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Blumen-Lexikon

Hagebutte

Bezeichnung: Hagebutte
Botanische Zuordnung: Früchte verschiedener Arten der Gattung Rosa; häufig von der Hunds-Rose Rosa canina
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Natürliche Verbreitung: Abhängig von der Rosenart; Rosa canina ist von Madeira und Nordwestafrika über Europa bis Zentralasien und Pakistan natürlich verbreitet
Einordnung: Sammelnussfrucht, Scheinfrucht und floristisch verwendetes Naturmaterial

Was ist die Hagebutte?

Als Hagebutten werden die Früchte verschiedener Wild-, Strauch- und Gartenrosen bezeichnet. Es handelt sich daher nicht um eine bestimmte Pflanzenart. Besonders häufig werden sie mit der Hunds-Rose Rosa canina verbunden, doch auch zahlreiche andere Rosenarten bilden auffällige Hagebutten.

Botanisch ist die Hagebutte keine Beere. Der bei der Reife meist fleischige, auffällig gefärbte Blütenbecher umschließt zahlreiche kleine Nüsschen. Diese sind die eigentlichen Einzelfrüchte. Die gesamte Einheit wird als Sammelnussfrucht und zugleich als Scheinfrucht bezeichnet.

Aussehen und Besonderheiten

Form, Größe und Farbe unterscheiden sich deutlich zwischen den einzelnen Rosenarten und Sorten. Hagebutten können rund, oval, eiförmig, birnenförmig oder länglich sein. Manche sitzen einzeln an langen Stielen, andere erscheinen in dicht verzweigten Fruchtständen.

Die Hunds-Rose entwickelt gewöhnlich zahlreiche orangefarbene bis orangerote Hagebutten. Andere Rosen können korallenrote, tiefrote, weinrote oder sehr dunkle Früchte hervorbringen. Auch ihre Größe variiert von kleinen, perlenartigen Punkten bis zu auffälligen, fast kirschgroßen Früchten.

Frische Hagebutten besitzen häufig eine glatte bis leicht glänzende Oberfläche. Während des Trocknens verlieren sie Feuchtigkeit, wodurch sie schrumpfen, Falten bilden und matter werden können. Auch eine Veränderung von kräftigem Rot zu dunkleren Rot-, Braun- oder Orangetönen ist möglich.

Gleichmäßig goldene, weiße oder ungewöhnlich kräftig gefärbte Hagebutten wurden üblicherweise lackiert, gefärbt oder anderweitig behandelt. Bei künstlichen Dekofrüchten handelt es sich nicht um botanisches Trockenmaterial.

Verwendung in Trockenblumenkränzen

Hagebutten bringen klar abgegrenzte, kompakte Formen und kräftige Farbpunkte in einen Kranz. Besonders interessant sind ganze verzweigte Stiele, weil sie neben der Farbe auch eine natürliche Linienführung erzeugen.

Mögliche Einsatzbereiche sind:

  • einzeln verteilt als kleine rote oder orangefarbene Akzente
  • in kurzen Seitentrieben als kompakte Fruchtgruppen
  • entlang der Außenkante für eine locker auslaufende Kontur
  • mit längeren Zweigen für Höhe und Bewegung
  • als Kontrast zu feinen, hellen oder flächigen Trockenmaterialien

Getreide, Hirse und naturfarbene Gräser können die warme Fruchtfarbe mit hellen Beige- und Brauntönen begleiten. Eukalyptus oder Ruskus bilden größere, ruhigere Blattflächen und schaffen einen deutlichen Grün-Rot-Kontrast.

Disteln ergänzen Hagebutten durch feste, kantige Strukturen. Neben Amaranthus oder dunkel gefärbten Trockenblumen entstehen kräftige Rot- und Beerentöne. In zurückhaltenden Kränzen können bereits wenige Früchte ausreichen, um wiederkehrende Farbpunkte zu setzen.

Trocknung und Verarbeitung

Für floristische Arbeiten eignen sich feste, unbeschädigte Früchte ohne weiche oder feuchte Stellen. Ganze Zweige sollten luftig verarbeitet oder an einem trockenen und gut belüfteten Ort getrocknet werden. Sehr reife, weiche Früchte können leichter schrumpfen oder verderben.

Anders als papierartige Trockenblumen behalten Hagebutten beim Lufttrocknen nicht zuverlässig ihre frische, pralle Form. Das Ergebnis hängt von Rosenart, Reifegrad, Fruchtgröße und Umgebungsbedingungen ab.

Beim Wickeln können kurze Seitentriebe mit ausreichend langem Stiel verwendet werden. Kräftigere, verholzte Zweige benötigen meist stabilen Wickeldraht. Bereits trockene Früchte sollten nicht stark gedrückt werden, da sie brechen oder sich vom Stiel lösen können.

Pflege und Haltbarkeit

Hagebutten in Trockenblumenkränzen sollten vor Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit und dauerhafter direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Die Früchte können mit der Zeit weiter schrumpfen, dunkler werden oder ihre Farbe verlieren.

Häufiges Berühren sollte vermieden werden. Staub lässt sich vorsichtig mit schwacher, kühler Föhnluft entfernen. Locker gewordene Früchte können bei Bedarf erneut mit Draht befestigt werden.

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