmaterial möglich.
