Rosmarin
- Botanischer Name
- Salvia rosmarinus
- Deutscher Name
- Rosmarin
- Familie
- Lippenblütler (Lamiaceae)
- Natürliche Verbreitung
- Mittelmeerraum
- Einordnung
- Immergrüne Strauchart und floristisch verwendetes Zweigmaterial
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Was ist Rosmarin?
Rosmarin ist ein immergrüner, aromatischer Strauch mit dicht beblätterten und mit zunehmendem Alter verholzenden Trieben. Der früher gebräuchliche botanische Name Rosmarinus officinalis gilt heute als Synonym. Der akzeptierte Name lautet Salvia rosmarinus, da Rosmarin botanisch in die Gattung Salvia eingeordnet wird.
Für die Trockenfloristik werden hauptsächlich die schmalen, dicht mit Blättern besetzten Zweige verwendet. Sie bilden lineare Strukturen und unterscheiden sich dadurch deutlich von flächigen Blättern oder verzweigten Blütenständen. Je nach Schnittzeitpunkt können auch kleine Blüten an den Trieben sitzen.
Aussehen und Besonderheiten
Die häufig als Nadeln bezeichneten Pflanzenteile sind schmale, ledrige Laubblätter. Ihre Ränder rollen sich nach unten ein, wodurch sie noch schmaler erscheinen. Die Oberseite ist dunkelgrün, während die dicht behaarte Unterseite weißlich bis silbergrau wirkt. Aus verschiedenen Blickwinkeln entsteht deshalb ein Wechsel zwischen dunklem Grün und helleren graugrünen Linien.
Junge Triebe sind biegsamer und dichter begrünt. Ältere Zweige besitzen festere, bräunliche und deutlich verholzte Stängel. Dadurch können sie im Kranz als stabile, aufrechte Linien oder als leicht gebogene Abschnitte eingesetzt werden.
Die kleinen Lippenblüten stehen in Gruppen entlang der Zweige. Ihre natürliche Farbe reicht überwiegend von blassem Blau bis zu Blauviolett oder Weiß. Bei einzelnen Sorten kommen auch rosafarbene Blüten vor. In Trockenblumenkränzen wird Rosmarin jedoch meist wegen seiner Blätter, Zweigform und Farbwirkung verarbeitet.
Frische Zweige besitzen einen kräftigen, würzig-harzigen Duft. Auch getrocknetes Material kann noch deutlich aromatisch riechen, besonders wenn die Blätter berührt oder leicht gerieben werden. Die Duftintensität ist jedoch abhängig vom Material, vom Trocknungszeitpunkt und von der Lagerung und nimmt mit der Zeit gewöhnlich ab.
Beim Trocknen kann sich das frische Grün zu einem matteren Grau-, Oliv- oder Dunkelgrün verändern. Eine dauerhaft unveränderte Farbe lässt sich nicht erwarten. Besonders bei längerer Lichteinwirkung können die Blätter weiter verblassen oder bräunliche Töne entwickeln.
Verwendung in Trockenblumenkränzen
Rosmarin bringt schmale Linien, feine Wiederholungen und eine klar gegliederte grüne Fläche in einen Trockenblumenkranz. Anders als weiche Gräser wirkt das Material etwas kräftiger und geradliniger.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
- als ruhige grüne Grundlage zwischen farbigen Trockenblumen
- entlang der Kranzform zur Betonung der runden Kontur
- in kleinen Gruppen für aufrechte oder leicht überstehende Linien
- als Übergang zwischen größeren Blüten und feinen Füllmaterialien
- in naturfarbenen, mediterranen oder kräuterbetonten Gestaltungen
Lavendel ergänzt Rosmarin durch violette Blütenstände und eine ähnlich schmale Wuchsform. Thymian bildet feinere, stärker verzweigte Strukturen. Schleierkraut lockert die vergleichsweise geschlossene Blattwirkung auf, während Flachs, Phalaris oder Weizen längere und deutlich abgegrenzte Formen hinzufügen.
Bei kleinen Kränzen können kurze Triebspitzen eingesetzt werden. Für größere Gestaltungen lassen sich längere Zweige verwenden, die stellenweise über die eigentliche Kranzkontur hinausragen.
Trocknung und Verarbeitung
Für überwiegend beblätterte Trockenware eignen sich gesunde, unbeschädigte Zweige. Sie können in kleinen, locker gebundenen Bündeln kopfüber an einem warmen, dunklen und gut belüfteten Ort aufgehängt werden. Zu große oder dicht gepackte Bündel erschweren die Luftzirkulation.
Nach dem vollständigen Trocknen werden die Blätter spröder und können sich durch starkes Biegen oder Reiben vom Stängel lösen. Beim Wickeln sollte Rosmarin deshalb möglichst am kräftigeren Stiel gehalten werden. Junge Triebspitzen lassen sich leichter an die Kranzform anlegen als ältere, stark verholzte Zweige.
Pflege und Haltbarkeit
Getrockneter Rosmarin sollte ausschließlich in trockenen Innenräumen verwendet und vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit sowie dauerhafter direkter Sonne geschützt werden.
Staub lässt sich vorsichtig mit schwacher, kühler Föhnluft entfernen. Häufiges Berühren und starkes Biegen sollten vermieden werden. Nachlassender Duft, Farbveränderungen und das Ablösen einzelner Blätter sind bei getrocknetem Rosmarin möglich.